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18.04.2007, 14:49
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Weltkriegsrelikte II
Da habe ich meine gesamte Kindheit in einem hamrlosen 5.000 Einwohner Dorf im Südosten Schleswig Holsteins verbracht und bin nicht einmal drauf gekommen, darüber nachzudenken, auf was für "Ruinen" wir so gespielt haben...
Kürzlich bin ich durch Zufall auf den tatsächlichen Hintergrund gestoßen.
Da hat sich doch tatsächlich ein Luftwaffentanklager in meinem Örtchen gefunden, das kurz vor Kriegsende von amerikanischen Bombern umgepflügt wurde...
Bei dem unscheinbaren Tümpel handelt es sich um die Reste eines Schwimmtankes für Flugzeugbenzin, das ganze Gelände ist übersäht davon.
Ich bitte die Qualität der Fotos zu entschuldigen, sie stammen aus einer Zeit in der ich noch nicht photographieren konnte.
Mich würds mal intressieren, ob noch irgendjemand solche Relikte in seiner Umgebung kennt...
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18.04.2007, 15:01
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Brotwurst
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Registriert seit: 16.03.2007
Beiträge: 143
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mein Heimatort ist eine 3000 Seelengemeinde in Südkärnten an der Drau. Dort begab es sich 1945, dass eine komplette Armee sich den Engländern ergeben hat und sämtliche Waffen und Munition in die Drau geworfen wurden.
Vor ca. 15 Jahren wurde der Fluss dann mit Hilfe der Kraftwerke in dem Gebiet trockengelegt und Spezialisten des Bombenkommandos haben dann das ganze Arsenal gesichert, bzw Munition gesprengt.
Wir, als 14-jährige Dummköpfe, haben natürlich Wind davon bekommen und sind in der Nacht bei den Wachen vorbei und haben uns Stücke geholt. Ihr hättet mal das Gesicht meines Vaters sehen sollen, als ich mit einer Panzerfaust und ein paar verrosteten Flakgranaten nach Hause gekommen bin ^^
Das tragische bei der Geschichte ist, dass die Armee (Namen leider vergessen) zum Teil aus Kosaken bestanden hat, die von den Engländern zurück nach Russland geschickt wurden. Was mit denen dort geschah kann man sich leider nur allzugut vorstellen...
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18.04.2007, 15:18
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Historiddler
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Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 832
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In meinen Heimatort gibt es soweit mir bekannt ist keine Relikte aus dem zweiten Weltkrieg, höchstens aus früheren Konflikten. In einem Nachbarort gab es aber ein Außenlager des KZ Flossenbürg.
Im "Studienort", also Regensburg gibt es mehr Relikte. Einerseits Luftschutzbunker in der Stadt - die allerdings keinen ausreichenden Schutz geboten hätten, da die Betondecke viel zu dünn gewesen wäre (der Stadtkern wurde aber auch nie gezielt bombardiert) - andererseits die Überreste vom Messerschmittwerk. Die Fläche ist in der Zwischenzeit weitgehend überbaut, auf freien Stellen gibt es aber angeblich noch Ganganlagen, in denen man auch Munition etc. finden soll.
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μηδὲν ἄγαν
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18.04.2007, 15:26
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Praetor
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Registriert seit: 03.11.2006
Ort: Belgien
Beiträge: 351
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Bei werden desöfteren Munition und dergleichen gefunden und irgendwo in der Nähe gibts noch einen Luftschutzbunker.
Ich glaub in fast jeder Region lässt sich sowas finden, ist ja immerhin "erst" 50 Jahre her...
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Schon Schiller sagte: "Durch diese kalte Hose wird er kommen!"
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18.04.2007, 15:43
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
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Hier in Bremen wimmelt es nur so von Bunkern aber ich denke das ist normal. Und dann natürlich noch der U-Boot-Bunker Valentin draußen vor der Stadt.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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18.04.2007, 16:17
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Zitat von Wulfnoth
Hier in Bremen wimmelt es nur so von Bunkern aber ich denke das ist normal. Und dann natürlich noch der U-Boot-Bunker Valentin draußen vor der Stadt.
Ja, stimmt. Darunter sehr intressante Konzepte wie der Spitzbunker der ehemaligen Focke Wulf Werke an der Pfalzburger Str.
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18.04.2007, 16:21
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.006
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Unsere Stadt hat sowas nicht gehabt, war aber ein Knotenpunkt bei Nachschubslieferungen und wurde deshalb völlig zerstört.
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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18.04.2007, 19:32
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Quaestor
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Registriert seit: 29.11.2006
Ort: Im schönen Oberbayern
Beiträge: 133
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Das Nachbarstädten bestand bis vor dem Krieg nur aus einem Bauernhof. Dann wurden dort im Wald eine Sprengstoff- und eine Munitionsfabrik errichtet. Dynamit AG und Deutsche Sprengstoff Chemie. Nach dem Krieg wurde ein Teil der Bunker gesprengt und zugeschüttet. Die Masse diente als Unterkünfte für Heimatvertriebene.
Tja und heute ist es eine der größten Städte in der Gegend. Eine Menge Firmen arbeiten immernoch in den alten Bunkern und so manche Familienhäuser sind noch umgebaute Bunker. Das Rathaus ist das ehemalige Verwaltungsgebaude.
Wir haben uns da mal alte Lagepläne organisiert und nach zugeschütteten Bunkern gesucht.
Bunker die die Kühlwasserversorgung regelten haben wir gefunden und den Eingang zum alten Kraftwerk das gesprengt wurde wieder freigelegt.
Wenn man weis wo man einsteigen muss kann man die gesamte Stadt unterirdisch durch die alten Wartungsgänge durchwandern.
Meine Ausbildung habe ich in den alten Bunkern der DAG gemacht
Wer sich dafür interessiert bei der Stadt handelt es sich um Geretsried in Oberbayern.
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Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.
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18.04.2007, 21:03
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.598
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hmm, mich hauts echt um, ich kenne geretsried, war dort schon 100 mal, wäre aber NIE auf die idee gekommen dass das nette städtchen vor 60 jahren noch eine munitionsfabrik war...
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20.04.2007, 03:51
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Quaestor
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Registriert seit: 29.11.2006
Ort: Im schönen Oberbayern
Beiträge: 133
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Na dann hab ich einen Link für dich:
http://www.a-wagner-online.de/zwangs.htm#Kapitel6
Im Geretsrieder Archiv existieren eine Menge Bilder. Besonders die Bilder der Allierten Luftaufklärer sind sehenswert. Kannst ja mal vorbeischaun, wir konnten uns da ohne weiteres durcharbeiten.
edit: Den Text hier tippe ich übrigens während ich gerade auf dem Geländer der ehem. DSC Sitze
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Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.
Geändert von Ythor (20.04.2007 um 04:30 Uhr)
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12.07.2007, 18:05
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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wirklich geretsried ? war auch schon einige male dort .. waren harte gegner beim fußbal..l aber dass die stadt erst im dritten reich seine ausmaße erreicht hat hätte ich nie gedacht.
"Das tragische bei der Geschichte ist, dass die Armee (Namen leider vergessen) zum Teil aus Kosaken bestanden hat, die von den Engländern zurück nach Russland geschickt wurden. Was mit denen dort geschah kann man sich leider nur allzugut vorstellen..." von Wurstwasser
das waren doch die lienzer kosaken. kene die auch erst seit james bond.. sein ehemals bester freund und gegenspieler war doch einer von denen.
in unserem dorf hat der krieg sich nur einmal gezeigt als eine fliegerbombe daneben gegangen ist und neben dem dorf einen krater gesprengt hat. da kommt auch der einzige bombentote unseres ortes her.. in dem krater ist danach einer ertrunken.
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01.08.2007, 22:11
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Tribun
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Registriert seit: 27.07.2007
Ort: NRW
Beiträge: 79
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Bie mir in der Stadt steht ein großes Chemie Werk das im 2.Wk von den Allierten bombadiert wurde und da stehen in dem Wald um dieses Werk herum Bunker und auf der Straße dort hin steht vor jedem Wohnhaus was extra für die Werksarbeiter gebaut wurder einer.
Und ansonsten gibt es bei uns in der Stadt noch vereinzelt Bunker, da es bei uns noch viele Zechen gibt.
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Kenntnisse kann jedermann haben,
aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur. Friedrich d. Grosse
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