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29.12.2007, 00:25
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Ich erinnere mich sehr genau an Plakate, auf denen die Juden fett, mit Hakennase, im schicken Anzug mit Melone und Monokel, und vielleicht noch mit Taschenuhr in der Hand abgebildet sind.
Das Rabbi Bild hingegen ist mir nicht so sehr geläufig. Die Hetze spielte ja tatsächlich auch viel mehr auf den wirtschaftlichen Einfluss als auf die Religion ab.
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29.12.2007, 11:19
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
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Ihr hebt das immer so unverständlich ab. Jeder kennt doch die Bilder von Läden auf den Schmähschriften standen. Die hatten doch auch Nachbarn oder lebten die Juden in Deutschland auf dem Mond?
Ich erinnere mich sehr genau an Plakate, auf denen die Juden fett, mit Hakennase, im schicken Anzug mit Melone und Monokel, und vielleicht noch mit Taschenuhr in der Hand abgebildet sind.
Ja ich hab da auch das Plakat des Strippenziehers vor Augen. Ein von dir beschriebener Mann lenkt die "kleinen armen" Deutschen wie Marionetten, leider kann ich das Plakat nirgendswo finden.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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29.12.2007, 12:21
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 848
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Es gab nicht nur den jüdischen, freundlichen Nachbarn oder die „Fratze“. Auf eine weitere Facette weisen Martin Broszat/Norbert Frei (Hrsg.), Das Dritte Reich im Überblick, Piper 1989, hin. Ich zitiere:
„Die seit dem Ersten Weltkrieg aus Polen zugewanderten Ostjuden waren Objekt eines Antisemitismus auch von Kreisen, die den assimilierten deutschen Juden vergleichsweise vorurteilsfrei gegenüberstanden. Besonders jedoch bei der reaktionären Rechten blühte eine wirtschaftlich motivierte Hetze gegen die schon äußerlich den Eindruck von Rückständigkeit, Armut und sozialer Deklassierung erweckenden ostjüdischen Tagelöhner, Straßenhändler und Bettler, die zu einem Ghetto-Dasein am Rande des Existenzminimums gezwungen wurden. Das bösartige Klischee der 'jüdischen Fratze', auf Plakaten der DNVP schon zu finden, als die NSDAP noch Splitterpartei war, diente zugleich dem Bedürfnis, die völlige Integration des emanzipierten jüdischen Bürgertums in die deutsche Gesellschaft aufzuhalten. Von daher sahen selbst assimilierte Juden, zumal konservativ-nationalbewußte, im Zustrom der Ostjuden eine Störung ihrer Interessen“.
Irgendwie erinnert mich das ein wenig an die Vorurteile gegenüber Ausländern in der Gegenwart.
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31.12.2007, 13:18
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 770
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Zitat von K. Ropp
Ich denke nicht, dass sich der Antisemitismus der Deutschen auch auf ihre jüdischen Nachbarn gerichtet hat.
Es gibt leider genug Beweise, dass er genau das in allzuvielen Fällen tat; man denke nur an die Ereignisse der Reichsprogromnacht vom 9.11.1938 in der nicht nur Synagogen geplündert wurden, sondern auch jüdische Geschäfte und Wohnungen; und auch von den nebenan Wohnenden...
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