05.09.2008 - 21:54
Historik Forum
Die Weltkriege Der Bereich für die Zeit der Weltkriege und die Zeit dazwischen.
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  #1  
Alt 27.01.2008, 00:23
Benutzerbild von K. Ropp
Praetor
 
Registriert seit: 08.10.2007
Ort: Rheingau
Beiträge: 391
Die Weimarer Republik - Eine Demokratie ohne Demokraten?

Als einen Grund für das Scheitern der Weimarer Republik wird immer wieder die damals noch mangelnde demokratische Gesinnung der meisten Deutschen genannt.

Ich finde, man kann dies nicht so einfach stehen lassen, denn bis 1932 wurden mehrheitlich demokratische Parteien in den Reichstag gewählt, es wären also demokratische Koalitionen unter Ausschluss der NSDAP und der KPD möglich gewesen.

Was ist eure Meinung dazu?
__________________
Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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  #2  
Alt 27.01.2008, 00:45
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 712
Meine Kenntnisse sind nicht so gut in Materie. In Italien kam ja bereits Anfang der 20er der Faschismus an die Macht. Grund dafür war unter anderem auch der Wille, eine ordnende Kraft zu etablieren. Die Borgeoisie fürchtete das Chaos, genau so wie in D. Streikende Arbeiter, drohender Kommunismus, angeblicher Verfall von abendländischen, christlichen Werten. Dies alles konnte von einer Demokratie nicht gestoppt werden.
__________________
"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #3  
Alt 27.01.2008, 11:28
MacX
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich würde mal sagen, es war eine Mischung aus fehlender oder schlechter Erfahrung mit Demokratie, der Scham über die Entstehung der Republik, die ja nur aus der militärischen Niederlage herrührte, und der katastrophalen Folgen der Weltwirtschaftskrise, die man leicht dem System in die Schuhe schieben konnte.
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  #4  
Alt 27.01.2008, 11:39
Thete
 
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 732
Die DNVP kann man wohl kaum als demokratische Partei bezeichnen; auch in der DVP gab es starke monarchistische Bestrebungen, die sich im Prinzip das alte Kaiserreich zurückwünschten. Die "Weimarer Koalition" aus SPD, DDP und Zentrum, die Parteien also, die wahrhaft zur Republik standen, hatten eher selten eine Reichstagsmehrheit.
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  #5  
Alt 27.01.2008, 11:43
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.247
Meine Meinung dazu lässt sich eigentlich aus dem anderen momentan aktuellen Thema über Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht herauslesen aber ich kann es es gerne noch einmal darstellen.
Die Weimarer Republik ist daran gescheitert, dass sie von niemandem außer der SPD wirklich gewollt war und unterstützt wurde.
Du sprichst von einer demokratischen Mehrheit bis '32. Ja welche denn? Das Zentrum, die DNVP etc. waren keine wirklichen Demokraten, die eine waren Katholikenlobbyisten und in der anderen saßen die Unterstützer eines von Papen. Beide haben dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt.
Genau genommen war aber Weimar unter Berücksichtigung dieser möglichen Problematik konzipiert worden, dummerweise war die Kontrollinstanz in Form von Paul von Hindenburg ebenfalls kein glühender Verfechter der Republik. Er hätte die Verfassung niemals gebrochen aber er nutzte jedes Schlupfloch um sie von rechtskonservativer Seite zu unterlaufen.

Alles was oben angeführt wurde die Weltwirtschaftskrise, Versailles etc. halte ich für psychologische Ausreden der Altnazis weshalb sie Hitler gewählt haben.
Als Hindeburg Mitte der 20er Reichspräsident wurde ging es allen verhältnismäßig prächtig.
Nein eine gute Republik kann sowas ohne Probleme meistern oder wo bleibt unsere Faschistenregierung bei der Ölkrise in den 70ern oder beim Zusammenbruch der New Economy 2000? Die Kontrollinstanzen von Weimar wollten Hitler nicht aber sie wollten die Republik genau so wenig und international gab es keine demokratische Lobby die Druck auf Weimar ausgeübt hätten. Die 30er sind ein faschistisches Jahrzehnt.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #6  
Alt 27.01.2008, 12:08
mozart
Gast
 
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Politikverdrossenheit bei den Bürgerlichen
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  #7  
Alt 27.01.2008, 12:22
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.247
Zitat von mozart Beitrag anzeigen
Politikverdrossenheit bei den Bürgerlichen
Ich hatte mal eine Grafik die, die einzelnen Wahlergebnisse (ich glaube es waren 12 in 14 Jahren) aufschlüsselte - auch nach Wahlbeteiligung. Von Politikverdrossenheit kann da keine Rede sein, es gehen nie 100% zur Wahl.
__________________
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  #8  
Alt 27.01.2008, 12:48
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
Srry. Bei den Bürgerlichen Parteien natürlich. Interessanterweise ist es heute genau umgekehrt. Die Verdrossenheit bei den Bürgern. (vielen zumindest - und auch die die Wählen gehen tun das selten mit Freude)
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  #9  
Alt 27.01.2008, 13:03
Quaestor
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 130
Bei der Wahl zur Nationalversammlung am 19.01.1919, also noch vor Versailles, haben die staatstragenden Parteien, ich meine hier MSPD, USPD, DDP, Zentrum, BVP über 76% der abgegebenen Stimmen erhalten.Die Wahlbeteilung lag bei etwas über 83%. Ich bin mir nicht sicher, ob man die DVP durchgehend als wirklich staatstragend bezeichnen kann.



Bereits am 06.Juni 1920 sah das aber ganz anders aus. Die MSPD verlor ca. 16 %. Die USPD hingegen legte um 10 % zu. Die DDP hat auch 10 % ihrer Stimmen eingebüßt. Zentrum und BVP haben ihren Anteil , zusammengerechnet, in etwas gehalten. Von 466 Mandaten, haben die genannten Parteien 271 Sitze errungen, also eine Mehrheit der Sitze.

Die Menschen in Deutschland haben ihr ganzes Leben in einen autokratischen System verbracht, sie kannnten überhaupt gar nichts anderes. Das sollte man nicht außer Acht lassen. Dann ist hier die psychologisch gar nicht zu unterschätzende Dolchstoßlegende, die u.a. auch von Herrn von Hindenburg mit in die Welt gesetzt worden war, zu berücksichtigen. Es hat doch überhaupt nie eine vernünftige und sachliche Aufarbeitung über die Ursachen und Schuld des Krieges gegeben. Viele Deutsche gingen davon aus, das dies ein "gerechter Verteidigungskrieg" war. Und dann bekommen sie in den Artikeln 227 bis 233 um die Ohren geschlagen, das auschließlich nur Deutschland schuld sei. Das war natürlich Wasser auf den Mühlen der rechten Rattenfänger. Die Alliierte haben es der Republik und ihren Demokraten wirklich nicht besonders leicht gemacht, denn sie wollten zwar in Deutschland eine Demokratie,a ber es scheerte sie ein Dreck, das dieses neue politisches System in Deutschland auch überlebensfähig war. Es ging in der wichtigen ersten Phase der Republik den Alliierten mehr um Rache als um Versöhung.


Deshalb bin ich durchaus der Meinung, das man Versailles und die Folgen in Rechung stellen muss. Auch Scheidemann ist aufgrund der überzogenen Versailler Bedingungen zurückgetreten; ehe sollte ihm doch die Hand verdorren.

Auch die permanente Ohnmacht gegenüber den Alliierten, ich möchte hier nur die Besetzung des Ruhrgebietes durch französische und belgische Truppen nennen, zu berücksichtigen.
__________________
"Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden." [Walter von Siemens]

Geändert von Bruckner (27.01.2008 um 13:07 Uhr).
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  #10  
Alt 27.01.2008, 13:09
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
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Ort: Bremen
Beiträge: 6.247
Zitat von Bruckner Beitrag anzeigen
Bei der Wahl zur Nationalversammlung am 19.01.1919, also noch vor Versailles, haben die staatstragenden Parteien, ich meine hier MSPD, USPD, DDP, Zentrum, BVP über 76% der abgegebenen Stimmen erhalten.Die Wahlbeteilung lag bei etwas über 83%. Ich bin mir nicht sicher, ob man die DVP durchgehend als wirklich staatstragend bezeichnen kann.
Würdest du die USPD wirklich als staatstragende Partei bezeichnen? Gerade für 1920 möchte ich das doch stark anzweifeln.

Deshalb bin ich durchaus der Meinung, das man Versailles und die Folgen in Rechung stellen muss. Auch Scheidemann ist aufgrund der überzogenen Versailler Bedingungen zurückgetreten; ehe sollte ihm doch die Hand verdorren.
1945 kapitulierte Deutschland bedingungslos und war ebenfalls Alleinschuldig für den Krieg. Die Menschen hatten ebenfalls 12 Jahre autoritäres Regime hinter sich.
Nein Versailles ist ein zu einfaches Erklärungsmuster für einen zu komplizierten Akt. Versailles wird zur Übergröße hochstilisiert damit man nicht erklären muss weshalb das gesamte deutsche Volk dermaßen unfähig und unmenschlich war, weshalb die alten Eliten so katastrophal versagten.

Auch die permanente Ohnmacht gegenüber den Alliierten, ich möchte hier nur die Besetzung des Ruhrgebietes durch französische und belgische Truppen nennen.
Das war ab Mitte der 20er, spätestens ab Locarno erledigt. Lange vor den Erdrutschwahlen für die NSDAP.
__________________
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  #11  
Alt 27.01.2008, 13:52
Quaestor
 
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Beiträge: 130
Das war ab Mitte der 20er, spätestens ab Locarno erledigt. Lange vor den Erdrutschwahlen für die NSDAP
Das ist ja durchaus zutreffend, obwohl die Verhinderung der angetrebten Zollunion durch Frankreich war auch nicht harmlos. Das wieder erneut ein gefundenes Fressen für die Nazis oder die DNVP und Hugenberg.
Aber, in der m.E. so wichtigen ersten Phase, in der die Republik und die Demokraten den Monarchisten und den linken und rechten Radikalen hätten zeigen könne, das die demokratische Republik ein hervorragendes politisches, und ganz wichtig, stabiles System ist, war das Gefühl des "Ausgeliefertsein" gegenüber den Alliierten doch sehr groß. Da wurden denn schon sicher Sehnsüchte nach den wilhelminschen Großsprechern geweckt.

1945 kapitulierte Deutschland bedingungslos und war ebenfalls Alleinschuldig für den Krieg. Die Menschen hatten ebenfalls 12 Jahre autoritäres Regime hinter sich.
Nein Versailles ist ein zu einfaches Erklärungsmuster für einen zu komplizierten Akt. Versailles wird zur Übergröße hochstilisiert damit man nicht erklären muss weshalb das gesamte deutsche Volk dermaßen unfähig und unmenschlich war, weshalb die alten Eliten so katastrophal versagten
Also ob Deutschland 1914 wirklich ganz und gar der Alleinschuldige war, möchte ich bezweifeln. Ich würde sagen, das Deutschland einen ganz erheblichen und wohl auch den größten Teil der Schuld zu verantworten hat ,aber Alleinschuld, nein.

Die Ausgangssituation 1945 war doch eine ganz andere. Deutschland war vollständig von den Alliierten besetzt worden. Das Ende des Ersten Weltkrieges endete mit dem "Friedensvertrag" von Versailles. Trotz nicht unerheblicher territorialer Verluste und trotz der Entmilitarisierung war Deutschland potentiell eine Großmacht geblieben. Ganz anders war die Situation 1945, denn der Zweite Weltkrieg endete mit der bedingungslosen Kapitulation und der Teilung Deutschlands, von denen beide Teile später auch noch in ganz unterschiedliche Mächtsblöcke integriert worden sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde also der deutsche Nationalstaat zerschlagen und der Gedanke an eine Nation schwierig. Nach dem Ersten Weltkrieg blieb für die Politiker und auch die Bevölkerung der Nationalstaat aber als solches erhalten. Das gleiche galt mit Sicherheit auch für das ausgeprägte Nationalbewußtsein, was nach dem Zweiten Weltkrieg sich verflüchtig hatte. Da galt das verständliche Motto: "Hurra, wir leben noch." Deshalb bin ich der Meinung, das man die beiden fundamentalen unterschiedlichen Ausgangssituationen nach den beiden Weltkriegen nicht wirklich miteinander vergleichen kann.

Würdest du die USPD wirklich als staatstragende Partei bezeichnen? Gerade für 1920 möchte ich das doch stark anzweifeln.
Die USPD hat aber immerhin gemeinsam mit der MSPD Verantwortung in einer kritischen Situation gezeigt und gemeinsam mit ihr eine vorläufige Regierung (Rat der Volksbeauftragten) gebildet. Sie trat auch energisch, im Gegensatz zur KPD, für die Wahlen zur Nationalversammlung ein. Die USD war in sich nicht einig, denn es gab einen starken linken Flügel, der stark mit der KPD symathisierte. Diese Leute sind ja dann auch bei der Vereinigung von MSPD und USPD zur KPD übergetreten.
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Geändert von Bruckner (27.01.2008 um 15:24 Uhr).
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  #12  
Alt 27.01.2008, 14:05
Spender
 
Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 682
Zur Ursprungsfrage: Der spätere Bundespräsident Theodor Heuss und Reinhold Maier, der spätere Ministerpräsident von (damals) Württemberg-Baden hatten beide für das Ermächtigungsgesetz gestimmt. Sie waren dennoch Demokraten.
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  #13  
Alt 27.01.2008, 14:09
Benutzerbild von Wulfnoth
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.247
Zitat von Sokotra Beitrag anzeigen
Zur Ursprungsfrage: Der spätere Bundespräsident Theodor Heuss und Reinhold Maier, der spätere Ministerpräsident von (damals) Württemberg-Baden hatten beide für das Ermächtigungsgesetz gestimmt. Sie waren dennoch Demokraten.
Wer für ein solches Gesetz gestimmt hat kann zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich demokratisch gedacht haben, denn auch wenn man nicht wusste was wirklich kommt hat dieses Gesetz nicht einen Funken Demokratie in sich. Die Übertragung absoluter Macht an die Exekutive spottet jeglichen demokratischen Grundsätzen.
Meinungen und Ansichten können sich durch Erfahrungen aber ändern, das ist ja zum Glück das gute am Menschen.
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  #14  
Alt 27.01.2008, 14:13
Plebejer
 
Registriert seit: 20.01.2008
Beiträge: 5
1918, als Hindenburg und Ludendorff einen Waffenstillstand wollten, haben sie die konstitutionelle in eine parlamentarische Monarchie umgewandelt, weil die USA das so wollte.
Also war die neue Staatsform von außen erzwungen und nicht die Entscheidung der Deutschen.
Aber war die Gründung der Weimarer Republik an sich doch dann schon von den Deutschen beschlossen? Der erste Schritt, demokratische Ansätze - den Parteien in der parlamentarischen Monarchie mehr Macht - war nicht von ihnen getan worden, aber die endgültige Entscheidung für Demokratie schon. ??
Oder kann man allgemein sagen: Die Demokratie ist nicht von Deutschen beschlossen worden, sondern vom Ausland. Gibts irgendwelche konkreten Bestimmungen von den Aliierten? Da war ich mir nämlich nicht mehr sicher.
Hoff, ihr habt die Lösung. :-)
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  #15  
Alt 27.01.2008, 14:22
Benutzerbild von Wulfnoth
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.247
Mehr Macht den Parteien zu übertragen hatte in der Nationalversammlung mit Sicherheit eine Mehrheit und die Aufstände am Ende des Krieges zeigten auch dass das alte System überholt war und auch als solches betrachtet wurde.
Ob man aber auf die Monarchie komplett verzichten wollte steht auf einem andere Blatt.

Es ist übrigens nicht so, dass Wilhelm II. noch große Zustimmung erntete, das wurde dann während der Weimarer Zeit hoffnungslos verklärt. Ein Großteil des Adels und des Großbürgertums war von der Art der Amtsführung seitens Wilhelms sehr enttäuscht. Man darf nicht vergessen, dass er von einem Adeligen abgesetzt wurde und nicht von einem Revolutionär.
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demokraten, demokratie, weimarer republik


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