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28.09.2008, 11:16
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Proud Confederate
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Registriert seit: 12.04.2008
Ort: Alfter, ca. 10-20 km von Bonn entfernt
Beiträge: 129
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Nachfolger Hitlers
Hatte Hitler eigentlich konkret gesagt ob es nach seinem Tod einen Nachfolger geben würde?
Goebbelös wurde ja aus Notlast zum neuen "Führer" ernannt, aber was wäre passiert hätten wir den Weltkrieg gewonnen und Hitler würde im Sterbebett liegen?
Denn eigentlich sah Hitler nur in sich selbst den Führer, der über Deutschland herrschen sollte
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Ein wahrer Patriot ist der, welcher von Links- und Rechtsradikalen gleichermaßen angefeindet wird.
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28.09.2008, 11:24
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
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Wieder so ein NS-Thema.
Die Nachfolge ist eines der Kernprobleme jeder Diktatur. Je nach Gunst des Diktators werden verschiedene Leute als potenzielle Nachfolger gehandelt, das kann sich ständig ändern. Um die anderen hohen Amtsträger nicht zu verprellen vermeidet es der Diktator jedoch einen offiziellen Nachfolger zu benennen.
Je nach Gunstlage haben im Todesfall de Diktators verschiedene Personen eine unterschliedlich große Hausmacht und es kommt zum Machtkampf in der herrschenden Clique - Ausgang ungewiss. Ein Paradebeispiel für einen solchen Nachfolgerkampf ist in der UdSSR nach dem Tod Stalins zu sehen.
In den 30ern wurde Göring oft als potenzieller Nachfolger gesehen, im Krieg dürfte sich die Machtlage aber eher zu Gunsten Himmlers verschoben haben.
Der Tod des Diktators stellt aber auch die ganze herrschende Clique vor eine Herausforderung, da andere Machtblöcke im Herrschaftsbereich die Ereignisse zu ihren Gunsten nutzen könnten. Mit dem Tod Hitlers wäre eine Militärdiktatur der Wehrmacht nicht unwahrscheinlich gewesen, jedenfalls für den Fall dass der Tod während des Krieges passierte.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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28.09.2008, 11:27
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Proud Confederate
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Registriert seit: 12.04.2008
Ort: Alfter, ca. 10-20 km von Bonn entfernt
Beiträge: 129
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Zitat von Wulfnoth
Wieder so ein NS-Thema. 
Entschuldigung, aber die Zeit interessiert mich halt
Die Nachfolge ist eines der Kernprobleme jeder Diktatur. Je nach Gunst des Diktators werden verschiedene Leute als potenzielle Nachfolger gehandelt, das kann sich ständig ändern. Um die anderen hohen Amtsträger nicht zu verprellen vermeidet es der Diktator jedoch einen offiziellen Nachfolger zu benennen.
Je nach Gunstlage haben im Todesfall de Diktators verschiedene Personen eine unterschliedlich große Hausmacht und es kommt zum Machtkampf in der herrschenden Clique - Ausgang ungewiss. Ein Paradebeispiel für einen solchen Nachfolgerkampf ist in der UdSSR nach dem Tod Stalins zu sehen.
oder die Diadochenkriege nach Alexanders Tod
In den 30ern wurde Göring oft als potenzieller Nachfolger gesehen, im Krieg dürfte sich die Machtlage aber eher zu Gunsten Himmlers verschoben haben.
Wie kommst du darauf?
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28.09.2008, 11:30
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
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Beiträge: 848
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Bevor Hitler im Bunker der Reichskanzlei Selbstmord beging, bestimmte er Dönitz zu seinem Nachfolger. Bis dahin hatte er die Frage wohl verdrängt - was typisch ist für Diktatoren, sofern sie nicht Söhne haben.
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28.09.2008, 11:32
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Proud Confederate
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Registriert seit: 12.04.2008
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Zitat von Sokotra
Bevor Hitler im Bunker der Reichskanzlei Selbstmord beging, bestimmte er Dönitz zu seinem Nachfolger. Bis dahin hatte er die Frage wohl verdrängt - was typisch ist für Diktatoren.
Und wieso hat er gerade Dönitz bestimmt?
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28.09.2008, 11:39
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Proconsul
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Registriert seit: 04.08.2007
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Beiträge: 1.232
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Es gab keinen Kronprinzen. Möglicherweise wäre aber Goering der Nachfolger geworden, oder die Führungsclique hätte sich heillos selbst zerfleischt.
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28.09.2008, 11:39
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 848
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Dönitz war ein Bewunderer Hitlers und jener hielt ihn für einen treuen Gefolgsmann. Viel personelle Auswahl hatte Hitler ja auch zu dieser Zeit nicht mehr. Dönitz war zu jener Zeit an der Ostsee - von Berlin aus, das war wohl auch dem kranken Hirn Hitlers noch klar, ließ sich das Reich nicht mehr regieren.
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28.09.2008, 11:40
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.447
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Zitat von König Leonidas I.
Wie kommst du darauf?
Göring war in den 30ern der zweite Mann im Staat, im Krieg war die SS sehr mächtig geworden. Definitiv mächtig genug um den Reichsführer SS im Fall der Fälle auf die nötigen Posten zu hieven.
Zitat von König Leonidas I.
Und wieso hat er gerade Dönitz bestimmt?
So viele Alternativen hatte er ja nicht.
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28.09.2008, 11:51
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 848
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Nur zur Präzisierung: In seinem politischen Testament (gezeichnet am 29. April 1945 um 4 Uhr) schloss Hitler Göring noch schnell aus der Partei aus, ebenso wie Himmler.
Begründung: "Göring und Himmler haben durch geheime Verhandlungen mit dem Feinde, die sie ohne mein Wissen und gegen meinen Willen abhielten, sowie durch den Versuch, entgegen dem Gesetz, die Macht im Staate an sich zu reissen, dem Lande und dem gesamten Volk unabsehbaren Schaden zugefügt, gänzlich abgesehen von der Treulosigkeit gegenüber meiner Person."
Und weiter: "Um dem deutschen Volk eine aus ehrenhaften Männern zusammengesetzte Regierung zu geben, die die Verpflichtung erfüllt, den Krieg mit allen Mitteln weiter fortzusetzen, ernenne ich als Führer der Nation folgende Mitglieder des neuen
Kabinetts:
Reichspräsident: D ö n i t z
Reichskanzler: Dr. G o e b b e l s".
Goebbels verabschiedete sich ja dann auch, und Dönitz befolgte die Anweisung nicht in letzter Konsequenz.
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28.09.2008, 12:00
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Proud Confederate
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Registriert seit: 12.04.2008
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Beiträge: 129
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Zitat von Sokotra
und Dönitz befolgte die Anweisung nicht in letzter Konsequenz.
Wie ist das zu verstehen?
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Ein wahrer Patriot ist der, welcher von Links- und Rechtsradikalen gleichermaßen angefeindet wird.
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28.09.2008, 12:06
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Gesperrt
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Registriert seit: 29.07.2008
Beiträge: 410
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28.09.2008, 12:18
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 848
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Zu: "Dönitz befolgte die Anweisung nicht in letzter Konsequenz". Die Anweisung Hitlers war ja, den Krieg mit allen Mitteln weiter fortzusetzen. Mit Vollmacht von Dönitz unterzeichntete aber am 7. Mai Generaloberst Alfred Jodl die bedingungslose Kapitulation.
Übrigens ein Literaturtipp: Walter Lüdde-Neurath, Regierung Dönitz - die letzten Tage des Dritten Reiches, Druffel-Verlag 1981. Der Autor war seit September 1944 Adjutant von Dönitz und ständig an seiner Seite, ist also Zeitzeuge ersten Grades. Nach seiner Erinnerung wurde Dönitz von der Ernennung überrascht. Ich zitiere: "Dönitz ... äußerte an diesem Tage in engstem Kreise, er rechne angesichts des bevorstehenden restlosen militärischen Zusammenbruchs und nach Ausschaltung Görings und Himmlers nicht mehr damit, dass aus Berlin noch eine Anweisung hinsichtlich der Nachfolge oder gar einer Kapitulation erfolgen werde. In diesem Falle beabsichtige er, nach Hitlers Tod für die ihm unterstellten Verbände zu kapitulieren, selbst aber den Tod in einer letzten Kampfhandlung zu suchen, um jeden Verdacht persönlicher Feigheit für alle Zeiten auszuschalten ..."
Am 30 April abends um 18.35 Uhr erreichte Dönitz dann der Funkspruch seiner Ernennung zum Nachfolger durch Hitler - vom Autor des genannten Buches überreicht, wie dort nachzulesen ist.
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29.09.2008, 14:25
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Plebejer
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Registriert seit: 30.06.2008
Beiträge: 49
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Heydrich
Es wird in der neueren Literatur zu diesem Thema öfters die These aufgeworfen, daß Reinhard Heydrich von Hitler im Stillen als Nachfolger auserkoren worden war, insbesondere nachdem der zunächst und auch offiziell zum Nachfolger auserkorene Göring einerseits wegen seinem Hang zum faulen Wohlleben, andererseits wegen seiner militärischen Mißerfolge seit der verlorenen Luftschlacht um England von Hitler immer kritischer gesehen worden war.
Heydrich war - im Gegensatz zur übrigen Führungselite - eine Generation jünger, und repräsentierte sowohl von seiner Erscheinung, als auch von seinem kalt-rationalen Handeln als Polizeiführer und insbesondere als (zunächst nur faktischer) "Reichsprotektor" (etwa eine Art Gouverneur) der Rest-Tschechei das Ideal des neuen nationalsozialistischen Menschen, des SS-Manns. Seinem Vorgesetzten Himmler, der seinen Aufstieg und den der SS großenteils Heydrich zu verdanken hatte, war Heydrich bekanntermaßen seit längerem unheimlich geworden.
Beim Attentat in Prag war Heydrich nur relativ leicht durch Splitter verletzt worden. Bevor er aufgrund Blutverlustes ohnmächtig geworden war, hat er sich sogar mit seiner Pistole verteidigt, die fliehenden Attentäter sogar ein Stückweit zu Fuß verfolgt.
Seine Behandlung wurde sodann auf Himmlers Anordnung vom "Reichsarzt SS" Gebhardt übernommen, und man vermutet, daß er ihn auf Himmlers Geheiß "zu Tode pflegte". Diese Vermutung wird gestützt darauf, daß Gebhardt offensichtlich kurze Zeit später - und vermutlich wieder in Einvernehmen mit Himmler - den erkrankten Speer ähnlich zu Tode behandeln wollte; Speer ist dem jedoch entronnen, weil er im Gegensatz zu Heydrich bei Bewußtsein war, und sich auch aufgrund seiner persönlichen Nähe zu Hitler zu wehren vermochte.
Allgemein ist Hitler wohl von einer Nachfolgeregelung ähnlich der "Adoptivkaiser" der mittleren römischen Kaiserzeit ausgegangen, wonach der Führer seinen Nachfolger selbst bestimmt und ihn auch "erzieht". Wesentliche Bedeutung hat er dabei der Architektur des "Führerbaus" (nicht zu verwechseln mit der "Neuen Reichskanzlei") in den Plänen zur "Welthauptstadt Germania" beigemessen - sie solle, so Hitler zu Speer, auf seine Nachfolger inspirierend wirken.
Nach Heydrichs Tod und Görings offenkundigem Versagen hat sich Hitler der Nachfolgefrage nicht mehr angenommen. Wenn man Haffner glauben darf, war er sich zu dieser Zeit schon gewiss, daß es dessen nicht mehr bedürfen würde, und er den Verlust des Krieges gegen die SU schon seit etwa 1942 vor Augen hatte. Ich halte diese These zwar für etwas kühn - letztendlich ist es Spekualtion, basierend auf einer einzelnen, berühmt gewordenen Aussage im kleinen Kreis aus dem Krisenwinter 41/42 ("Dieser Krieg ist nicht mehr zu gewinnen.")
Jedenfalls hat die Nachfolge für Hitler kein Thema mehr dargestellt. Die letztendliche Regelung in seinem politischen Testament darf als eine Verlegenheitslösung in Angesicht seines kurz darauf erfolgten Selbstmordes bezeichnet werden.
Kurioserweise wurde Dönitz als testamentarisch bestimmter Reichspräsident zunächst von den Allierten anerkannt, die wenige Tage später vorgenommene Kapitulation der Wehrmacht wurde in seinem Namen vollzogen. Und etwa 6 Wochen lang hat Dönitz in einer Marineschule auch mit einer "Reichsregierung" amtiert - mit Duldung der Allierten, die sich seine Autorität gegenüber Wehrmacht und zivilen Dienststellen im Rahmen der Besetzung und Entwaffnung gerne zu nutze machten, bevor sie ihn mitsammt seinem Kabinett verhafteten.
In der späteren Folge hat man diese Fragen der Legitimität und Legalität der letzten Reichsregierung unter Dönitz niemals mehr juristisch zufriedenstellend gelöst. Man hat sie einfach liegenlassen, "ausgesessen" im Sinne Helmut Kohls - wenn man so will.
Die kuriose Folge ist bis heute, daß immer wieder "provisorische Reichsregierungen" durchs internet und die Boulevardpresse geistern, die juristisch durchaus nachvollziehbar behaupten, das Deutsche Reich würde fortbestehen, alles nach der Verhaftung Dönitzens sei illegal, sie seien die einzig berechtigten Vertreter des Deutschen Reiches und fordern die Übergabe der Regierungsgewalt durch die Bundesregierung, und stellen zuweilen Führerscheine u.ä. Dokumente aus.
Dabei übersehen sie jedoch meist, daß die Weimarer Reichsverfassung niemals aufgehoben worden war, und nach dem Tod des Führers, der in seiner Person und seinem Amt die Ämter des Reichspräsidenten und Reichskanzlers aufgrund des Ermächtigungsgesetzes formal legal vereint hatte, schlicht ein neuer Reichspräsident und/oder Führer in direkter Wahl zu wählen gewesen wäre, und eine testamentarische Übertragung des Amtes des Staatsoberhauptes mit allgemeinen Staatsrechtlichen Grundsätzen wie auch insbesondere denen einer Republik nicht vereinbar ist. Ein Staat ist nun mal kein Einfamilienhaus, daß man einfach so mit Testament jemandem vererben kann, wie man will.
Verfassungsmässiger Stellvertreter des Reichspräsidenten im Falle seines Todes (oder nicht nur vorübergehender Amtsunfähigkeit) vor Beendigung seiner Amtszeit war der Präsident des Reichsgerichts, was auch einmal - nach dem Tode Friedrichs Eberts - bereits so praktiziert worden war. Nach dem Tode Hindenburgs jedoch hatte der damalige Reichsgerichtspräsident aus wohl leicht nachvollziehbaren Gründen davon abgesehen, sich bei Hitler als dessen neuen Vorgesetzten vorzustellen.
Geändert von Kroni (29.09.2008 um 14:32 Uhr)
Grund: Schreibfehler; Ergänzung letzter Absatz
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29.09.2008, 14:41
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Proud Confederate
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Registriert seit: 12.04.2008
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Zitat von Sokotra
Zu: "Dönitz befolgte die Anweisung nicht in letzter Konsequenz". Die Anweisung Hitlers war ja, den Krieg mit allen Mitteln weiter fortzusetzen. Mit Vollmacht von Dönitz unterzeichntete aber am 7. Mai Generaloberst Alfred Jodl die bedingungslose Kapitulation.
Und was verstand Hitler unter "Bis zum Ende weiterkämpfen"?
Also weiterkämpfen hätte man nicht tuen können, denn die ganze Wehrmacht war ja de fato Nicht mehr organisiert und überhaupt versteh ich nicht, ob man überhaupt hätte weiterkämpfen können
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Ein wahrer Patriot ist der, welcher von Links- und Rechtsradikalen gleichermaßen angefeindet wird.
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29.09.2008, 19:56
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Nur ein Mensch.
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Zitat von König Leonidas I.
Und was verstand Hitler unter "Bis zum Ende weiterkämpfen"?
Also weiterkämpfen hätte man nicht tuen können, denn die ganze Wehrmacht war ja de fato Nicht mehr organisiert und überhaupt versteh ich nicht, ob man überhaupt hätte weiterkämpfen können 
Werwolf (Freischärlerbewegung ? Wikipedia)
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