22.11.2008 - 13:12
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #1  
Alt 16.08.2008, 11:41
Benutzerbild von Weasel1988
Plebejer
 
Registriert seit: 15.08.2008
Ort: Krefeld
Beiträge: 24
Wohin flohen die Nazis nach dem WW2?

Hallo,

in diesem Thread soll es darum gehen, wohin deutsche Kriegsverbrecher nach der Kapitulation flohen, um ihren Strafen zu entgehen. Und wie gelangten sie dorthin?
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  #2  
Alt 16.08.2008, 12:11
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 714
Es gab vielfältige Mittel, seiner Vergangenheit zu entkommen. Das am weitesten verbreitete und beliebteste war durch Einnahme von Zyanid-Kapseln. Aber ich denke Du willst was anderes hören...

- die Allierten benötigten die Kriegsverbrecher für ihre eigenen Zwecke, also wurden sie in deren Ländern transferiert;

- Südamerika, beliebtes Refugium mit wohlgesonnen Diktatoren - vor allem Argentinien bot z. B. Eichmann eine zweite Heimat;

- der mittlere Osten kommt auch oft ins Spiel als Rückzugsraum

- die französische Fremdenlegion, viele Legionäre waren wohl ehemalige SS und Wehrmachtsangehörige

- USA, das große Einwanderungsland. Bis in den 90ern wurden amerikanische Staatsbürger deren Vergangeheit "plötzlich geklärt" wurde aus der staatsbürgerschaft entlassen und ausgewiesen.
__________________
"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #3  
Alt 16.08.2008, 13:00
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 850
Zum Stichwort Südamerika heir ein Buchtipp samt Besprechung:
Lateinamerika Nachrichten Online - Sachbuch: Die Flucht über den Atlantik

Als Fußnote anzumerken ist, dass nur ein Teil der Kriegsverbrecher floh. Viele tauchten in Deutschland unter, wurden von den Amereikanern als Kollaborateure in den Dienst genommen oder bei Prozessen frei gesprochen - wie der Stuttgarter Gerichtspräsident Cuhorst beim Juristenprozess in Nürnberg.
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  #4  
Alt 16.08.2008, 13:02
Benutzerbild von Weasel1988
Plebejer
 
Registriert seit: 15.08.2008
Ort: Krefeld
Beiträge: 24
Was ist eigentlich mit der Schweiz? Ich könnte mir vorstellen, dass viele dort ihr Glück versucht hatten?
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  #5  
Alt 16.08.2008, 13:24
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 850
Die Schweiz war für viele Durchgangsstation nach Südamerika, von Bern aus wurde der Gang ins Exil unterstützt. Auch dazu habe ich einen Buchtipp:
3sat.online
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  #6  
Alt 16.08.2008, 13:26
Benutzerbild von Weasel1988
Plebejer
 
Registriert seit: 15.08.2008
Ort: Krefeld
Beiträge: 24
Danke für die Tipps, ich denke, ich werd mir die Bücher mal näher anschauen
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  #7  
Alt 14.09.2008, 00:31
möchtegern Historiker
 
Registriert seit: 28.06.2008
Beiträge: 22
Südamerika gerade Argentinien
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  #8  
Alt 14.09.2008, 02:00
Benutzerbild von TigerMC
Administrator
 
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.599
Sagt mal ist das n zufall dass wir in den letzten Wochen dauernd neue NS themen bekommen? Nix für ungut, aber mir persönlich gefällts halt net so gut wenn nur noch über einen bestimten zeitabschnitt geredet wird
__________________
C
C
C
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  #9  
Alt 15.09.2008, 12:10
Benutzerbild von Hannibal Barca
Plebejer
 
Registriert seit: 13.09.2008
Beiträge: 48
ja,sie flohen überwiegend in Länder,wo sie dachten dass sie kein Mensch finden wird:Kanada,Amerika,sogar bis in den Regenwald,bzwe. Vietnam,da unten,aber einige wurden erwischt,von so einer Französin und ihrem Mann
__________________
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Maharbal
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  #10  
Alt 15.09.2008, 12:29
Benutzerbild von rasputin753
Praetor
 
Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
eine recht interessante episode dieser fluchtbewegung war die sogenannte "rattenlinie" welche über österreich italien nach südamerika führte, wegen der mitwirkung der kirche auch "klosterroute" genannt. verwunderlich ist dass neben der kirche auch das rote kreuz eine herausragende stellung in dieser fluchtroute inne hatte.

Rattenlinien ? Wikipedia, die freie Enzyklopädie
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  #11  
Alt 15.09.2008, 12:41
Benutzerbild von Hannibal Barca
Plebejer
 
Registriert seit: 13.09.2008
Beiträge: 48
stimmt,das hab ich vergessen,da hast du aber recht
__________________
Vincere scis,Hannibal,Victoria uti nescis
Maharbal
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  #12  
Alt 15.09.2008, 18:30
Benutzerbild von Weasel1988
Plebejer
 
Registriert seit: 15.08.2008
Ort: Krefeld
Beiträge: 24
Ich hab heute im Radio gehört, dass heute wohl noch mal ein Nazi wegen seiner Verbrechen im zweiten Weltkrieg vor Gericht steht.

Ich finde das echt krass, dass die nach 65 Jahren immer noch Nazifossilien irgendwo ausgraben und die dann vor Gericht stellen. Zumal es sich um einen normales Gericht zu handeln schien und nicht um ein Kriegsgericht. Komisch auch, dass die BRD den Nazi anklagt und nicht die "Allierten", wie damals bei den Nürnberger-Prozessen. Warum ist das denn so?

Gruß Weasel
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  #13  
Alt 15.09.2008, 18:42
Plebejer
 
Registriert seit: 27.05.2008
Beiträge: 45
ich finde das mal richtig krass , das die kirche denn geholfen hat . nunja das erinnert mich nun doch mehr an ein gewisses slime lied -.-
__________________
kein
Fußbreit
den
Faschisten
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  #14  
Alt 15.09.2008, 18:51
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.455
Zitat von Weasel1988 Beitrag anzeigen
Ich hab heute im Radio gehört, dass heute wohl noch mal ein Nazi wegen seiner Verbrechen im zweiten Weltkrieg vor Gericht steht.

Ich finde das echt krass, dass die nach 65 Jahren immer noch Nazifossilien irgendwo ausgraben und die dann vor Gericht stellen. Zumal es sich um einen normales Gericht zu handeln schien und nicht um ein Kriegsgericht. Komisch auch, dass die BRD den Nazi anklagt und nicht die "Allierten", wie damals bei den Nürnberger-Prozessen. Warum ist das denn so?
Da bringst du aber einiges durcheinander.
Es steht vor Gericht ein ehm. Offizier der Wehrmacht wegen eines Kriegsverbrechens. Es ist nur legitim, dass das durch ein deutsches Gericht verhandelt wird.
Im Übrigen wurde dieser Fall auch schon in Italien verhandelt, Deutschland liefert aber keine Staatsbürger aus, weshalb dort das Urteil in Abwesenheit gefällt wurde.
Warum Kriegsverbrechen von den Alliierten verhandelt werden sollten erschließt sich mir auch nicht. Es ist doch eine reichlich krude Vorstellung zu glauben ein Staat würde eigene Kriegsverbrechen nicht aufklären. Kriegsgerichte gibt es in Deutschland übrigens nicht, genau wie wir keine Militärjustiz haben.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #15  
Alt 15.09.2008, 22:49
Benutzerbild von Weasel1988
Plebejer
 
Registriert seit: 15.08.2008
Ort: Krefeld
Beiträge: 24
Ich geb ja offen zu, dass ich keine Ahnung diesbezüglich habe. Ich habe nur eine Radiomeldung wiedergegeben und meine Gedanken dazu geäußert. Es wundert mich halt, dass er von Deutschland verurteilt werden "darf", zumal die damaligen Prozesse ja alle von den Allierten durchgeführt worden sind.

Ist dieses Recht, Kriegsverbrecher verurteilen zu dürfen, mit der Gründung der BRD einhergegangen oder kam das erst später?
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