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20.01.2008, 13:34
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die Schwarze
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Registriert seit: 28.02.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 195
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Jüdische Integration in Palästina
Hallo,
in Geschichte-Profil behandeln wir gearde die unterschiedlichen Auswanderungsziele der Juden vor und während der NS-Diktatur und ich hab das Ziel Palästina.
So, jetzt hab ich auch schon ne Menge zu den teillungsplänen durch Groß Britannien und die UNo, sowie die Widerstände durch die Araraber, aber mir fehlt noch mehr das alltäglich, wie da die Integration lief. Wurden die Juden ausgestoßen? Hatten sie einen zwiete Klasserang oder sowa sin der Art ...
Wäre echt super, wenn ihr das was hättet.
Grüße
PS. war mir mit dem bereich nicht sicher.
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20.01.2008, 13:37
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.475
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ich glaube da gibt es zwei wahrheiten, die der araber und die der juden, wir vonhier können da recht wenig berichten denk ich mal. und daswenige was du hier finden wirst dürfte schwer pro jüdisch geschrieben worden sein
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20.01.2008, 17:12
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 729
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Es gibt auch noch ein "neutrale" Quelle - die Jahresberichte der britischen Mandatsverwaltung über Palästina. Der von 1936 ist zu finden unter:
http://domino.un.org/unispal.nsf/181...3!OpenDocument
Fest steht: Der Weg nach Palästina führte über die "Jewish Agency", und er war sehr restriktiv. Jüdische Einwanderer mussten einen Mindest-Besitz von Geld vorweisen. In einem der Jahresberichte (auf die Schnelle finde ich nicht, welcher) erwähnt, dass jetzt auch deutsche Juden kämen, und sie bekämen eine Extrabehandlung. Im Blick hatte die Jewish Agency aber vor allem die Juden aus Russland. In den Jahresberichten klagt die britische Verwaltung freilich mehrfach über die illegale Einwanderung.
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20.01.2008, 18:33
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Hoplit
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Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 713
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Gab es nicht auch eine friedliche Koexistenz mit den arabischen Einwohnern, zu Anfang?
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 "So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"
Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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20.01.2008, 22:18
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 729
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Zitat von Jason
Gab es nicht auch eine friedliche Koexistenz mit den arabischen Einwohnern, zu Anfang?
Ja, die gab es, vor allem in den 20er Jahren, zumal die Zahl jüdischer Einwanderer begrenzt blieb und sich diese vor allem in den Städten nieder ließen. Die jüdischen Einwanderer, vor allem aus Polen, brachten neues industrielles Knowhow, und dazu frisches Kapital mit. Innerhalb von vier Jahren vervierfachte sich die Einwohnerzahl von Tel Aviv auf 25 000. Bis November 1925 stieg die Zahl der von Juden betriebenen Unternehmen in Palästina auf 547, mit 7000 Arbeitsplätzen. Insgesamt verdoppelte sich zwischen 1922 und 1930 die Zahl der jüdischen Einwohner Palästinas auf knapp 165 000. Ihr Bevölkerungsanteil war damit von 11,1 auf 16,6 % gestiegen.
1926 erreichte Palästina eine Depression, und besonders in den Städten grassierte Arbeitslosigkeit. Viele Juden wanderten enttäuscht wieder aus. Die Wogen der Weltwirtschaftskrise erfassten schließlich 1930 auch Palästina, die arabischen Bevölkerungsteile verloren in den Städten und die jüdischen auf dem Land Beschäftigung. Der Verdrängungswettbewerb war offenkundig.
Konflikte entstanden dann vor allem durch die Land-Wegnahme. Jahr für Jahr meldete die britische Mandatsverwaltung neue Landkäufe und die Einrichtung neuer jüdischer Siedlungen. Dem „Jüdischen Nationalfonds“ gehörten 1932 in Palästina bereits 300 000 qm Land. Das angewandte europäische System der Registrierung von Grundbesitz kollidierte dabei mit traditionellen arabischen Rechtsnormen. Traditionell gab es Nutzungsrechte ohne Besitztitel, und kontrovers war in vielen Fällen, in wie weit Grund und Boden wirklich „frei“ waren – die Briten erklärten es für „frei“, wenn ein Landstück drei Jahre lang nicht bewirtschaftet worden war. Für die Araber war das aber kein Kriterium
Noch ein paar weitere Daten: Bis Ende 1935 hatten etwa 30 000 deutsche Juden Palästina erreicht. Besonders gefördert wurde - mit finanzieller Unterstützung der Jewish Agency - der Zuzug von 15- und 16jährigen Kindern jüdischer Eltern aus dem Deutschen Reich. 1936 stammten 27 % der jüdischen Einwanderer aus Deutschland, weitere 41 % aus Polen. Allein zwischen 1933 und 1937 erhöhte sich insgesamt die Zahl der Juden in Palästina von 209 000 auf 386 000, und damit von 18,9 auf 27,9 %.
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