Gehen wir also mal davon aus das die SU nicht angegriffen wird.
Die USA hatte aus innenpolitischen Gründen nicht die Möglichkeit von sich aus in den Krieg in Europa aktiv einzugreifen, die öffentliche Meinung war gegen eine Einmischung in den Konflikt im fernen Europa. Dies wurde erst möglich nach dem Angriff der Japaner im Dezember 41. Solange wäre England also nach dem Fall Frankreichs alleine gegen die Achse gestanden.
Die Versorgung Deutschlands mit den Lebenswichtigen Rohstoffen war zu der Zeit sogar sehr gut. Aus Norwegen und Schweden bezog man Hauptsächlich Eisenerz aus Rumänien kam Öl und die Sowjetunion belieferte Deutschland mit einer großen Pallete wichtiger Rohstoffe und Getreide. Das alles waren Nachschubwege die von England nicht bedroht werden konnten. Während England auf seine Handelsflotte angewiesen war. Dazu weiter unten mehr. Also was die Versorgung der deutschen Kriegsindustrie mit Rohstoffen betrifft war die Lage nach dem Fall Frankreichs sogar relativ gut.
Nach dem Fall Fr. begann die Luftschlacht gegen England. Diese wäre wohl so oder so verloren gegangen. Hier hätte sich ja noch nichts geändert.
Der Wehrmachtsführung war klar das ohne eine Lufthoheit eine Invasion Englands nur geringe Chancen auf Erfolg haben würde.
Es wären also nurnoch zwei Schlachtfelder übrig geblieben. Der Atlantik und die Mittelmeerregion bzw Nordafrika.
Atlantik: Die deutschen U-Boote feierten bis ins Jahr 1942 enorme Erfolge. Erst dann begann sich das Blatt zu wenden. Einerseits durch das eingreifen amerikanischer Werften andererseits durch neue Ortungstechniken und Taktiken.
Wenn man die Ressourcen die Barbarossa verschlang in den U-Bootkrieg gesteckt hätte, hätte es durchaus gelingen können England vom Nachschub abzuschneiden. Die geforderte monatliche Menge an versenkten BRT wurde ja an manchen Monaten schon erreicht und das obwohl keine zusätzlichen Ressourcen zur Verfügung standen.
Mittelmeer/Nordafrika: Obwohl für Deutschland nur ein Nebenkriegsschauplatz gelang es den Allierten erst 1943 unter aktiver amerikanischer Waffenhilfe die Achse aus Nordafrika zu vertreiben. Wäre Nordafrika aber nun die einzige Front die der Achse noch geblieben wäre darf man durchaus darauf spekulieren das sich England nicht hätte halten können und Agypten und damit auch der Suezkanal und der Nahe Osten verloren gegangen wäre.
Ob ein so geschwächtes Groß Britanien den Krieg noch lange hätte fortführen können wage ich zu bezweifeln. Es war ja so schon nicht in der Lage irgendwelche Offensiven Aktionen gegen die Achse zu starten bis massive amerikanische Hilfe kam und der Großteil der Wehrmacht tief in Russland stand.
Noch dazu wurde der USA von Deutschland der Krieg erklärt und nicht anders herum. Wobei es natürlich wahrscheinlich ist das ansonsten früher oder später eine amerikanische Kriegserklärung erfolgt wäre.
Also wenn man sich die Lage der beiden Parteien nach dem Fall Frankreichs vor Augen hällt standen die Chancen für die Achse garnichtmal so schlecht.
Bei den Buchmachern hätte England wohl die höhere Gewinnquote gehabt