07.10.2008 - 02:24
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #1  
Alt 10.01.2008, 11:41
Benutzerbild von Kriegsknecht
Demokrat
 
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Beiträge: 321
"Kohle-Krieg" 1923

Ein interessanter Spiegel-Artikel zur "Schwarzen Schmach" an Rhein und Ruhr 1923. Französische Truppen marschierten in die Kohlereviere ein, um sich geschuldete Reperationen mit Gewalt zu holen. Es kam zu Unruhen und vielen Toten.

http://einestages.spiegel.de/static/...der_kohle.html
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910

Geändert von Kriegsknecht (10.01.2008 um 11:44 Uhr).
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  #2  
Alt 10.01.2008, 11:49
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Beiträge: 6.343
Wollt ich auch gerade verlinken, ist wirklich sehr interessant!
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #3  
Alt 10.01.2008, 11:55
Benutzerbild von Kriegsknecht
Demokrat
 
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Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 321
Es zeigt auch sehr eindrücklich, wie stark den Franzosen damals daran gelegen war, die Deutschen zu demütigen. Die Autorin schreibt in dem Artikel, dass es sich bei den Unruhen im Prinzip um eine Verlängerung der Kampfhandlungen des 1. Weltkriegs in anderer Form handelte. Die haben sich wirklich richtig gehasst. Zudem wurde in der deutschen Bevölkerung durch derartige Aktionen das Bedürfnis nach Vergeltung noch grösser. Man weiss ja, worin das später gipfelte.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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  #4  
Alt 10.01.2008, 12:48
Plebejer
 
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Beiträge: 11
Die Schlusssätze des Artikels:
"Aufs Ganze gesehen jedoch sah Frankreich nur einen Bruchteil der gesamten Summe. Von den insgesamt in Versailles geforderten 225 Milliarden Mark hatte Deutschland bis 1932 gerade mal 37 Milliarden geleistet. Hitler, der enorm von dem Ruhrkampf-Nationalismus profitierte, weigerte sich, mehr zu zahlen - und kam damit durch."

entsprechen doch wohl nicht ganz den Tatsachen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch...sten_Weltkrieg
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  #5  
Alt 10.01.2008, 12:50
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Beiträge: 6.343
Ach auf die paar Milliarden kommt es bei der Höhe auch nicht mehr an.
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  #6  
Alt 10.01.2008, 14:05
Plebejer
 
Registriert seit: 07.01.2008
Beiträge: 11
Nee, ich meinte weniger die Milliarden gegenüber den ersten Forderungen, sondern "Hitler kam damit durch".
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  #7  
Alt 10.01.2008, 14:07
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Ort: Bremen
Beiträge: 6.343
Achso ja das stimmt, das ist mir gar nicht aufgefallen. Es gibt halt Märchen die immer wieder verbreitet werden. Wenn ich nicht so beschäftigt wäre würde ich eine Beschwerdeemail an den SPIEGEL senden.
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  #8  
Alt 10.01.2008, 14:17
Thete
 
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 739
Zitat von Kriegsknecht Beitrag anzeigen
Es zeigt auch sehr eindrücklich, wie stark den Franzosen damals daran gelegen war, die Deutschen zu demütigen.
Gabs bestimmt; ich würde aber die rein wirtschaftlichen Hintergründe in den Vordergrund stellen. Frankreich hatte sehr viel größere Kriegschäden zu verkraften als Dtld,GB,Österreich-Ungarn; dazu die Erfahrung, wie das Deutsche Reich nach 1871 die Reparationen eintrieb.

Noch wichtiger: Frankreich war seit/durch den Krieg hoch verschuldet, besonders in den USA und GB. Ich habe mal gelesen, Frankreich hätte einer Stundung der Reparationen dmals durchaus zugestimmt, aber nur unter der Bedingung, dass auch der Schuldendienst gegenüber USA und GB ausgesetzt würde. Diese waren zwar durchaus bereit, Deutschland zu schonen, wollten aber auf eine Rückzahlung der frz. Schulden nicht verzichten. Daher der sehr harte frz. Kurs. Kann das jemand bestätigen?
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  #9  
Alt 10.01.2008, 17:41
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Thersites Beitrag anzeigen
Gabs bestimmt; ich würde aber die rein wirtschaftlichen Hintergründe in den Vordergrund stellen. sehr harte frz. Kurs. Kann das jemand bestätigen?
Nein, die Summe mit der Deutschland in Rückstand war war lächerlich gering. Das ist als ob du jemanden ins Gefängnis sperrst lassen würdest weil er dir die 4o Cent vom letzten Telefonat noch schulden würde.
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  #10  
Alt 10.01.2008, 20:24
Plebejer
 
Registriert seit: 07.01.2008
Beiträge: 11
Zitat von mozart Beitrag anzeigen
Nein, die Summe mit der Deutschland in Rückstand war war lächerlich gering. Das ist als ob du jemanden ins Gefängnis sperrst lassen würdest weil er dir die 4o Cent vom letzten Telefonat noch schulden würde.
Es ging wohl nicht um die Summe des deutschen Rückstandes, sondern aus französischer Sicht generell um eine Deckungsrechung der zu erhaltenen Reparationen gegenüber den rückzahlbaren Kriegskrediten. Das ist durchaus ein Aspekt gewesen, überhaupt keinen Verzug oder Zweifel an den deutschen Reparationsverpflichtungen aufkommen zu lassen.
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  #11  
Alt 23.01.2008, 00:36
Benutzerbild von EL_Mercenario
Quaestor
 
Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 168
Meines Wissens ging es bei der Ruhrbesetzung nicht um die Reperationen oder die Demütigung Deutschlands, sondern darum die Rheingrenze durchzusetzen indem man in den linksrheinischen Gebieten seperatistische Regierungen installierte und sie unter französischen "Schutz" stellte. Der Ruhrkampf diente dazu als vorbereitende Maßnahme um Deutschland zu destabilisieren und wehrlos zu machen.
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