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28.04.2006, 20:54
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die Schwarze
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Registriert seit: 28.02.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 195
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Pläne der USA
Hi!
Mein Vater hat mir erzählt, dass die USA den Plan hatte eine Atombombe in Dresden zu zünden, da es geographisch besonders gut liegt. Dresden liegt ja in einem Tal und die Strahlen würden sich nicht allzuweit ausbreiten. Doch als die Pläner verwirklicht werden sollten, war der Krieg schon vorbei und die Atombombe wurde in Japan gezündet.
Ist da was dran? Und wenn ja, kann mir jemand mal einen Link geben, wo das beschrieben wird?
Grüße
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28.04.2006, 21:49
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.005
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ich dachte immer, Leverkusen wäre das ziel gewesen
Dresden liegt nicht in einem wirklichen Tal, das kann man nicht gelten lassen
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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28.04.2006, 22:18
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Alterspräsident
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Registriert seit: 27.12.2005
Beiträge: 262
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Dresden, wie auch Magdeburg und sehr oft Mannheim werden immer wieder als vermeintliche mögliche Ziele der Amerikaner für ihre A-Bomben benannt.
Es soll schon in 1944 in der deutschen Vertretung in Lissabon einen Hinweis gegeben haben, Dresden mit einer A-Bombe anzugreifen, falls Deutschland nicht kapituliert.
Da bin ich etwas gespalten zu solchen Aussagen - der erste erfolgreiche Test lief am 16. Juli 1945; wer droht also mit Dingen, die er noch gar nicht hat.
Auch die Aussage Dresden sei ideal wegen der Tallage (Strahlung) halte ich für absolut irrelevant. Die Amerikaner haben später (als sie schon Kenntnis von den Strahlenauswirkungen hatten) auf freiem Gelände bis zu 40.000 Zuschauer (in "angemessener" Entfernung - 9 km) bei ihren Tests gehabt. Denen wäre die Strahlung über Deutschland genau so wurscht gewesen, wie über Japan - oder sogar eigenem Territorium!
Offizielle amerikanische Stellungnahmen zu dieser Frage wirst Du aber sicher kaum finden - höchstens des Inhalts, daß man bei weiterer Fortdauer des Krieges in Europa auch die Bombardierung deutscher Großstädte erwogen hätte. Bestimmte Ziele festzulegen hätte aber in einem dynamisch ablaufenden Kriegsgeschehen keinen Sinn gemacht, bevor man nicht wenigstens wußte, daß man diese Waffe zur Verfügung hat. Im Gegensatz zu Ideologen (die es auch bei den Amerikanern und noch mehr bei den Briten gegeben hat), entscheiden Oberbefehlshaber aber erfahrungsgemäß eher anhand der aktuellen Kriegssituation und nicht irgend eines Wunschbildes ... naja, bis auf den "Größten Feldherrn aller Zeiten" - aber der war ja auch eher Ideologe ...
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"Wer Frauen zu den Engeln zählt, ist Witwer oder unvermählt."
Wolfgang Salpeter
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29.04.2006, 08:46
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Propraetor
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Registriert seit: 23.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 537
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Die Atombombe wurde so oder so für Nazideutschland entwickelt man wollte damit alle Großstädte Deutschlands auslöschen. Zum Glück aber hat die Wehrmacht vorzeitig kapituliert denn sonst hätte Deutschland heute noch weniger Einwohner als das es jetzt schon der Fall ist. Nachdem die Atombombe für Deutschland fertig war mussten die Amis blöd aus Wäsche kucken weil Deutschland kapituliert hatte aber da war ja noch Japan wenn die USA nicht die Atombombe gebaut hätten müssten sie dann auch noch in Japan landen was wirklich sehr schwierig für die gewesen wäre da wäre der D-Day ein Witz gewesen.
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29.04.2006, 09:11
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naja, die US-Generäle rechneten mit ca. 20.000 toten bei einer Invasion. Wäre also nichts großes in einem Krieg in dem ganze Armeen ausgelöscht wurden.
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29.04.2006, 09:28
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Propraetor
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Registriert seit: 23.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 537
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Das sind nur angebliche Rechnungen beim D-Day hatten sie auch gesagt es würden nur ein paar tausend sein aber am ende wurden es ja deutlich mehr.
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29.04.2006, 13:00
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Alterspräsident
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Registriert seit: 27.12.2005
Beiträge: 262
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Original von Homer
Die Atombombe wurde so oder so für Nazideutschland entwickelt man wollte damit alle Großstädte Deutschlands auslöschen. Zum Glück aber hat die Wehrmacht vorzeitig kapituliert denn sonst hätte Deutschland heute noch weniger Einwohner als das es jetzt schon der Fall ist.
Die Atombombe wurde ganz allgemein für den Krieg entwickelt ... gegenüber Deutschland war es nur ein zeitlicher Wettlauf, wer sie zuerst hat - und gegen den anderen einsetzen könnte.
Um alle Großstädte auszulöschen - dazu hätte die Kapazität (und das vorhandene, angereicherte Uran) über lange Jahre nicht ausgereicht.
Selbst im August hatte man ja erst 2 einsatzfähige Bomben - die noch dazu unter Verwendung deutschen Urans gefertigt wurden.
Es gibt sogar Theorien, wonach eine der beiden Bomben gar keine amerikanische Eigenproduktion, sondern "Beutegut" aus Dt. gewesen wäre - woran ich aber nicht unbedingt glaube.
Original von Homer
Nachdem die Atombombe für Deutschland fertig war mussten die Amis blöd aus Wäsche kucken weil Deutschland kapituliert hatte aber da war ja noch Japan wenn die USA nicht die Atombombe gebaut hätten müssten sie dann auch noch in Japan landen was wirklich sehr schwierig für die gewesen wäre da wäre der D-Day ein Witz gewesen.
Nochmal zum nachrechnen - die Bombe war nicht für Deutschland fertig!
Als der erste Test startete, hatte Dt. bereits kapituliert - nicht zuletzt wegen des Vormarschtempos der Russen!
Was den Einsatz gegen Japan angeht - hier teile ich die offizielle Meinung (nur zur Verhinderung einer Invasion) nicht!
In der Endphase des Krieges (schon in Europa) war der Bruch zwischen SU und Westalliierten deutlich erkennbar; der kalte Krieg schon im Entstehen.
Gegenüber Japan entstand die Situation, daß Stalin Truppen aus Europa abzog und im Juli gegen Japan aufstellte - eine Invasion der Russen war absehbar! Das hätte aber die amerikanische Vorherrschaft im Pazifik-Raum gefährdet! Japan wäre ebenfalls geteilt worden und eine russsche Einflußsphäre wäre dort entstanden.
Deshalb zählte jeder Tag, deshalb mußten die Amerikaner Japan "überstürzt" zur Kapitulation zwingen - obwohl diese bereits anhand der verbliebenen Resttruppen sowie japanischer Verhandlungsversuche absehbar war.
Gleichzeitig war der Einsatz der A-Bomben ein Signal an die SU ... guckt mal, was wir haben ... damit könnten wir auch Euch ...
Im Übrigen spricht für die Theorie, daß der Einsatz sowohl "Freilandversuch", als auch Signal an die restliche Welt war, die Tatsache, daß die Amerikaner die Bomben ohne Vorwarnung an die Japaner eingesetzt haben ...
... ich denke nämlich, daß ein "Warnschuß" auf eine der vielen kleinen, tw. unbewohnten Inseln durchaus das gleiche Ergebnis gebracht hätte - ja, vielleicht sogar schon ein dem Tenno zugespielter Film des Trinity-Tests.
Möglichkeiten, dies auf semi-diplomatischem oder geheimdienstlichem Wege zu realisieren hätte es gegeben!
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"Wer Frauen zu den Engeln zählt, ist Witwer oder unvermählt."
Wolfgang Salpeter
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25.10.2007, 02:00
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Plebejer
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Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 32
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Das mit der A-Bombe kann ich mir aus den bereits genannten Gründen ebenfalls nicht vorstellen. Allerdings hatte ich vor kurzem gelesen, dass die Alliierten den Plan hatten andere Kampfstoffe [ob B oder C, da bin ich mir gerade nicht sicher] zum Einsatz zu bringen. Solche Pläne wurden dann aber angesichts der Notwendigkeit einer Bodenoffensive aufgegeben.
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31.10.2007, 12:34
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Quaestor
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Registriert seit: 17.10.2007
Beiträge: 116
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Die USA verfolgte gemeinsam mit GB (Churchill) von Anbeginn an die Strategie „Germany first“ während des 2. WK. Grund war der extrem dynamische und anfangs auch überraschend erfolgreiche Kriegsverlauf für Hitler in Europa. Außerdem hatte Deutschland das größere industrielle Potential und wissenschaftliche Know How um auf Dauer gegen eine anglo-amerikanische Allianz der Seemächte bestehen zu können.
Außerdem verbreitete ein amerikanischer Seekriegsstratege (dessen Namen mir entfallen ist) schon vor dem 1.WK die Theorie von unangreifbaren strategischen Blöcken, die alle notwendigen industriellen und ökonomischen Grundlagen enthielten um „unbesiegbar“ zu sein. Er sah in einem Seeblock (GB und USA mit ausreichendem „Kolonialbesitz“) einen solchen unangreifbaren Block und hatte deutlichen Einfluß auf die seestrategischen Konzepte der USA wie GB, was den erheblichen Anwachs der US-Marine vor und während des 1.WK erklären kann…..
Ich will hier nicht weiter ins Detail, aber als Alternative zu diesem „Block“ kam der „Kontinentalblock“ ohne maritime Komponente in die Diskussion. Deutsche Überlegungen während des 1.WK und vor allem unter Hitler zielten in die gleiche Richtung: Wenn die industrielle Kapazität Festlandeuropas, kombiniert mit den reichen Bodenschätzen und Agrarflächen Südrusslands (und vielleicht auch Nahosts) in einer Hand wären, würde ein autarker Festlandsblock jedem Angriff des „Seeblocks“ - und anders herum – widerstehen können.
Wie nahe Hitler mit der Eroberung dieses „Kontinentalblocks“ kam ist der Grund für die Strategie des „Germany first“ gewesen. Die „Atombombe“ als Konzept wurde in GB gestartet und schließlich im Manhattan-Projekt alle westalliierten Kräfte gebündelt die Atombombe möglichst schnell fertig zu stellen. Allen Planern war klar, dass nur Deutschland das dringendste und natürlichste Ziel einer solchen Bombe sein konnte um ein autarkes Hitler-Europa zu verhindern oder es trotzdem in die Knie zwingen zu können. Auch Albert Einstein befürwortete diesen Plan und rief zum Bau und Einsatz dieser Bombe während des Krieges auf. Schließlich glaubten sich die Westalliierten im Wettlauf um die Atombombe mit Deutschland, das vor dem Krieg und in der Weimaer Republik führend in der Atomforschung gewesen war. Allem Anschein nach hat es von deutscher Seite aber keinen nachhaltigen Versuch gegeben die Atombombe zu bauen, auch weil Hitler wohl kein Vertrauen in diese „jüdische Physik“ hatte. Die Gerüchte um eine deutsche Atombombe sind nie ganz verstummt und ein Autor hat vor kurzem (ohne Beweise) über eine „schmutzige deutsche Atombombe“ ein Buch veröffentlicht. Im Allgemeinen wird nicht davon ausgegangen das eine deutsche Atombombe wirklich ernsthaft in der Entstehung gewesen ist. Die vermutete „schmutzige Bombe“ des deutschen Autors meinte auch nur eine relativ konventionelle Bombe mit atomarer Komponente die angeblich kurz vor Kriegsende noch unterirdisch irgendwo in Thüringen gezündet worden sei….
Nach all dem kann ich nur sagen dass die USA davon ausging in Deutschland die ersten Atombomben einzusetzen. Die Zielplanung war vor der deutschen Kapitulation noch nicht abgeschlossen, zumal konventionelle Bombenangriffe die Zahl der „lohnenden Ziele“ sowieso ständig einschränkte…
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31.10.2007, 21:13
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Plebejer
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Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 32
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Ich schließe mich dir zwar in dem Punkt an das das NS-Regime keine A-Bombe besaß, aber wie kommst du darauf:
...auch weil Hitler wohl kein Vertrauen in diese „jüdische Physik“ hatte.
?
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31.10.2007, 22:09
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Zitat von Nero
Hi!
Mein Vater hat mir erzählt, dass die USA den Plan hatte eine Atombombe in Dresden zu zünden, da es geographisch besonders gut liegt. Dresden liegt ja in einem Tal und die Strahlen würden sich nicht allzuweit ausbreiten. Doch als die Pläner verwirklicht werden sollten, war der Krieg schon vorbei und die Atombombe wurde in Japan gezündet.
Ist da was dran? Und wenn ja, kann mir jemand mal einen Link geben, wo das beschrieben wird?
Grüße
Zitat von Scipio
ich dachte immer, Leverkusen wäre das ziel gewesen
Dresden liegt nicht in einem wirklichen Tal, das kann man nicht gelten lassen
Interessant aber, so erinnere ich mich an eine Quelle aus einem Buch über die deutsche Atomforschung, wählten auch die Nationasozialisten eine Gegend nahe Dresden um schmutzige Bomben zu testen. Ich bin mir nicht sicher, in wie weit diese Theorie "anerkannt" war...
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01.11.2007, 12:06
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Quaestor
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Registriert seit: 17.10.2007
Beiträge: 116
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Zuerst mal ein Nachtrag zur genannten "Kontinentalen Strategie" und der "Seekriegsstrategie" bei Blockbildung. Mahan ist der "Prophet" der Seemacht gewesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Thayer_Mahan
Zu seinem maßgeblichen Buch steht auch was bei Tante Wiki:
http://de.wikipedia.org/wiki/The_inf...r_upon_history
...purer Imperialismus halt!
Zitat von dora
..aber wie kommst du darauf:
?
Du meinst die "Jüdische Physik"? Ja, das ist ein großer Quatsch und ein weiterer Punkt wie verbohrt Hitlers Ideologie war. Ehe ich mir hier die Finger wund tippe greife ich nochmal zu Tante Wiki. Dort ist ein Artikel zur "Deutschen Physik", die als bewusster Gegenpol zur angenommenen "Jüdischen Physik" propagiert wurde. Kommentar: Hirnrissig!
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Physik
Übrigens blieb es bei dieser Verrücktheit nicht. In seinem Wahn ein neues deutsches Übervolk zu schaffen musste sogar das Christentum von jüdischen "Verunreinigungen" befreit werden. Es gab die Bewegung der "Deutschen Christen" die sich Hitler anbiederte. Unter der traditionell ausgerichteten Gegenbewegung der "Bekennenden Kirche" die derartigen Unsinn ablehnte gab es daraufhin viele Märtyrer wie etwa Dietrich Bonhoeffer. Auch dazu findet sich einiges bei Wiki. Der Faschismus versuchte die deutsche Nation auf völlig neue, absurde Grundlagen zu stellen!
Zitat von Novalis
Interessant aber, so erinnere ich mich an eine Quelle aus einem Buch über die deutsche Atomforschung, wählten auch die Nationasozialisten eine Gegend nahe Dresden um schmutzige Bomben zu testen. Ich bin mir nicht sicher, in wie weit diese Theorie "anerkannt" war...
Die Theorie wird weitgehend Abgelehnt. Die vorgelegten Fakten sollen nicht ausreichen. Ich habe das Buch nicht gelesen. Hier ein Artikel des Stern zu diesem Buch:
http://www.stern.de/wissenschaft/nat....html?nv=hp_rt
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01.11.2007, 20:33
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Plebejer
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Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 32
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Das die deutsche Wissenschaft insgesamt z.Z. des Dritten Reichs stark von NS-Ideologie durchdrungen war und diese für sich selbst zu nutze machen wollte [um die unmöglichsten Utopien umzusetzen, als Karriereförderung usw.] war mir bekannt. Das Beispiel mit der Physik ist mir allerdings neu.
Ja, ich meinte mit dem Zitat die Ablehnung der Atombombe als "jüdische Physik".
Allerdings hab ich jetzt folgendes gefunden:
Mit Uranprojekt bezeichnet man allgemein die Versuche der deutschen Naturwissenschaft und Technik während des Zweiten Weltkrieges, die 1938 entdeckte Kernspaltung technisch nutzbar zu machen. Wesentliche Mitarbeiter des Projektes waren Paul Harteck, Kurt Diebner, Walther Gerlach, Otto Hahn, Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Uranverein
Steht das dann nicht im Widerspruch zueinander?
Soweit ich weiß gibt es 3 Interpretationen dafür, dass das Dritte Reich keine A-Bombe baute:
1. Das moralische Gewissen verhinderte dies. [  ]
2. Man hielt die Technik bzw. Waffe für nicht kriegsentscheidend.
3. Deutsche Physiker haben den Bau engagiert verfolgt, sind aber gescheitert.
Letzteres halte ich persönlich für am wahrscheinlichsten.
Auch soll man selbst davon überzeugt gewesen sein, dass die USA eine A-Bombe weder bauen kann noch bauen wird.
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02.11.2007, 15:11
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Quaestor
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Registriert seit: 17.10.2007
Beiträge: 116
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Ich sehe keinen Widerspruch. Du musst bedenken das es Krieg war und alle Mittel von Personal bis hin zu Material äußerst knapp. Wie knapp zeit eine Verfügung der Luftwaffe, die 1940 den Krieg schon für gewonnen ansah und alle langfristigen Projekte stoppen ließ, die nicht binnen 2 Jahren Einsatzreif sein würden! Mit den frei gewordenen Mitteln sollte die Produktion erhöht werden. Eine irrsinnige Maßnahme, die nicht voll zur ausführung gab aber die Grenzen des Machbaren anzeigt.
Wie soll unter diesen Umständen ein Klima existiert haben in dem Wissenschaftler mit Energie und ausreichenden Mitteln an einer A-Bombe hätten bauen können, wenn die zugrunde liegende wissenschaftliche Arbeit als ideologisch "Jüdisch" von höchster Seite aus abgelehnt wurde?
Ironie am Rande: Hitler soll meines Wissens wirklich moralische Bedenken in der Art gehabt haben das er eine Kettenreation für nicht mehr aufzuhalten angesehen haben soll. Er hatte als wissenschaftlicher Analphabet Angst davor das in diesem Fall der ganze Planet untergehen würde. Ob wahr oder nicht, ich kann es mir bei einem Mann vorstellen der Zeitlebens nicht in Flugzeuge stieg die einziehbare Fahrgestelle haben, weil er Bedenken hatte diese würden bei der Landung nicht wieder ausfahren... Eine besondere Form von Flugangst
Damit bin ich auch aus diesem Thread raus
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02.11.2007, 15:55
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Zitat von dora
Soweit ich weiß gibt es 3 Interpretationen dafür, dass das Dritte Reich keine A-Bombe baute:
1. Das moralische Gewissen verhinderte dies. [ ]
...
So unwahrscheinlich dieser Grund auch zutreffen mag, so unsinnig ist es aber dann doch nicht, immerhin verzichtete man auch auf Chemische Waffen obwohl es die im Überfluss gab
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