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18.01.2008, 23:11
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Tribun
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Registriert seit: 25.11.2007
Beiträge: 84
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Frieden mit England 1940?
Dass sich England 1940 dank seiner Insellage und starken Marine relativ sicher fühlen konnte, kann ich verstehen. Aber dennoch kann ich es nicht ganz nachvollziehen, dass es keine größeren Anstrengungen gab, den Krieg auf diplomatische Weise zu beenden. Hätte z.B. Hitler die UDSSR nicht angegriffen, hätte der Kriegszustand ewig andauern können.
Nach den erschreckenden Erfolgen gegen Frankreich (und soweit ich weiß galt die französische Armee zu der Zeit als die weltweit Beste) musste die unheimliche Siegesserie Deutschlands einigen Engländern doch ziemlich erschreckend vorgekommen sein.
Des Weiteren stand England 1940 nun wirklich alleine da (“Very well alone”)
Weiß jemand warum es anscheinend kein Interesse an diplomatischen Lösungen gab?
Und wäre ein Frieden mit einem unterwürfigeren “Führer” denkbar gewesen?
War England nach dem gewonnen 1. Weltkrieg und in dem Bewusstsein als führende Kolonialmacht und anerkannte Weltmacht einfach nur zu stolz dafür?
Und welche Auswirkung hätte so ein Frieden eurer Meinung nach auf das Verhältnis mit der UDSSR in Hinblick auf einen etwaigen Angriff gehabt?
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18.01.2008, 23:24
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Ein Grundsatz jeglicher britischer Politik ist es, niemals eine Hegemonialmacht in Europa zu tolerieren. Schon alleine deswegen war ein Frieden undenkbar.
Und wie wir ja wissen, sah die Situation so schlecht gar nicht aus.
In Dünkirchen konnten die Landstreitkräfte großteils evakuiert werden, die Luftwaffe und die Marine waren stark wie eh und jeh. Und man konnte sich des Festlandschwertes Sowjetunion gewiß sein.
P.S.: Die französische Armee als Beste der Welt... hatte diesen Ruf nach dem ersten Weltkrieg zugeschoben bekommen und mußte ihn ja nie verteidigen...
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18.01.2008, 23:27
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Tribun
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Registriert seit: 18.01.2008
Ort: Dülmen, NRW
Beiträge: 68
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England hatte zudem begriffen, dass nicht die Sowjetunion und der Bolschewismus der Feind war, so wie es ihnen Hitler weiß machen wollte, sondern Hitler und der Nationalsozialismus der eigentliche Gegner war.
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18.01.2008, 23:28
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Zitat von Scholl
England hatte zudem begriffen, dass nicht die Sowjetunion und der Bolschewismus der Feind war, so wie es ihnen Hitler weiß machen wollte, sondern Hitler und der Nationalsozialismus der eigentliche Gegner war.
Habe ich eben widerlegt.
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19.01.2008, 02:15
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Praetor
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Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 403
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Zitat von Zemiocro
Dass sich England 1940 dank seiner Insellage und starken Marine relativ sicher fühlen konnte, kann ich verstehen. Aber dennoch kann ich es nicht ganz nachvollziehen, dass es keine größeren Anstrengungen gab, den Krieg auf diplomatische Weise zu beenden. Hätte z.B. Hitler die UDSSR nicht angegriffen, hätte der Kriegszustand ewig andauern können.
Ein diplomatischer Friede zwischen Großbritannien und Deutschland, hätte bedeutet, dass Hitler freie Hand für den Ostfeldzug gehabt hätte. Spätestens mit dem Einmarsch in die Sowjetunion hätte England wieder in den Krieg einschreiten müssen, um zu verhindern, dass es, je nach möglichem Ausgang des Russlandfeldzuges, zu einer deutschen oder einer sowjetischen Hegemonie auf dem europäischen Kontinent gekommen wäre.
Und wäre ein Frieden mit einem unterwürfigeren “Führer” denkbar gewesen?
Wenn Hitler tatsächlich die Absicht gehabt hätte, Friedensbedingungen mit London einzuhalten, wäre ein diplomatischer Friede wohl möglich gewesen, aber Hitler hatte zuvor oft genug gezeigt, wie egal ihm internationale Abkommen gewesen sind.
Nach den erschreckenden Erfolgen gegen Frankreich (und soweit ich weiß galt die französische Armee zu der Zeit als die weltweit Beste) musste die unheimliche Siegesserie Deutschlands einigen Engländern doch ziemlich erschreckend vorgekommen sein.
Gerade diese Erfolge waren wohl mit ein Grund, dass Großbritannien keinen diplomatischen Frieden geschlossen hat, um dieser deutschen Übermacht auf dem Kontinent Einhalt zu gebieten.
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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19.01.2008, 10:39
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Quaestor
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Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
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Hitler hat in seiner Reichstagrede am 19.07.1940 versucht England doch noch für den Frieden zu gewinnen. Nur war mittlerweile Churchill in Großbritannien Regierungschef und der war aus einen ganz Holz geschnitzt als Chamberlain. Am gleichen Tag hat Roosevelt eine Rede gehalten, die die Sympathien für England sehr deutlich zum Ausdruck brachte.
Halifax am 22.07.1940 dem Angebot von Hitler eine klare Absage erteilt.
Der Luftkrieg gegen Großbritannien begann aber interessanterweise erst am 13.August 1940.
Meiner Meinung nach, bestand überhaupt nur dann eine Möglichkeit mit Großbritannien eine Übereinkunft zu erzielen, wenn Hitler nicht mehr Regierungschef war. Also nur ohne Hitler. Des Weiteren hätten wohl sicherlich die eroberten Gebiete geräumt werden müssen.
Geändert von Bruckner (19.01.2008 um 13:03 Uhr).
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19.01.2008, 11:18
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Dieses Angebot schlugen die Alliierten bereits im WWI aus, warum sollten sie es im WWII annehmen?
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22.01.2008, 21:38
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Nur ein Mensch.
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Registriert seit: 26.12.2007
Beiträge: 114
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Martin Allen (der hinter der These von "Churhills Friedensfalle") steht, hat schon vorher mit erwiesener Dokumentenfälschung gearbeitet (in "So wollte der Herzog von Windsor den Frieden retten"). Als Historiker ist der Mann vernachlässigbar.
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23.01.2008, 01:08
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Zitat von LCF
Martin Allen (der hinter der These von "Churhills Friedensfalle") steht, hat schon vorher mit erwiesener Dokumentenfälschung gearbeitet (in "So wollte der Herzog von Windsor den Frieden retten"). Als Historiker ist der Mann vernachlässigbar.
Hast du dazu eine Quelle oder hast du das Wikipedia entnommen?
http://www.swg-hamburg.de/Deutschlan...edensfalle.pdf
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