30.08.2008 - 11:02
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #31  
Alt 14.05.2008, 18:04
Kafka
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Thersites Beitrag anzeigen
Wie gesagt, ich seh das ähnlich wie mit den Deserteuren: Es gab eine Millionen gute Gründe, sich aus der Nazi-Wehrmacht zu verabschieden, und es gab Gründe, die noch heute unter Strafe stehen; und da wir heute nicht mehr nachvollziehen können, welche im Einzelfall zutrafen, ist mE die beste Lösung, alle Verurteilungen aufzuheben. Wegen "in dubio pro reo" und, wie gesagt, die gesamteJustiz des NS-Staates zweifelhaft genug ist.
Und wenn rehabilitieren wir als nächsters? Mörder die in der Zeit 33-45 hingerichtet wurden? Versehen mit einem Denkmal "Hier ruht der 4-fach Mörder xxx der 1937 auf bestialische Weise getötet wurde und keine Chance auf eine demokratische Hinrichtung hatte"

?
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  #32  
Alt 14.05.2008, 19:11
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.228
Thersites schrieb eindeutig, dass es auch heute noch Desertationsgründe gibt die stafbar sind, aber aufgrund der Aktenlage ist eine Einzelprüfung in diesem Fall nicht möglich. Hier gilt dann eben im Zweifel für den Angeklagten, was auch dir ein Begriff sein sollte.

Wenn wir einen Mörder als Individuum haben, mit Prozess und Aktenlage gibt es keinen Grund das Urteil posthum aufzuheben.
Das ändert aber nichts daran, dass jedes Urteil der NS-Justiz dreimal gewendet und gesichtet werden muss bevor man es absegnet. Siehe den Prozess von der Lubbe wo sich die Bundesjustiz sehr ausführlich mit den damaligen Urteilen beschäftigt und sie keineswegs zur gänze aufhob. Erst '98 (nach Verabschiedung des NS-AufhG) hob man das Urteil komplett auf, eben wegen nationalsozialistischer Motive bei der Verurteilung zum Tode.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.

Geändert von Wulfnoth (14.05.2008 um 19:14 Uhr).
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  #33  
Alt 15.05.2008, 00:30
Benutzerbild von EL_Mercenario
Quaestor
 
Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 136
Zitat von Kafka Beitrag anzeigen
Um um das zu stoppen rammst du deinem besten Freund das Messer in den Rücken? Das ist ja krank.
Jemand, dem man ein Messer in den Rücken rammen muß, um das zu stoppen, ist nicht mein Freund. Und es geht mir bestens, danke.

---------------------------------

Zitat von Jason Beitrag anzeigen
Es ist mir zumindest nicht bekannt, daß ein solcher Verräter solches verhindern konnte.
Die Anzahl der Zivilisten, die von den Deutschen im 2. WK pro Tag ermordet wurde, lässt sich leicht errechnen. Und die Anzahl der Tage, die das Morden andauerte, ergab sich aus der Anzahl der Kameraden, die noch am Leben waren, um dafür zu kämpfen, dass das Morden weiter gehen konnte. Je weniger Kameraden, desto weniger Tage, an denen Züge nach Auschwitz rollen können.
Wenn also ein Verräter dafür sorgt das X Kameraden sterben, dann können Y Nicht-Kameraden überleben. Simple Statistik
__________________
"Eine Kuh kann nicht wiehern und ein Pferd hat kein Euter" - Kord der Suchende
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  #34  
Alt 15.05.2008, 02:17
Plebejer
 
Registriert seit: 27.10.2005
Ort: Aargau / CH
Beiträge: 33
Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Die Anzahl der Zivilisten, die von den Deutschen im 2. WK pro Tag ermordet wurde, lässt sich leicht errechnen. Und die Anzahl der Tage, die das Morden andauerte, ergab sich aus der Anzahl der Kameraden, die noch am Leben waren, um dafür zu kämpfen, dass das Morden weiter gehen konnte. Je weniger Kameraden, desto weniger Tage, an denen Züge nach Auschwitz rollen können.
Wenn also ein Verräter dafür sorgt das X Kameraden sterben, dann können Y Nicht-Kameraden überleben. Simple Statistik
Na mein lieber Himmel, was fuer eine abstruse Moral hast denn du bitteschoen? Das haut dem Fass ja den Boden raus. Du wuerdest tatsaechlich deine Kameraden fuer eine Gleichung ermorden? Weisst du ueberhaupt, was Kameradschaft ist?
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  #35  
Alt 15.05.2008, 09:12
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 835
Es geht hier darum daß einige hier das Leben von x als mehrweitig gegenüber dem Leben von y einstufen.

Um das einmal bildhaft darzustellen: Bei einem Busunglück hast du die Möglichkeit 20 dir fremde Leute, darunter auch Kinder aus der Fahrgastzelle zu retten, oder aber durch einen risikoreiche Rettungsoperation deinen dir sehr gut bekannten Freund,der Busfahrer ist. Du stehst also vor der Wahl: 20 Leute, oder dein Freund, die sterben werden. Was würdest du tun?


Ich würde mich für die 20 entscheiden, allein schon deshalb, weil dort Kinder sind. Im übrigen bin ich mir sicher, daß das auch mein Freund so sehen würde.

Geändert von Titus_Livius (15.05.2008 um 09:14 Uhr).
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  #36  
Alt 15.05.2008, 09:56
Ädil
 
Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 253
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Es geht hier darum daß einige hier das Leben von x als mehrweitig gegenüber dem Leben von y einstufen.

Um das einmal bildhaft darzustellen: Bei einem Busunglück hast du die Möglichkeit 20 dir fremde Leute, darunter auch Kinder aus der Fahrgastzelle zu retten, oder aber durch einen risikoreiche Rettungsoperation deinen dir sehr gut bekannten Freund,der Busfahrer ist. Du stehst also vor der Wahl: 20 Leute, oder dein Freund, die sterben werden. Was würdest du tun?


Ich würde mich für die 20 entscheiden, allein schon deshalb, weil dort Kinder sind. Im übrigen bin ich mir sicher, daß das auch mein Freund so sehen würde.
Ich halte nicht viel von solchen Theoriespielchen.
Wie man sich verhält oder entscheidet, weiß man immer erst, wenn man selbst dabei war.
Das gilt für den Busunfall wie auch für den zweiten Weltkrieg.
Den Busunfall können wir wenigstens noch aus der Perspektive der heutigen Zeit beurteilen. Beim Weltkrieg ist das deutlich schwerer.

Jeder kann heute sagen, vor allem angesichts der Bildung, der Erziehung die er genossen hat und angesichts der Tatsache, daß wir aus unserer Position nahezu umfassend über das Geschehen informiert sind, wie er handeln würde.

Sich wirklich in die damalige Zeit hineinfühlen, können nur die wenigsten und nur, wenn man eine Menge Faktoren einkalkuliert.
Pauschal den Moralapostel raushängen zu lassen, mag ins Bild-Online-Forum passen.
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Glory, glory to old Ireland,
glory, glory to this island,
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who fought and died,
"No surrender" is the war cry of
the Belfast Brigade.
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  #37  
Alt 15.05.2008, 10:35
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 835
Sicher ist es aus der Retroperspektive einfacher zu reden, aber speziell im Bereich der Wehrmacht gab und gibt es Menschen, die einfach mittendrin anstatt nur dabei waren. Und da kristallisiert sich heraus, daß die einen bis zuletzt Nationalsozialisten waren und andere wiederum aus anderen Motiven kämpften. Hauptsächlich waren dann die anderen Motive: Angst, daß "der Russe" in Deutschland aus Rache genauso wütet, wie die Deutschen zuerst in der UdSSR (also das Beschützen der Familie), einfaches mechanisches Handeln, weil man sowieso nichts mehr verlieren konnte, wenn die eigene Familie schon tot war und psychologische Traumata, weil man wußte, daß man außerhalb des eigenen kleinen Truppenteils nicht mehr klarkommt.

Und das bedeutet schließlich auch die Beschäftigung mit Geschichte. Die Betrachtung der Vergangenheit mit neuen Erkenntnissen und daraus resultierenden Fragestellungen.
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  #38  
Alt 15.05.2008, 10:57
Kafka
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von EL_Mercenario Beitrag anzeigen
Jemand, dem man ein Messer in den Rücken rammen muß, um das zu stoppen, ist nicht mein Freund. Und es geht mir bestens, danke.
Du willst mich anscheinend nicht verstehen. Es geht mir nicht darum die du die SS Schergen hinter der Front mit einer Bombe in die Luft jagst, sondern um den Wehrmachtssoldaten der neben dir kämpft und mit dem du vielleicht schon zusammen zu Schule gegangen bist und seit Kindestagen kennst. Warum rammst du ihm ein Messer in den Rücken?

@Titus Livius

Aber das würde er dir ja nicht übel nehmen, gell? Er weiß ja das du ihn für eine Gute Sache geopfert hast, gell

Und übrigens, natürlich gibt es Menschen deren Leben höher eingestuft werden sollte wie andere. Zum Beispiel Familie, Freunde, oder im Krieg Kameraden.

Wenn du das nicht so siehst, bist du der kälteste, gefühlloseste Mensch den ich je kannte. Wer solche Freunde wie dich hat, braucht keine Feinde mehr.
Mit Zitat antworten
  #39  
Alt 15.05.2008, 12:39
Ädil
 
Registriert seit: 19.02.2008
Beiträge: 253
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen

Und das bedeutet schließlich auch die Beschäftigung mit Geschichte. Die Betrachtung der Vergangenheit mit neuen Erkenntnissen und daraus resultierenden Fragestellungen.
Richtig, aber man kann keine moralischen Urteile fällen, wenn man nicht im Bilde ist, wie die Sozialisation von Otto Normalbürger damals ablief.
Wir haben eine enorme Obrigkeitshörigkeit damals, ein Bruchteil des heutigen Bildungsniveaus.
Das Radio war gerade erst im Kommen, die Zeitungen weit entfernt von Pressefreiheit.
Informationen sind zum Großteil noch von Mund zu Mund gewandert.
Disziplin und Pflichterfüllung besaßen ganz andere Bedeutung.
Demokratie war etwas, was stets als fremd und erfolglos erlebt wurde und Krieg war tatsächlich noch eine Fortführung von Staatspolitik mit anderen Mitteln.

Wenn ich versuche das alles miteinzubeziehen und mich in einen durchschnittlichen Arbeiter der damaligen Zeit hineinzudenken, dann ist das einzige dessen ich mir gewiß bin, eine kleine Basis moralischer Grundwerte, die mir verboten hätte, andere zu denunzieren, zu diffamieren oder mich an einem Völkermord zu betreiben. Das wohlgemerkt nur soweit, wie meine eigene Existenz nicht durch Zuwiderhandlungen gefährdet wäre.

Das ist aber auch alles. Über das Regime des Dritten Reiches hätte ich wohl lange Zeit ein positives Bild gehabt, hätte wie viele, viele andere wohl fleißig zum Wohle Deutschlands mitgewirkt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich das Gegenteil offenbart hätte.

Wer lediglich aus der ex post Sicht heraus urteilt und sagt:
So wie ich eben bin wäre ich damals definitiv der absolute Widerstandskämpfer gewesen, weil ich ja sofort gewußt hätte, daß alles verbrecherisch ist, ist für mich ein absoluter Spinner.

Der letzte Absatz soll jetzt kein Vorwurf an meinen Vorredner sein.
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  #40  
Alt 15.05.2008, 20:55
Benutzerbild von EL_Mercenario
Quaestor
 
Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 136
Zitat von dayrider Beitrag anzeigen
Weisst du ueberhaupt, was Kameradschaft ist?
Ich weiß, wer die Kameraden sind und ich kenne ihre Vorstellung von Moral, ja.

------------------

Zitat von Beckmann Beitrag anzeigen
Jeder kann heute sagen, vor allem angesichts der Bildung, der Erziehung die er genossen hat und angesichts der Tatsache, daß wir aus unserer Position nahezu umfassend über das Geschehen informiert sind, wie er handeln würde.
Es geht nicht darum, was ich oder wer anders in der damaligen Situation getan hätte, sondern um eine moralische Wertung des Geschehens.

------------------------------------

Zitat von Kafka Beitrag anzeigen
Du willst mich anscheinend nicht verstehen. Es geht mir nicht darum die du die SS Schergen hinter der Front mit einer Bombe in die Luft jagst, sondern um den Wehrmachtssoldaten der neben dir kämpft und mit dem du vielleicht schon zusammen zu Schule gegangen bist und seit Kindestagen kennst. Warum rammst du ihm ein Messer in den Rücken?
Weil er und seine Kameraden mich an die Wand stellen, wenn ich es nicht tue. Weil mein Bruder ein Jude ist, den ich somit vor meinen Kameraden zu schützen hoffe. Es gibt viele Gründe.
Was ist denn geworden aus den lieben jüdischen Kameraden, die im 1. WK Seite an Seite mit ihren nicht-jüdischen Kameraden fürs Vaterland gekämpft haben. Haben sich die arischen Kameraden vielleicht vor ihre jüdischen Kameraden gestellt oder haben sie sie verraten und ihnen ein Messer in den Rücken gerammt? Einmal ein Verräter, immer ein Verräter, nicht wahr?
__________________
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  #41  
Alt 15.05.2008, 23:11
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 711
Die Anzahl der Zivilisten, die von den Deutschen im 2. WK pro Tag ermordet wurde, lässt sich leicht errechnen. Und die Anzahl der Tage, die das Morden andauerte, ergab sich aus der Anzahl der Kameraden, die noch am Leben waren, um dafür zu kämpfen, dass das Morden weiter gehen konnte. Je weniger Kameraden, desto weniger Tage, an denen Züge nach Auschwitz rollen können.
Wenn also ein Verräter dafür sorgt das X Kameraden sterben, dann können Y Nicht-Kameraden überleben. Simple Statistik[/quote]


Das ganze System war ein unrechtssystem, das stimmt schon. Und die deutschen Soldaten haben für eine falsche Sache gekämpft. Aber den Grund Kameraden zu verraten sehe ich immer noch nicht. Da waren Deserteure doch eher "mutiger" wie Kriegsverräter. Im übrigen ist das wirklich ein ziemlich mieser Charakter, der selbst vom Feind nicht respektiert wird. Und ich würde diesen Leuten nicht partout solche hehren Motive für den Verrat unterstellen. Ich weiß es nicht, aber ich kann mir vorstellen, daß es wie immer um materielle Vorteile ging...

In der Hölle von Dante werden nicht die Mörder sondern die Verräter am härtesten bestraft.

Off topic:
Liest Du die Comics von Segrelles?? Ich finde sie auch toll, der Mercenario auf seinem fliegenden Drachen! Einfach bombastisch!
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"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."

Geändert von Jason (15.05.2008 um 23:20 Uhr).
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  #42  
Alt 15.05.2008, 23:30
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 835
Und ich würde diesen Leuten nicht partout solche hehren Motive für den Verrat unterstellen. Ich weiß es nicht, aber ich kann mir vorstellen, daß es wie immer um materielle Vorteile ging...
Ein gekauftes Offizierskorps unter Generaloberst Beck. Also auch Stauffenberg gekauft wie die Weiße Rose und all die anderen Widerständler. Kannst das ja mal den Angehörigen der Ermordeten erzählen... .
Mit Zitat antworten
  #43  
Alt 16.05.2008, 00:17
Kafka
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Jason Beitrag anzeigen
Das ganze System war ein unrechtssystem, das stimmt schon. Und die deutschen Soldaten haben für eine falsche Sache gekämpft. Aber den Grund Kameraden zu verraten sehe ich immer noch nicht. Da waren Deserteure doch eher "mutiger" wie Kriegsverräter. Im übrigen ist das wirklich ein ziemlich mieser Charakter, der selbst vom Feind nicht respektiert wird. Und ich würde diesen Leuten nicht partout solche hehren Motive für den Verrat unterstellen. Ich weiß es nicht, aber ich kann mir vorstellen, daß es wie immer um materielle Vorteile ging...
Um Gottes Willen wie kommst du denn darauf. Verräter handeln immer selbstlos!

El-Mercenario hat anscheinend zuviel Hollywood geschaut, in denen tatsächlich immer ein heldenhafter Kämpfer auftritt der nur für das Gute kämpft und dem eine materielle Entschädigung vollkommen fremd ist.

Du weichst permanent aus indem du die persönliche Ebene der Kameradschaft ausschaltest - aber beinahe einzig darauf beruht Kameradschaft. Vertrauen in den Nebenmann.

Auch dir sei gesagt, wer Freunde wie dich hat, braucht keine Feinde.

Was Kameradschaft tatsächlich ist davon hat er keinen blasen Schimmer.

Das ist zum anderen sehr bedauerlich, zum anderen aber auch wieder was gutes, zeugt es doch von der langen Friedenszeit in Europa.

In der Hölle von Dante werden nicht die Mörder sondern die Verräter am härtesten bestraft.
Schönes Zitat.

Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Ein gekauftes Offizierskorps unter Generaloberst Beck. Also auch Stauffenberg gekauft wie die Weiße Rose und all die anderen Widerständler. Kannst das ja mal den Angehörigen der Ermordeten erzählen... .
Du kannst doch die Weiße Rose nicht mit dem militärischen Widerstand gleichsetzen.
Mit Zitat antworten
  #44  
Alt 16.05.2008, 09:44
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 835
Waren Hans Scholl und andere nicht Angehörige der Wehrmacht?

Und was waren die Motive sich vom System abzuwenden?
Eben, die Erfahrungen und Erlebnisse an der Ostfront. Speziell der laufende Völkermord gegen die "Untermenschen".
Mit Zitat antworten
  #45  
Alt 16.05.2008, 15:54
Kafka
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Waren Hans Scholl und andere nicht Angehörige der Wehrmacht?

Und was waren die Motive sich vom System abzuwenden?
Eben, die Erfahrungen und Erlebnisse an der Ostfront. Speziell der laufende Völkermord gegen die "Untermenschen".
Ich denke u.a. einer Sophie Scholl kann man nicht absprechen im Sinne der Menschlichkeit gehandelt zu haben.

Ein Stauffenberg jedoch hat aus dem selben Grund gehandelt wie später ein gewisser Heidrich Kontakt mit den Westalliierten aufnehmen wollte.
Er wollte mit seinen Mitverschwörern dne Krieg zugunsten Deutschlands wenden.

Der elementare Unterschied wird auch dir klar?
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Stichworte
kriegsverrat, kriegsverräter, rehabilitierung


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