Login
|
|
|
Forenübersicht
|
|
|
|
 |

07.12.2007, 14:45
|
 |
Plebejer
|
|
Registriert seit: 01.11.2007
Beiträge: 19
|
|
|
Literatur in der weimarer republik
moin, ich soll demnächst ein referat über die Literatur in den 20er jahren des letzten jahrhunderts halten, ich hatte 2 schulstunden zeit mich im internet darüber zu informieren.
mein resultat deckt sich weitestgehend mit einer facharbeit die man via google findet.
ich dacht mir jetzt sprech ich das thema mal hier im historik-forum an, da ich sicher bin es gibt allerhand von euch zu erfahren xD
also erstmal mein text:
Die Literatur in der Weimarer Republik
Die Neue Sachlichkeit:
Die literarische Strömung der Neuen Sachlichkeit fand ihren Anfang etwa 1920 – indem sie allmählich den Expressionismus als seine Gegenbewegung ablöste – und endete formal mit der Machtergreifung Hitlers. Es ist jedoch keinesfalls so, dass die Machtübernahme der Nationalsozialisten und ihre Kulturregelung ab 1933 eine prinzipiell neue Lage schafften.
Die Neue Sachlichkeit vollzieht einen radikalen Bruch mit dem im 19. Jahrhundert vorherrschenden Bild vom Menschen als Gefühlswesen und Individuum. Die „Sachlichkeit“, die Abwendung vom Emotionalen und von der realitätsfeindlichen Tradition des Ästhetizismus(schöne Dinge stehen über sittlichen, religiösen politischen und moralischen) , führte zu einer facettenreichen, ja widersprüchlichen Darstellung der Sache, der Wirklichkeit. Denn die Vorstellung von „Wirklichkeit“, der man sich nun erneut zuwandte, hatte in den letzten Jahren eine so weitgehende Veränderung erfahren (durch Freuds Psychoanalyse, Einsteins Relativitätstheorie, durch die vom bloßen „Sein“ ausgehende Existenzialphilosophie sowie durch die Verbreitung marxistischer Anschauungen), dass sich Literatur, die sich mit ihr auseinandersetzen wollte, notgedrungener Weise durch besondere Vielfältigkeit, je nach Standpunkt und Zielsetzung des Autors, auszeichnete. Die neue, vielschichtige Auffassung von Wirklichkeit zeigte sich wohl am unmittelbarsten in Döblins Berlin Alexanderplatz. Die Autoren der Neuen Sachlichkeit entwerfen „sachliche“ Typen, die zwar Gefühle haben, aber sie kaum artikulieren dürfen. So entstehen Romane, Erzählungen, Dramen und Gedichte, in denen die Wirklichkeit nüchtern und objektiv dargestellt wird – sie wird nicht dadurch verfälscht, dass sie gleichsam durch das fühlende Herz eines individuellen Helden wahrgenommen wird. Der Wald wird als Wald dargestellt und nicht als Auslöser innerer Erlebnisse (z. B. Liebe oder Selbsterkenntnis).Die Literaten fühlen sich an ihre Zeit gebunden und beschreiben sie in ihren Texten. Es geht ihnen um die Darstellung der wirtschaftlich-sozialen Realität und der Befindlichkeit einer ganzen Generation. Sie schreiben über die Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges (Zweig, Roth), über die Industrie der Weimarer Republik (Jung, Reger), über „die Angestellten“ (Kracauer, Keun, Fallada, Kästner, Fleißer) und ihre Lebensweise. Sie bejahen das mechanische Zeitalter, den technischen Fortschritt und zeigen Menschen, die mit der fortschreitenden Industrialisierung in Einklang leben – oder an ihr zerbrechen. Die Sprache der Neuen Sachlichkeit ist eine Alltagssprache, leicht verständlich und für jeden zugänglich. Es ist eine Sprache, die dem Verstehen der dargestellten (literarischen) Wirklichkeit nicht im Wege steht. Die Werke zielen auf Massenwirksamkeit und bieten den Menschen in der Weimarer Republik längst überfällige Leitbilder für ein Leben in der damaligen modernen Massen- und Mediengesellschaft.
Konkretes Beispiel:
Das Gedicht „Späte Zeit“ von Peter Huchel gehört zur Literatur der Weimarer Republik und ist ein typisches Gedicht der Neuen Sachlichkeit. Peter Huchel wurde 1903 geboren und erlebte somit den ersten Weltkrieg zwar sehr bewusst aber nicht an der Front. Nach dem Krieg beteiligte er sich am Kapp-Putsch und wurde dabei verwundet. Daraufhin änderte er seine politische Haltung grundsätzlich und wandte sich vom Rechtsextremismus ab. Die meisten seiner Werke sind sehr Landschafts- und Naturbezogen, doch die Natur wird nicht romantisch dargestellt.
Peter Huchel untergliederte dieses Gedicht in vier Strophen. Die erste besteht aus vier Versen, die zweite aus drei und die letzten beiden aus je zwei Versen. In jeder Strophe wird eine beobachtete Erscheinung in der Natur angeführt. Alle Erscheinungen werden darauf folgend mit dem Krieg in Verbindung gebracht. Pro Strophe wird eine in der Natur beobachtete Begebenheit genannt und mit einer im Krieg vorkommenden assoziiert(gekoppelt ist).
Die trockene Gefühllosigkeit kommt sehr deutlich zum Ausdruck. Es werden keine Gedanken oder Empfindungen des lyrischen Ichs genau geschildert, sie werden aber auch nicht außer Acht gelassen. Zumindest werden die Assoziationen zu den wahrgenommenen Tatsachen kurz genannt. Hiermit kommt auch die differenzielle Realitäts-Wahrnehmung, mit der sich die Literatur der Neuen Sachlichkeit besonders intensiv auseinander setzt, zum Ausdruck.
Politische und soziale Veränderungen, Erschütterungen:
Zu Beginn der 20er Jahre herrschte in Deutschland eine verzweifelte Stimmung, da der 1.weltkrieg verloren war und der Kampf um die politische Macht in Deutschland begann. Zudem kamen Aufstände von links und rechts, parallel zu denen versuchten die Sozialdemokraten eine Versorgung des Volkes zu sichern und die Stimmung zu verbessern.
Hinzu kommt das Krisenjahr 1923, dabei besonders der Ruhrkampf gegen die reperationszahlungsforderungen, die daraus entstehende Inflation und weitere aufstände beider extremistischer Parteien. Unter anderem sorgte auch der vertrag von Locarno(1925) für eine allg. Entrüstung des deutschen Volkes gegenüber der Regierung.
es fehlt noch der teil:wie reagierte die öffentlichkeit auf diese neuerung in der literatur?
weiß da jemand drüber bescheid???
mfg Neo
__________________
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!
|

09.12.2007, 21:57
|
|
Plebejer
|
|
Registriert seit: 12.04.2007
Ort: Hannover
Beiträge: 23
|
|
|
Ich wuerde definitiv noch Remarque's "Im Westen nichts Neues" erwaehnen: ein Kriegsklassiker, ausserdem eines der ersten Buecher, die das Leiden eines normalen Soldaten im Kriege beschreiben...hatte meines Erachtens nach nicht nur Linke beeinflusst, sondern vielmehr die gesamte Nachwelt. Krieg (vor allem der erste WK) wurden danach nicht mehr so gesehen wie davor.
|

08.07.2008, 16:27
|
|
Tribun
|
|
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 50
|
|
|
Jünger
Die Kriegsliteratur gehört natürlich dazu.
Und zwar von einem dessen Bücher in der WR Bestseller waren: Ernst Jünger.
Als seine großen Erfolge wären da zu nennen:
Die Auflagen gingen in die 100.000e.
Es ist gerade die Kriegsliteratur gewesen, die eine Renaissance erlebte.
__________________
"Die Nation kennt keine andere Grenze als die Kraft ihrer Männer." E.v.S.
Kürzlich entdeckt und für wichtig befunden: www.hitlers-reden.de
|
 |
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
Forumregeln
|
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
Letzte Themen
|
Konflikt um Südossetien
Views: 3223,
Antworten: 291
|
Russlands neue Stärke
Views: 1670,
Antworten: 90
|
Das Deutsche Reich, von...
Views: 210,
Antworten: 15
|
Marie Antoinette
Views: 568,
Antworten: 11
|
Geschichtliches Basiswissen
|
Wer war Schuld am 1....
Views: 6855,
Antworten: 291
|
Amerikanischer Bürgerkrieg
Views: 980,
Antworten: 27
|
Finanzspritzen der BRD
Views: 170,
Antworten: 12
|
Südtirol - Streit und Lösung?
Views: 787,
Antworten: 30
|
60 Jahre Israel
Views: 1965,
Antworten: 75
|
Die 5 großen D's
|
Studienumfrage:...
Views: 478,
Antworten: 12
|
"Bester" Panzer des WK2
Views: 3286,
Antworten: 70
|
Mars und die zwölf Schilde
|
Philologen am Start?
|
|
|
Letzte Links
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|