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29.06.2008, 19:06
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Tribun
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Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 51
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Gibt es eine nationalsozialistische Philosophie?
Habe mich kürzlich mit einem Philosophie-Studenten unterhalten, der an diesem Thema für seine Magister-Arbeit forscht. Konnte ihm dazu gar nicht weiterhelfen, da mir kein philosophisches Werk zum NS bekannt ist.
Mein Kampf kann man dazu nicht heranziehen. Es ist mehr ein autobiographisches Werk. Es sind auch einige allgemeine philosophische Ansätze dort zu finden, jedoch ist es kein grundlagenwerk.
Für gewöhnlich läuft es mit den Philosophien ja so. Jemand denkt sich ein theoretisches Gesellschaftsmodell aus, schreibt es nieder und nach seinem Tod versuchen mehr oder weniger kluge Leute dieses Modell in die Praxis umzusetzen. Beim NS gab es so etwas nicht. Hitler tauchte 1919 auf und 1920 gründete er die NSDAP.
Kennt jemand vielleicht ein philosophisches NS-Werk? Kann auch später als 1919 geschrieben worden sein.
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29.06.2008, 19:24
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 832
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Hm, könnte man da nicht Rosenbergs der Mythus des zwanzigsten Jahrhunderts erwähnen. Prägend für den Faschismus war soweit mir bekannt ist auch noch Evolas Revolte gegen die Moderne.
Einige höherer Mitglieder der NSDAP hatten ja auch Kontakte zu völkisch-okkultistisch geprägten Kreisen. Stichworte sind hier die Thule-Gesellschaft und Ariosophie. Allerdings kenne ich mich damit zu wenig aus, aber vllt. hilft da erstmal die Wikipedia weiter.
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μηδὲν ἄγαν
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30.06.2008, 02:21
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Plebejer
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Registriert seit: 30.06.2008
Beiträge: 49
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Ein paar Namen
Nahmdt !
Eine regelrechte Philosophie des Nazitums gibt es wohl nicht - und wenn man Joachim C. Fest glauben darf, war sie wohl auch nicht so wichtig. Selbst innerhalb der Führungsriege des NS-Systems hat man über die "Ernstnehmer" wie Himmler und Rosenberg gespöttelt.
Mit Rosenberg übrigens hätten wir schon den ersten Namen - "Der Mythus des 20. Jahrhunderts" wurde schon erwähnt. Es ist schwer ranzukommen, und wenn ich sage, es mal durchblättert zu haben, gestehe ich eine Straftat - die allerdings schon verjährt ist. Es gehört zu den wenigen in Deutschland verbotenen Büchern, ebenso wie "Mein Kampf".
Dann gab es da einen Engländer, Houston Steward Chamberlain, der Richard Wagner verehrt hat, der wohl auch so einiges über "Germanentum" abgesülzt haben muß, und einen Franzosen namens Gobineau - man wird wohl so einiges über sie finden können.
Alles in allem hat man sich - nach meiner Einschätzung - eine merkwürdige, ekklektische Mischung aus Sozialdarwinismus, Vulgärgenetik, Nationalismus, Antisemitismus, und Versatzstücken der Sozialdemokratie zurecht gekleistert, und die Schwerpunkte mal so, mal so gesetzt, je nach Opportunität. Deswegen fällt es wohl sehr schwer, eine einheitliche Ideologie oder gar Philosophie des Nazitums zu identifizieren.
Gruß
Kroni
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30.06.2008, 06:22
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Praetor
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Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 381
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Zitat von Kroni
Es ist schwer ranzukommen, und wenn ich sage, es mal durchblättert zu haben, gestehe ich eine Straftat - die allerdings schon verjährt ist. Es gehört zu den wenigen in Deutschland verbotenen Büchern, ebenso wie "Mein Kampf".
Konsum dieser Literatur ist keine Straftat.
__________________
Glory, glory to old Ireland,
glory, glory to this island,
glory to the memory of the men
who fought and died,
"No surrender" is the war cry of
the Belfast Brigade.
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01.07.2008, 14:50
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Tribun
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Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 51
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Danke
Vielen Dank für die Tipps. Den Mythus zähle ich nicht dazu. Das ist lediglich ein verquastes Geschichtsbuch, das selbst Hitler suspekt war.
Chamberlain ist auch bekannt. Er spielt aber in der gleichen Liga wie Rosenberg (also Geschichtsbuch). Läßt sich jedoch wesentlich besser lesen, da nicht ganz so dröge und abgedreht wie Rosenberg.
Ich werd' wohl noch weiter suchen müssen.
__________________
"Die Nation kennt keine andere Grenze als die Kraft ihrer Männer." E.v.S.
Kürzlich entdeckt und für wichtig befunden: www.hitlers-reden.de
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16.07.2008, 18:59
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Plebejer
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Registriert seit: 06.07.2008
Ort: Bochum
Beiträge: 8
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Philosophisches kann man der Bayerischen Lehrerzeitung aus der Zeit ab ungefähr 1938 entnehmen. In den Beständen einiger Universitätsbibliotheken findet man sogar gebundene Halbjahresausgaben
Gruß
Wilfried
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