29.08.2008 - 00:51
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #31  
Alt 29.01.2008, 12:13
Plebejer
 
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Beiträge: 11
Da es hier um Strategie geht:

Militärisch sollte man den Angriff nicht abwerten, er war von vornherein als begrenzter Schlag gedacht, und das aus bestimmten Gründen.

Die Reichweite der Ölreserven der japanischen Flotte waren auf 12-18 Monate (je nach Einsatz-Intensität) begrenzt. Als die Entscheidung zum Kriegseintritt bereits im Juli 1941 in der großen Konferenz fiel, sahen die Achsenmächte in Europa, Deutschland gegen die Sowjetunion wie der sichere Sieger aus. Das Bild veränderte sich nicht wesentlich bis zum November 1941.

Passend zu der begrenzten zeitlichen Reichweite der Ölreserven war die Strategie auf die Okkupation Südostasiens und der dortigen Rohstoffquellen gerichtet. Mit den Invasionstruppen wurden die Explorationskommandos auf den Weg geschickt. Bereits im Frühjahr 1941 war der Druck auf Niederländisch-Indien zum Abkauf der Ölproduktion gescheitert, die war an GB verkauft. Selbst nach der Besetzung und vermuteten Zerstörungen der Ölförderungen muss man einen Zeitraum von 1-2 Jahren bis zur umfangreichen Belieferung Japans rechnen. Tatsächlich kam die Versorgung auch erst ab 1943 wesentlich in Gang (gemessen an den Vorkriegs-Produktionen), was an verschiedenen Umständen lag. Bis dahin sitzt man auf dem Trockenem resp. den Reserven.

Strategische Folgerung war konsequent, dass bei der Besetzung des Riesenraumes - Ölfördergebiete und Schutzzonen herum, Generalrichtungen Indien und Australien - viel Zeit benötigt wird. Dass dieses so zügig und reibungslos vor sich geht, britische Truppen nach Indien zurückgedrängt werden, etc., war sicher nur ansatzweise in der Planung. Die Flotte würde also sehr schnell im Süden benötigt werden, was so auch geschah.

ergo: Pearl Harbor konnte aus den strategischen Überlegungen nur ein begrenzter Schlag sein. Siegen dazu ergänzend die Achsenmächte in Europa, ist die Hoffnung auf ein Patt im Pazifik durchaus verständlich.
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  #32  
Alt 07.02.2008, 07:17
Benutzerbild von EL_Mercenario
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Beiträge: 132
Zitat von Novalis Beitrag anzeigen
Wulfnoth hat - und darum geht es ja in diesem Forum - Fakten die in der Historik bekannt sind, das heißt von Wissenschaftlern erarbeitet wurden, vorgetragen.
Sorry, aber ein Behauptung wird nicht zum Fakt, weil man "Fakt ist:" davor schreibt. Wenn man schon mit "Fakten" kommt, sollte man zum mindestens seine Quellen offenlegen, oder?

Zitat von Novalis Beitrag anzeigen
Du hingegen maßt Dir ohne besondere Qualifikation an, Fachmann auf dem Gebiet der Strategie zu sein.
Ach, mach ich sowas? Sicher kannst du, wenn du mir solches unterstellst, auch per Zitat belegen, wo ich sowas von mir behauptet habe?
Dass ich meine "Weisheiten" nicht eigener Forschung sondern der Lektüre einschlägiger Literatur verdanke ist richtig, darf ich annehmen, dass du eigenständige Forschung in Sache 2. Weltkrieg betreibst, da du hier mitreden darfst?

Zitat von Novalis Beitrag anzeigen
Und Deinen Argumenten nach, war es auch "grottig" die Atombombe auf Hiroshima zu werfen.
Wenn sie Hiroshima angreifen wollten, dann mußten sie es auch besetzen, wenn sie es nicht besetzen wollten oder konnten, durften sie es auch nicht angreifen.
Soll dass Rabulistik sein? Ich habe geschrieben, dass der Angriff auf Pearl Harbour ein Fehler war, weil als Mittel zu schwach, um das gesteckte strategische Ziel zu erreichen, dass militärsiche Patt und den Verhandlungsfrieden mit den USA.
Der Atomschlag war offensichtlich als Mittel stark genug das strategische Ziel zu erreichen, die Kapitulation Japans.

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Zitat von Ythor Beitrag anzeigen
Japan musste sich also entscheiden. Entweder sich aus China zurückziehen und sämtliche Großmachtträume begraben in der Hoffnung die USA würde dann wieder einen freundlicheren Kurs einschlagen (was natürlich nicht sicher war) oder es darauf ankommen zu lassen und die USA dazu zu zwingen einzulenken.
Richtig. Oder als 3. Variante, sich die holländischen Kolonien sichern samt Ölvorkommen, in der Hoffnung, dass die USA deswegen nicht den Krieg erklären.

Zitat von Ythor Beitrag anzeigen
Nun die gefällte Entscheidung ist ja bekannt. Wie sollte nun die USA in die Knie gezwungen werden? Das Pearl Harbour dazu genutzt werden sollte einen "Siegfrieden" mit den USA abzuschließen hallte ich für reichlich unwahrscheinlich. Immerhin wurde mit diesem Angriff die Kampfhandlungen erst eröffnet.
Das hatte ich so auch nicht gemeint, da habe ich mich unklar ausgedrückt. Ziel Japans war es, die USA in eine militärisch "hoffnungslose" Lage zu bringen, so daß sie Friedensverhandlungen aufnehmen. Das war aber aus meiner Sicht unmöglich, solange die USA Pearl Harbour noch besaßen und über diesen Stützpunkt ihre Angriffe gegen Japan führen konnten. Andersrum, solange die Japaner Hawaii nicht eroberten, würde es auch keinen Verhandlungsfrieden geben. Pearl Harbor zu erobern musste aber im Kriegsverlauf immer schwieriger werden, da die USA es natürlich verstärken würden.

Zitat von Ythor Beitrag anzeigen
Dann sollte von einer offensiven auf eine defensive Strategie gewechselt werden. Die nun erwarteten amerikanischen Offensiven (nachdem die US. Navy sich von Pearl Harbour erholt hatte) sollten abgeschlagen werden und die USA so zu einem Frieden gezwungen werden.

Nun wie wir alle wissen ging diese Strategie nicht auf. Die USA erholte sich schneller als erwartet und erwischte die kaiserliche Marine bei Midway auf dem falschen Fuß.
Richtig. Die Frage ist aber, ob es überhaupt denkbar war, die amerikanische Offensive ohne den Besitz von Pearl Harbour abzuwehren. Wären die drei US-Träger bei Midway vernichtet worden, hätten die USA eben drei neue gebaut, oder dreißig neue. Das Problem war ja, dass die USA mehr Schiffe bauen konnten als Japan, also brauchte Japan eine uneinnehmbare Position, um ein Patt erreichen zu können.
Wenn die Japaner den Ansturm der USA nicht bei Hawaii abwehren wollten, stellt sich die Frage, wo denn dann?

Zitat von Ythor Beitrag anzeigen
- Die Treibstoffreserven der US Navy auf Pearl Harbour überstanden den Angriff nahezu unbeschadet. Wären diese vernichtet worden wäre die US. Navy im Pazifik erst einmal für lange Zeit dazu verurteilt worden dem treiben der japanischen Marine tatenlos zuzusehen. Unabhängig davon wieviele Schiffe wieder einsatzbereit gemacht worden sind.
Gut, nehmen wir mal an, die USA hätten 6 Monate gebraucht, um die Treibstoffreserven in Pearl Harbor wieder aufzufrischen und Japan hätte 6 Monate freie Hand gehabt. Wozu hätte Japan denn diesen Zeitraum strategisch genutzt?

Zitat von Ythor Beitrag anzeigen
Eine Besetzung Hawais durch die kaiserlichen Streitkräfte wäre ein großer Fehler gewesen. Hawaii wäre Aufgrund der großen Entferung zu den nächsten japanischen Stützpunkten kaum zu versorgen, bzw im Fall einer amerikansichen Invasion auf sich allein gestellt gewesen, während die Amerikaner vom Festland aus ohne weiteres eine Invasion hätten durchführen können und das mit weit kürzeren Versorgungswegen.
Das ist natürlich ein Argument. Hawaii liegt allerdings etwa mittig - ca. 4000km bis zur USA, ca. 6000 bis Japan laut Internet. Der Vorteil den ich sehe ist, dass man für eine Invasion zwingend die Lufthoheit erringen muß. Der Angreifer muß also erstmal Flugzeuge mit Trägern heranschaffen - und die USA hatten ja zu dem Zeitpunkt nur drei - während der Verteidiger eine beliebige Anzahl Flieger auf Hawaii stationieren kann. Solange also Japan mehr Flieger auf Hawaii stehen hat, als die USA per Trägerflotte heranschaffen kann, kann die Insel nicht eingenommen werden.

Zitat von Ythor Beitrag anzeigen
Nur unter einem einzigen Gesichtspunkt wäre eine Invasion wohl sinnvoll gewesen. Wenn von dort aus zeitnah eine Invasion des amerikanischen Festlandes gestartet worden wäre. Da dies aber zu keiner Zeit realisierbar war (da stimmen wir wohl alle überein) war auch keine Invasion Hawaiis vorgesehen.
Soweit ich gelesen habe, hatten die Japaner die Einnahme Hawaiis durchaus erwogen. Das Problem war aber, dass das Heer nicht genügend Truppen bereitstellen wollte, also hat man sich auf die Bombardierung verlegt.

Zitat von Ythor Beitrag anzeigen
Die Bombardierung russischer Flugplätze zu Beginn von Barbarossa. Wieso wurden diese nicht direkt danach von Fallschirmtruppen besetzt? Tja weil sie eben nicht zu halten waren.
Nur dass du hier taktische und strategische Maßnahmen gleichsetzt. Wenn Russland ohne die Einnahme Flugplätze nicht zu besiegen war, dann musste man die Einnahme versuchen, ganz egal wie die Chancen waren.
Die Entscheidung in Sachen Pearl Harbor angreifen/einnehmen ja/nein, war die alles entscheidende strategische Option.

Ich sehe die Sache so, je schlechter meine Karten sind, um so mehr muß ich riskieren. Wenn ich nur zwei Siebener habe, steige ich aus, oder ich setze alles.
Japan hatte nunmal grottig schlechte Karten. Eine Überlegenheit war nur für die ersten Monate, vielleicht für ein Jahr gegeben. In der Zeit musste Hawaii, Australien und alles dazwischen eingenommen werden, wenn überhaupt eine kleine Chance auf Erfolg bestehen sollte.

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Zitat von ca95 Beitrag anzeigen
Als die Entscheidung zum Kriegseintritt bereits im Juli 1941 in der großen Konferenz fiel, sahen die Achsenmächte in Europa, Deutschland gegen die Sowjetunion wie der sichere Sieger aus. Das Bild veränderte sich nicht wesentlich bis zum November 1941.
Hmm, das habe ich eher so im Hinterkopf, dass den Japanern zum genannten Zeitpunkt schon klar war, dass das mit dem deutschen Sieg wohl nichts mehr werden würde. Bei einem deutschen Sieg hätte Japan leichte Beute in Sibirien machen können, ich dachte sie hätten gerade deshalb den Angriff Richtung Süden gewählt, weil sie davon ausgingen, dass Deutschland sich festrennen würde, so wie Japan in China.

Zitat von ca95 Beitrag anzeigen
Selbst nach der Besetzung und vermuteten Zerstörungen der Ölförderungen muss man einen Zeitraum von 1-2 Jahren bis zur umfangreichen Belieferung Japans rechnen. Tatsächlich kam die Versorgung auch erst ab 1943 wesentlich in Gang (gemessen an den Vorkriegs-Produktionen), was an verschiedenen Umständen lag.
Leider konnte die U-Boote der USA das Öl auf dem langen Weg nach Japan ziemlich leicht abfangen, aber du hast natürlich recht, irgendwie so hatten die Japaner sich das gedacht.

Zitat von ca95 Beitrag anzeigen
ergo: Pearl Harbor konnte aus den strategischen Überlegungen nur ein begrenzter Schlag sein. Siegen dazu ergänzend die Achsenmächte in Europa, ist die Hoffnung auf ein Patt im Pazifik durchaus verständlich.
Hmm, dein Argument ist, wenn ich das recht verstehe, dass die Japaner damit rechneten, Flotte und Truppen gegen England zu brauchen, so daß für eine Einnahme Hawaiis die Kräfte nicht mehr ausreichen waren.
Aber wäre, im Falle Hitler hätte Russland überrannt, England nicht als Machtfaktor im Pazifik und Indischer Ozean quasi ausgefallen. Es hätte doch dann jeden Mann, Schiffe und Flugzeuge, gebraucht um sich die Deutschen vom Hals zu halten und Ägypten gegen Rommel zu verteidigen.
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  #33  
Alt 07.02.2008, 14:59
Benutzerbild von Wulfnoth
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Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Sorry, aber ein Behauptung wird nicht zum Fakt, weil man "Fakt ist:" davor schreibt. Wenn man schon mit "Fakten" kommt, sollte man zum mindestens seine Quellen offenlegen, oder?
Allgemeines Basiswissen zu diesem Thema darf verlangt werden oder? Nicht eine meiner Aussagen ist auch nur ansatzweise so kontrovers, dass ich sie weiter ausführen würde.

Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Ach, mach ich sowas? Sicher kannst du, wenn du mir solches unterstellst, auch per Zitat belegen, wo ich sowas von mir behauptet habe?
Dass ich meine "Weisheiten" nicht eigener Forschung sondern der Lektüre einschlägiger Literatur verdanke ist richtig, darf ich annehmen, dass du eigenständige Forschung in Sache 2. Weltkrieg betreibst, da du hier mitreden darfst?
Du bezeichnest die japanische Strategie als "grottig schlecht", wirfst also sämtlichen japanischen Militärs vor sie hätten keine Ahnung von ihrer Arbeit gehabt.
Und maß dir ja nicht an hier irgendjemand den Mund zu verbieten.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #34  
Alt 08.02.2008, 10:20
Benutzerbild von EL_Mercenario
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Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Allgemeines Basiswissen zu diesem Thema darf verlangt werden oder? Nicht eine meiner Aussagen ist auch nur ansatzweise so kontrovers, dass ich sie weiter ausführen würde.
Gleiches gilt für meine Aussage. Ausnahmslos alle Autoren die ich über WK 2 gelesen habe, vertraten die Ansicht, dass die japanische Strategie verfehlt und aussichtslos - sprich grottenschlecht - war. Aus meiner Sicht ist diese Tatsache daher nicht kontrovers (gut ich bin kein Fachmann). Kannst du mir einen Historiker nennen, der die Ansicht vertritt, die japanische Kriegsstrategie sei aussichtsreich und erfolgversprechend gewesen und hätte den Sieg gegen die USA bringen können oder sogar müssen?

Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Du bezeichnest die japanische Strategie als "grottig schlecht", wirfst also sämtlichen japanischen Militärs vor sie hätten keine Ahnung von ihrer Arbeit gehabt.
Keine sonderlich gute Polemik. Wenn ich behaupte, die deutsche Nationalmannschaft habe, bei ihrer 0:5 Niederlage gegen England grottenschlecht gespielt, ist das offensichtlich nicht dasselbe wie wenn ich behaupten würde, die deutschen Nationalspieler könnten kein Fußball spielen und ich könnte es besser.
"Grottenschlecht" heißt natürlicher Weise "grottenschlecht für einen Militärexperten" und nicht grottenschlecht im Vergleich zu dem was ich in der Situation hätte leisten können.
Außerdem ist das nicht primär meine Erkenntnis - ich bin kein Historiker - sondern die Ansicht der Historiker, die ich zu diesem Thema gelesen habe und ich gehe in der Tat davon aus, dass diese kompetent sind, darüber zu urteilen.

Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Und maß dir ja nicht an hier irgendjemand den Mund zu verbieten.
Guter Witz. ^v^
Du bist mir "an den Karren gefahren", weil ich hier meine Ansicht als Hobbystratege zum Thema freimütig zum besten gegeben habe, nicht umgekehrt. Ich habe vorher etwas im Forum geschmökert und war der Ansicht, das sei hier so üblich, die eigene Meinung zum Thema ohne Quelle und Beleg kund zu tun. Wenn einer meint und schreibt, meine Ansicht sei Schwachsinn, kann ich damit leben. Bei persönlichen Angriffen, reagiert der "größte Militärstratege des Jahrhunderts" allerdings empfindlich. So sind wir Genies eben, dass kann ein Normalsterblicher nicht verstehen.
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  #35  
Alt 08.02.2008, 12:19
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komm mal wieder runter, somachst du dir keine freunde, wir sind bekannt für freundliche diskussionen, halte dich bitte ebenfalls dran. Wenn jemand bewusst arrogant oder super schlau wirken will, so kann ich für mich reden, wirkt das auf mich sehr unsymphatisch. Also keep cool, und respektier andere meinungen, so wie deine respektiert werden
Zum thema, ich denke schon dasseine gewisse erfolgswahrscheinlichkeit vorhanden war, aber sie war halt gerung, die frage ist die der alternativen? verhandlungen habendie amis geblockt und ne direkte landung ist wohl net drin gewesen, also probieren sie ausm pazifik rauszuhauen, was bessereswär mir auch net eingefallen
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  #36  
Alt 08.02.2008, 13:34
Novalis
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Wenn man alles eindimensional betrachtet, kommt man immer nur zu oberflächlichen Ergebnissen.
Der FC Bayern ist der mit Abstand finanzstärkste Verein der Bundesliga. Alle Finanzwerte, die Ausstattung mit allen möglichen Gütern sprechen für garantierte Meisterschaften.
Trotzdem klappts nicht immer. Weil eben doch unterschätzte Faktoren wie zum Beispiel auch mal Glück eine Rolle spielen.

Mag sein, daß die USA ein enormes Wirtschaftspotential hatten und jeder oberflächliche, objektiv eindimensionale Beobachter ihnen von vornherein den Sieg zutraut.

Das vernachlässigt aber völlig viele andere Faktoren, politische, gesellschaftliche...
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  #37  
Alt 11.02.2008, 13:58
Benutzerbild von EL_Mercenario
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Beiträge: 132
Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
komm mal wieder runter, somachst du dir keine freunde, wir sind bekannt für freundliche diskussionen, halte dich bitte ebenfalls dran. Wenn jemand bewusst arrogant oder super schlau wirken will, so kann ich für mich reden, wirkt das auf mich sehr unsymphatisch. Also keep cool, und respektier andere meinungen, so wie deine respektiert werden
Lass mich raten. Der unsympathische jemand, der bewusst arrogant und super schlau wirken will, das bin ich. Sehr diplomatisch durch die Blume formuliert, Respekt.
Möchtest du gerne Wissen, ob deine diplomatische Art auf mich sympathisch wirkt? Eher nicht oder?
Aber im Ernst. Ich bin weniger auf der Suche nach Freunden als in der Hoffnung auf interessante Diskussionen hier eingelogt. Dass ich mir Wulfnoth plus eventuelle "Forenkumpels" nicht zum Freund mache, wenn ich zurückstänkere, war mir durchaus klar.

Zitat von TigerMC Beitrag anzeigen
Zum thema, ich denke schon dasseine gewisse erfolgswahrscheinlichkeit vorhanden war, aber sie war halt gerung, die frage ist die der alternativen? verhandlungen habendie amis geblockt und ne direkte landung ist wohl net drin gewesen, also probieren sie ausm pazifik rauszuhauen, was bessereswär mir auch net eingefallen
Ich sehe da drei Alternativen. Erstens, versuchen China zu besiegen, bevor die Ölvorräte zuende gehen. Zweitens, sich Ölvorkommen zu sichern, in Russland oder Indonesien. Und drittens, Krieg mit den USA.

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Zitat von Novalis Beitrag anzeigen
Wenn man alles eindimensional betrachtet, kommt man immer nur zu oberflächlichen Ergebnissen.
Der FC Bayern ist der mit Abstand finanzstärkste Verein der Bundesliga. Alle Finanzwerte, die Ausstattung mit allen möglichen Gütern sprechen für garantierte Meisterschaften.
Trotzdem klappts nicht immer. Weil eben doch unterschätzte Faktoren wie zum Beispiel auch mal Glück eine Rolle spielen.
Richtig. Das gilt aber nur, solange man - um im Bild zu bleiben - in derselben Liga spielt. Die Finanzstärke von Bayern ist glaube ich im Vergleich zu den Konkurrenten in der Meisterschaft ca. 2:1 oder 3:1 (bin kein Fußballfan). Und die Regeln schränken den finanziellen Vorteil ein, Bayern kann nicht mit mehr als 11 Spielern auflaufen, auch wenn es mehr bezahlen könnte als der Gegner.
Würde Bayern in der Regionalliga Hessen antreten, würde es aller Vorraussicht nach immer den Meister machen, auch wenn das eine oder andere Spiel verloren geht.
Die Frage bleibt, ob Japan und die USA im 2. WK in derselben Liga spielten.
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  #38  
Alt 11.02.2008, 14:18
Novalis
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Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Die Frage bleibt, ob Japan und die USA im 2. WK in derselben Liga spielten.
Zweifelsohne.
Es sei denn es wird nur die Industriestärke als Beurteilungskriterium herangezogen.
Dazu gehören aber auch politische Gegebenheiten, die gesamte geostrategische Lage und zahlreiche andere Faktoren.
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  #39  
Alt 11.02.2008, 14:52
Benutzerbild von Wulfnoth
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Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Ich sehe da drei Alternativen. Erstens, versuchen China zu besiegen, bevor die Ölvorräte zuende gehen. Zweitens, sich Ölvorkommen zu sichern, in Russland oder Indonesien. Und drittens, Krieg mit den USA.
So einfach wie du es darstellst war es nicht. Mit der UdSSR hatte Japan einen Nichtangriffspakt, an dem Japan sehr viel lag. Man hatte zwar bereits einmal bewiesen, dass man Russland besiegen konnte aber das war das Zarenreich gewesen und zudem ein isolierter Krieg.
Die USA forderten einen Rückzug Japans aus den eroberten Gebieten, weiteren Eroberungen hätten sie sicherlich nicht zugesehen. Ein Angriff auf Niederländisch-Indien hätte zudem GB unweigerlich in den Krieg gezogen, da damit das Tor zu den britischen Kolonien offen gestanden hätte.
Folglich bleib Japan nur die Wahl zum Rückzug und preisgabe aller Ambitionen oder zum Krieg und hier ist ein Erstschlag gegen die Pazifikflotte allemal klüger als eine Mobilmachung der Amerikaner abzuwarten.
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  #40  
Alt 12.02.2008, 09:34
Plebejer
 
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Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Hmm, das habe ich eher so im Hinterkopf, dass den Japanern zum genannten Zeitpunkt schon klar war, dass das mit dem deutschen Sieg wohl nichts mehr werden würde. Bei einem deutschen Sieg hätte Japan leichte Beute in Sibirien machen können, ich dachte sie hätten gerade deshalb den Angriff Richtung Süden gewählt, weil sie davon ausgingen, dass Deutschland sich festrennen würde, so wie Japan in China.
Der Weg nach Süden war ausschließlich durch die Rohstoffe bedingt, nichts sonst.
Davon abzutrennen ist die grundsätzliche Entscheidung zum Krieg. Als das Deutsche Reich Anfang Oktober die Siege von Wjasma und Brjansk herauspsaunte und kurz vor Moskau stand, war die japanische Entscheidung schon drei Monate alt.

Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Leider konnte die U-Boote der USA das Öl auf dem langen Weg nach Japan ziemlich leicht abfangen, aber du hast natürlich recht, irgendwie so hatten die Japaner sich das gedacht.
Sicher wurde viel versenkt, aber das war 1944-45. Der verspätete Anlauf lag an der zufälligen Versenkung von ersten Transportschiffen mit den Mannschaften für die Bohrfelder Borneos 1942, sowie an den zerstörten Anlagen. Mitte 1943 wurde annähernd die Vorkriegsproduktion erreicht.

Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Hmm, dein Argument ist, wenn ich das recht verstehe, dass die Japaner damit rechneten, Flotte und Truppen gegen England zu brauchen, so daß für eine Einnahme Hawaiis die Kräfte nicht mehr ausreichen waren.
Sieht man sich die Dislozierung der IJN an, ist genau das erfolgt. Nach Hawaii verlegten die Träger zur Deckung nach Truk (bis auf Teile der Schlachtflotte war ohnehin bereits alles im Süden gebunden), dann kamen die Operationen von Nagumo in Südostasien und im Indischen Ozean.
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  #41  
Alt 01.03.2008, 07:12
Benutzerbild von EL_Mercenario
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Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 132
Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
So einfach wie du es darstellst war es nicht. Mit der UdSSR hatte Japan einen Nichtangriffspakt, an dem Japan sehr viel lag. Man hatte zwar bereits einmal bewiesen, dass man Russland besiegen konnte aber das war das Zarenreich gewesen und zudem ein isolierter Krieg.
Richtig, ich meinte prinzipielle Möglichkeiten Japans. Stalin hat den Nichtangriffspakt bei der ersten günstigen Gelegenheit gebrochen, dass hätte Japan auch tun können. Eine günstige Gelegenheit für Japan wäre gewesen, als die sibirischen Truppe an die Westfront abgezogen waren, um gegen Deutschland zu kämpfen.

Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Die USA forderten einen Rückzug Japans aus den eroberten Gebieten, weiteren Eroberungen hätten sie sicherlich nicht zugesehen.
Vielleicht nicht. Die Eroberungen Deutschlands - darunter mehrere neutrale Staaten - hat die USA andererseits hingenommen. Ebenso die Bombardierung Englands und den Seekrieg im Atlantik.

Zitat von Wulfnoth Beitrag anzeigen
Ein Angriff auf Niederländisch-Indien hätte zudem GB unweigerlich in den Krieg gezogen, da damit das Tor zu den britischen Kolonien offen gestanden hätte.
Das glaube ich nicht. England stand schon gegen das Dritte Reich mit dem Rücken zur Wand. Einen Krieg vs Japan hätten sie ohne militärische Rückendeckung seitens der USA nicht angefangen.

--------------------

Zitat von ca95 Beitrag anzeigen
Als das Deutsche Reich Anfang Oktober die Siege von Wjasma und Brjansk herauspsaunte und kurz vor Moskau stand, war die japanische Entscheidung schon drei Monate alt.
Und eine Entscheidung kann im Lichte neuer Ereignisse nicht mehr geändert werden?

Zitat von ca95 Beitrag anzeigen
Sieht man sich die Dislozierung der IJN an, ist genau das erfolgt. Nach Hawaii verlegten die Träger zur Deckung nach Truk (bis auf Teile der Schlachtflotte war ohnehin bereits alles im Süden gebunden), dann kamen die Operationen von Nagumo in Südostasien und im Indischen Ozean.
Bleibt die Frage ob das Vorgehen gegen England (Singapur, Indien) notwendig war.
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  #42  
Alt 01.03.2008, 19:41
Ädil
 
Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 253
Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Eine günstige Gelegenheit für Japan wäre gewesen, als die sibirischen Truppe an die Westfront abgezogen waren, um gegen Deutschland zu kämpfen.
Es war aber doch nichts zu holen was von Bedeutung gewesen wäre.
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  #43  
Alt 01.03.2008, 21:39
Benutzerbild von Nichts
nobodys fault
 
Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Braunschweig
Beiträge: 322
Ausserdem wäre die günstigste Gelegenheit 1918/19 gewesen als japanische und amerikanische und englische Truppen grössere Teile Russlands besetzt hielten und dieses im Bürgerkrieg war.
Da hätten sich die Japaner leicht grössere Gebiete nehmen können.
__________________
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alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.

und Ordograffi feler kan der fiender bealten
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BIG SCHÄUBLE IS WATCHING YOU
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  #44  
Alt 02.03.2008, 00:46
Benutzerbild von mimir
homo novus
 
Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 129
als japanische und amerikanische und englische Truppen grössere Teile Russlands besetzt hielten
davon hab ich ja noch nie gehört. wie sah das denn aus?
besonders die amerik. und engl. truppen wundern mich.
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  #45  
Alt 02.03.2008, 14:00
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.225
Nach der Revolution kämpfte die s.g. Weiße Armee mit massiver Alliierter Unterstützung gegen die Rote Armee. Man ließ sogar noch Truppen des Kriegsgegners Deutschland weiter im Baltikum operieren um die Bolschewiki so zu schwächen.
__________________
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