20.11.2008 - 14:48
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #1  
Alt 01.06.2005, 08:50
Plebejer
 
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Frage: Militärischer Sinn Sprerrung der Edertalsperre

Hallo!

Wollte mal wissen ob jemand weiß welchen Sinn die Sprengung der Edertalsperre hatte!
Stromgenerator oder so?

Hoffe auf Afklärung

MFG
Chris
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  #2  
Alt 01.06.2005, 09:14
Gesperrt
 
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 95
Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

1943 kam es im Kampf gegen die deutsche Rüstungsindustrie zu mehreren Angriffen auf die Möhnetalsperre, die Sorpetalsperre und andere Stauseen im Ruhrgebiet. Der Angriff auf die Edertalsperre in Hessen war Teil und Nebeneffekt dieser Aktionen.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 um kurz vor 2 Uhr wurde die Staumauer durch einen britischen Fliegerangriff des RAF (Operation Chastise), unter Kommando von Oberleutnant Gibson, mit einer speziellen Bombe zerstört, die von einem Flugzeug abgeworfen wurde. Um die Abwehranlagen am Stausee bzw. an der Staumauer zu umgehen, wurden speziell für diesen Zweck konstruierte Roll- oder Rotationsbomben eingesetzt, die durch die ihnen verliehene Eigendrehung auf dem Wasser über die Abwehrnetze in Richtung Staumauer sprangen, im Wasser an der Staumauer herunterrollten, detonierten und sie einrissen. Durch die Bombendetonation entstand in der Staumauer ein halbkreisartiges Loch - 70 m breit und 22 m tief. Aus diesem strömten schlagartig und durchschnittlich 8.000 m³ Wasser pro Sekunde aus, insgesamt rund 160 Mio. m³. In der Folge ergoss sich eine zwischen 6 und 8 Meter hohe Flutwelle durch das untere Edertal (Fritzlar, Wabern und Felsberg) und über das Fuldatal (Kassel) zum Weserstein (Hann. Münden) und schließlich ins Wesertal.

Im Vergleich zum Möhnesee kamen in dieser Wasser-, Schlamm-, und Schuttfracht verschiedenen Angaben zufolge mit 47 oder 68 vergleichsweise wenig Menschen ums Leben.

Die Flutwelle, die von den Anwohnern als eine weiß schäumende und laut grollende Gischt beschrieben wurde, führte auch dazu, dass hunderte Häuser, Fabriken, Eisenbahnlinien, Straßen, Brücken, Bäume zerstört bzw. weggespült wurden. Menschen und Tiere, die sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten trieben im aufgewühlten und reißenden Wasser oder auf irgendwelchem Treibgut, bis sie per Zufall irgendwie an Land kamen oder sich auf Hausdächer, Masten, Bäume, inselartige und vom Wasser umspülte Landerhöhungen und andere Fixpunkte retten konnten oder ertranken. Durch diese Flut verwandelten sich nicht nur die teils weit ausgedehnten Täler um die Schwalm-Eder- und Eder-Fulda-Mündung in einen teils mehrere Kilometer breiten See, sondern überflutete auch die rund 35 km von der Staumauer entfernte Kasseler Senke, so dass dort beispielsweise Bettenhausen oder die Karlsauen mit der Orangerie im Wasser versanken.

Die zerstörte Staumauer wurde noch im gleichen Jahr durch Zwangsarbeiter der Organisation Todt wieder aufgebaut. Hilfskräfte der Hitler-Jugend und die des Reichsarbeitsdienstes bauten die zerstörten Häuser und andere wichtige Bauten wieder auf.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Edertalsperre
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  #3  
Alt 01.06.2005, 16:20
Plebejer
 
Registriert seit: 31.03.2005
Beiträge: 8
Sinn war es ganz einfach, die Rüstungindustrie lahm zu legen bzw. zu verlangsamen. So dachten es sich zumindestens die Alliierten (oder waren es nur die Briten, die den Angriff führten?). Dieser Plan ging jedoch nicht auf, da man Ersatzenergiequellen hatte bzw. der von der Talsperre erzeugte Strom nur kaum für die Rüstung gebraucht wurde.
Vor ein paar Monaten lief ein Film über die Entwicklung und den Einsatz der speziell für Einsätze dieser Art hergestellen Bombem. War ziemlich interessant, mit was für Energien man dort forschte. Im Endeffekt sollen sich die Angriffe aber kaum gelohnt haben, da sie zum Teil auch sehr verlustreich für die RAF waren. Das ging zumindestens aus der einer anderen Dokumentation hervor. Was genau die direkten als auch indirekten Folgen anderer Dammsprengungen waren, weiß ich sonst nicht.
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  #4  
Alt 01.06.2005, 16:45
Gesperrt
 
Registriert seit: 01.04.2005
Beiträge: 95
Es waren Briten
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