20.08.2008 - 12:41
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Zeitgeschichte Hier sind alle Themen der Zeitgeschichte zu finden. (Deutsche Definition von Z.)
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  #16  
Alt 29.03.2008, 20:11
Konsul
 
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Das ist doch kein zeitgemäßges System, das ist gerade zu archaisch und im Zeitalter der Globalisierung geradezu selbstzerstörerisch. Das einzige was Europas und damit auch Deutschland zu bieten haben im internationalen Wettbewerb ist Knowhow und das möglichst einer breiten Masse. Mit solchen Systemen gewinnt man da keinen Keks.

Das Gegenteil ist der Fall. Und genau liegt der Unterschied zwischen deiner Denkweise und meiner. Einig sind wir uns wohl in dem Punkt, daß der Arbeitsmarkt in Zukunft hochspezialisierte Fachkräfte benötigt. Du meinst aber: ich muß nur lange genug mit der Kuh sprechen, damit sie auch Kakao gibt und nicht nur Milch und ich meine, daß das nie funktioniert, sondern daß es anderer Lösungen bedarf, um Kakao zu bekommen.


Der zweite Bildungsweg ist Schwachsinn, weil du dann in de Regel zu Alt für den Arbeitsmarkt bist und produktive Jahre dadurch regelrecht staatlich verschwendet werden.
Ich wüßte nicht, wo in der Volkshochschule, also der 2. Bildungsweg neben der Arbeit, die Produktivität beeinflussen sollte.


Ach und die Lösung ist Zwangsterilisation der Unterschicht? Reflektierst du auch was du hier schreibst?

Muß ja nicht gleich Zwangssterilisation sein, aber Streichung des Kindergeldes reicht schon vollkommen. Einen Sinn hat das System sowieso nicht, sondern ist einzig noch ein Überbleibsel nationalsozialistischer Familienpolitik, da damit nur die Quantität belohnt wird und keine Qualität.




Ah und woher beziehst du dieses bahnbrechende Wissen? Begabung auch Intelligenz sind wie Pflanzen. Wird nicht gegossen, wächst auch nichts.
Ausnahmen stellen höchstens die Kinder von Suchtkranken dar, da Schäden während der Schwangerschaft wirklich bleibend sein können.
Da simmer wieder bei der Kuh und dem Kakao. Ist dir noch wirklich nie aufgefallen, daß Menschen unterschiedliche Intelligenzquotienten haben und auch unterschiedlich in der Schule abschneiden? Und außerdem sind nicht alle weniger Begabten nun Alkoholikerkinder. Sie haben nur ihre Fähigkeiten auf anderen Gebieten. Z.B. als Hauswirtschafter. Können ja auch nicht alle Menschen Häuptling werden. Ein paar Indianer brauchts dann auch noch.
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  #17  
Alt 29.03.2008, 20:25
Benutzerbild von Jan
Jan Jan ist offline
Patriot
 
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Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen

Muß ja nicht gleich Zwangssterilisation sein, aber Streichung des Kindergeldes reicht schon vollkommen. Einen Sinn hat das System sowieso nicht, sondern ist einzig noch ein Überbleibsel nationalsozialistischer Familienpolitik, da damit nur die Quantität belohnt wird und keine Qualität.
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  #18  
Alt 29.03.2008, 20:37
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.206
Das Gegenteil ist der Fall. Und genau liegt der Unterschied zwischen deiner Denkweise und meiner. Einig sind wir uns wohl in dem Punkt, daß der Arbeitsmarkt in Zukunft hochspezialisierte Fachkräfte benötigt. Du meinst aber: ich muß nur lange genug mit der Kuh sprechen, damit sie auch Kakao gibt und nicht nur Milch und ich meine, daß das nie funktioniert, sondern daß es anderer Lösungen bedarf, um Kakao zu bekommen.
Es bedarf Fachkräfte, die haben wir auch heute noch aber vor allem bedarf es vieler hochgebildeter Menschen, heute studieren gerade mal 20% eines Jahrgangs und da liegen wir im OECD-Vergleich sehr weit hinten. Das liegt auch an unseren Bildungssystem und dem Elitegedanken einiger Menschen hier. Der Neidfaktor und der Ständeklüngel in Deutschland ist immens, anstatt eine durchlässige Gesellschaft für Austiegschancen zu schaffen haben alle Angst um ihren eigenen Status und glauben dass sie bei einer durchlässigen Gesellschaft selbst absteigen. Das ist übrigens etwas was die 68er ohne Probleme überdauert hat.

Ich wüßte nicht, wo in der Volkshochschule, also der 2. Bildungsweg neben der Arbeit, die Produktivität beeinflussen sollte.
Wenn ich Reaschule mache, dann eine Ausbildung und dann z.B. meinen Meister fange ich durchschnittlich mit ~25 Jahren an zu Studieren, bin also frühestens mit 30 fertig. Die mögliche Arbeitskraft wird dadurch um 5 Jahre beraubt.
Anscheinend beruht aber dein ganzer Gedankengang darauf es möglichst schwer und umständlich zu machen. So funktioniert kein System.

Muß ja nicht gleich Zwangssterilisation sein, aber Streichung des Kindergeldes reicht schon vollkommen. Einen Sinn hat das System sowieso nicht, sondern ist einzig noch ein Überbleibsel nationalsozialistischer Familienpolitik, da damit nur die Quantität belohnt wird und keine Qualität.
Euthanasie ich hör dich läuten. Wer bestimmt die Qualität von Leben? Hat das Kind eines Arbeiters weniger Recht zu leben?
Aber eigentlich hat Jan dazu schon alles gesagt.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #19  
Alt 29.03.2008, 21:59
Benutzerbild von TigerMC
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Ort: München
Beiträge: 2.393
ja leck mich einer am ... was ist denn das für eine meinung, krass...
Die, die weniger schlau, weniger glück mit dem einkommen der eltern hatten oder einfach nur das pech dass ihre eltern keine aristokraten sind, sind sollen keine kinder mehr machen/oder erst garnicht auf der welt sein? Wow das übertrifft glaub ich so ziemlich alle kranken gedanken die ich in diesem forum je gelesen habe...

Geändert von TigerMC (29.03.2008 um 22:08 Uhr).
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  #20  
Alt 29.03.2008, 23:05
Konsul
 
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Mit Euthanasie hat das überhaupt nichts zu tun, sondern mit der schlichten Realität. Ich kenne halt viele Hartz IV Bezieher, die nur Kinder zeugen, um Kindergeld zu bekommen, was durch die Eltern in Alkohol,Zigaretten und Luxusgüter umgesetzt wird. Das da nichts Gescheites, weder für die Kinder, noch für den Steuerzahler rauskommt, ist nunmal bittere Wahrheit.

Wenn ich Reaschule mache, dann eine Ausbildung und dann z.B. meinen Meister fange ich durchschnittlich mit ~25 Jahren an zu Studieren, bin also frühestens mit 30 fertig. Die mögliche Arbeitskraft wird dadurch um 5 Jahre beraubt.
Anscheinend beruht aber dein ganzer Gedankengang darauf es möglichst schwer und umständlich zu machen. So funktioniert kein System.
Das System kann ganz einfach sein. Realschule für alle und Selektion der Gymnasiasten ab Klasse 8. 12 Schuljahre insgesamt und dann Universität, Möglichkeit eines Berusabschlusses mit Abitur und 2. Bildungsweg über Volkshochschule. Der Universitätsunterricht dann mit festem Stundenplan, sowie das auch an den Bundeswehruniversitäten der Fall ist und dann flutscht das auch. Gabs in der DDR, gibts in Finnland und auch in anderen Ländern das System. Also nichts Besonderes und absolut PISA-tauglich.
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  #21  
Alt 31.03.2008, 15:29
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
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Beiträge: 297
Ich bin bis April 1959 zur Schule gegangen. Als Lehrer hatten wir ehemalige Offiziere und alte Nazis, welche den Holocaust geleugnet haben. In der Anfangsklasse unserer Mittelschule waren wir bis zu 54 Schüler in einer Klasse, dass verringerte sich während der Schulzeit, bis bei der Mittleren Reife nur 14 Schüler vom Anfang dabei waren. Der Rest bis zur Klassenstärke von 32 Schülern wurde durch abgebrochene Gymnasiasten aufgefüllt.
Die alten Nazis waren noch symphatischer als die ehemaligen Offiziere. Die Einen sahen uns als Deutsche an, die anderen fanden es als Beleidigung Kinder von kleinen Angestellten und Arbeitern zu unterrichten und das alles ohne Schulgeld.
Wenn jemand ein echter 68er ist, dann ich, weil meine Frau und ich am 25.7.1968 geheiratet haben und nun seit fast 40 Jahren zusammen sind. Bin offiziell Anfang 1969 in die SPD eingetreten, meines Wissens war das schon früher, nur die hatten wieder mal etwas verschlampt.
Es hat sich seitdem viel verändert aber noch nicht genug.
__________________
Nichts ist unmöglich

Geändert von dieter 4711 (31.03.2008 um 15:33 Uhr).
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  #22  
Alt 31.03.2008, 15:51
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 762
Mal so ganz off:topic:

Was ist eigentlich schlimmer: 40 Jahre verheiratet zu sein oder 40 Jahre SPD Mitglied?
Entschuldige, aber mir sträuben sich noch von gestern Abend von der Sendung Anne Will mit den Verkündigungen eines Rudolf Dreßlers und Horst Seehofers die Haare. Die betreiben in aller Öffentlichkeit Volksverdummung hoch 3 in ihren Sozialismuswahn!
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  #23  
Alt 31.03.2008, 18:07
Benutzerbild von Jason
Hoplit
 
Registriert seit: 29.10.2007
Ort: Durmersheim bei Karlsruhe
Beiträge: 711
@ Titus Livius:

__________________
"So lange nicht alle Menschen werden wie er, müßen wir unsere Schwerter scharf halten"

Ben Hur: "Und unseren Zielen treu bleiben."
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  #24  
Alt 01.04.2008, 10:07
Benutzerbild von dieter 4711
Mensch
 
Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 297
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Mal so ganz off:topic:

Was ist eigentlich schlimmer: 40 Jahre verheiratet zu sein oder 40 Jahre SPD Mitglied?
Lieber Titus,
40 Jahre Ehe ist gut, wenn man sich versteht und das tun wir. Wenn andere Menschen mit ihrem Ego nicht klarkommen, dann ist das ihre Sache.
Aus der SPD bin ich 1989 ausgetreten, da sie keine Alternative zur Kohls Wiedervereinigungspolitik bot. Außerdem war für mich Lafontaine nicht der richtige Mann, um derzeit die SPD zu repräsentieren.
__________________
Nichts ist unmöglich
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  #25  
Alt 01.04.2008, 18:00
Benutzerbild von EL_Mercenario
Quaestor
 
Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 121
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Außerdem ist der Begriff Moralvorstellung viel umfassender. Disziplin, Fleiß, Benehmen sind elementare Tugenden, die völlig den Bach runtergegangen sind. Und als Unternehmer weiß ich, von was ich rede, wenn ich mir jedes Jahr die Bewerbungen anschaue. Einfach nur eine Katastrophe und sich dann wundern, wenns mit dem Ausbildungsplatz nicht klappt.
Eine Gesellschaft, die auf den elementaren Tugenden Disziplin, Fleiß und Benehmen beruht, haben wir Deutschen ja zwischen 1933 und 1945 in voller Aktion erlebt. Erstaunlich finde ich ehrlich gesagt die Annahme der damaligen Eliten, über diesen kleinen "Betriebsunfall", den Mantel des Schweigens zu breiten und in alter Manier fortfahren zu können und das basse Erstaunen über die dadurch ausgelöste Gegenbewegung der 68er. Die Annahme, nicht die Nazis sondern die 68er hätten die guten alten Werte und Tugenden ruiniert, zeugt von einem erheblichen Realitätsverlust. Das erinnert mich immer an die lustigen Versuchen einiger Kameraden anläßlich der damaligen Wehrmachstaustellung, die "Ehre der Wehrmacht" zu retten.

Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Mit Euthanasie hat das überhaupt nichts zu tun, sondern mit der schlichten Realität. Ich kenne halt viele Hartz IV Bezieher, die nur Kinder zeugen, um Kindergeld zu bekommen, was durch die Eltern in Alkohol,Zigaretten und Luxusgüter umgesetzt wird. Das da nichts Gescheites, weder für die Kinder, noch für den Steuerzahler rauskommt, ist nunmal bittere Wahrheit.
Wie der kleine Holger von "You FM" da so richtig drauf gesagt hat: "Hätten wir ein funktionierendes Bildungssystem mit echter Chancengleichheit, dann wäre es für Kinder aus der Unterschicht kein Problem, in die Geldelite aufzusteigen". Vorrausgesetzt das Elternhaus gehört keiner minderwertigen Rasse an, natürlich.

Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Das System kann ganz einfach sein. Realschule für alle und Selektion der Gymnasiasten ab Klasse 8. 12 Schuljahre insgesamt und dann Universität
"Selektion",, hmm, ein altbewährtes deutsches Verfahren, finde ich gut.
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  #26  
Alt 02.04.2008, 00:55
Konsul
 
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 762
Eine Gesellschaft, die auf den elementaren Tugenden Disziplin, Fleiß und Benehmen beruht, haben wir Deutschen ja zwischen 1933 und 1945 in voller Aktion erlebt. Erstaunlich finde ich ehrlich gesagt die Annahme der damaligen Eliten, über diesen kleinen "Betriebsunfall", den Mantel des Schweigens zu breiten und in alter Manier fortfahren zu können und das basse Erstaunen über die dadurch ausgelöste Gegenbewegung der 68er. Die Annahme, nicht die Nazis sondern die 68er hätten die guten alten Werte und Tugenden ruiniert, zeugt von einem erheblichen Realitätsverlust. Das erinnert mich immer an die lustigen Versuchen einiger Kameraden anläßlich der damaligen Wehrmachstaustellung, die "Ehre der Wehrmacht" zu retten.
Darf ich richtig feststellen, daß eine linke politische Einstellung "links" ist? Wie ich darauf komme? Immer wenn die Sprache auf Tugenden kommt, wird das Thema mit den Nazis in Verbindung gebracht, um diese Tugenden zu diffamieren, gleichwohl diese auch in anderen Ländern nach wie vor einen hohen Stellenwert haben und diese Tugenden Deutschland nach dem Krieg zu dem gemacht haben, was es heute ist: eine der führenden Wirtschaftsnationen.
Aber in einem Punkt hast du Recht: Mit dem Einsetzen der "Gegenbewegung" (69iger) fing der wirtschaftliche Niedergang an. Ein langsamer und schleichender Tod.


Wie der kleine Holger von "You FM" da so richtig drauf gesagt hat: "Hätten wir ein funktionierendes Bildungssystem mit echter Chancengleichheit, dann wäre es für Kinder aus der Unterschicht kein Problem, in die Geldelite aufzusteigen". Vorrausgesetzt das Elternhaus gehört keiner minderwertigen Rasse an, natürlich.
Interessant, wie nach wie vor beharrlich geleugnet wird, daß nur reiche Kinder studieren können. Mal ehrlich, daß ist doch absoluter Humbug, da das Studium in Deutschland bis auf die Studiengebühren immer noch kostenfrei ist. Und selbst diese Gebühren gibts noch nicht mal in allen Bundesländern.
Ein Studium richtet sich immer noch nach der Intelligenz eines Studenten und da ist es mittlerweile so, daß selbst weniger Intelligente sich an den Unis wiederfinden und sich dann die Gesellschaft wundert, wie lange die Leute dort studieren. Auch das ist in anderen Ländern besser geregelt und wesentlich effizenter.


"Selektion",, hmm, ein altbewährtes deutsches Verfahren, finde ich gut.

Ja, die berühmte Gleichmacherei. Meinst du wirklich, daß alle Schüler das gleiche Lernpotential haben? Wenn ja, warum gibt es dann schon in einer Klasse so große Unterschiede zwischen den einzelnen Schülern?
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  #27  
Alt 02.04.2008, 06:41
Benutzerbild von Wulfnoth
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Beiträge: 6.206
Zitat von Titus_Livius Beitrag anzeigen
Interessant, wie nach wie vor beharrlich geleugnet wird, daß nur reiche Kinder studieren können. Mal ehrlich, daß ist doch absoluter Humbug, da das Studium in Deutschland bis auf die Studiengebühren immer noch kostenfrei ist. Und selbst diese Gebühren gibts noch nicht mal in allen Bundesländern.
Ein Studium richtet sich immer noch nach der Intelligenz eines Studenten und da ist es mittlerweile so, daß selbst weniger Intelligente sich an den Unis wiederfinden und sich dann die Gesellschaft wundert, wie lange die Leute dort studieren. Auch das ist in anderen Ländern besser geregelt und wesentlich effizenter.
Da glaubst du allen ernstes? Erstens gibt es inzwischen Privatunis mit hohen Studiengebühren auf denen die wahre Elite herangezüchtet wird und wo nur das Geld der Eltern über den Zugang entscheidet und zweitens sammeln sich pro Semester eben doch bis zu 650€ Gebühren an. Das Studium wurde inzwischen ganz schön gestrafft, alle Bachelor-Studenten die ich kenne schaffen im Studium maximal einen 400€-Job und hast du mal versucht von 400€ plus ein bisschen Bafög zu leben? Hartz IV ist Luxus dagegen.
Ein Studium richtet sich mitnichten nach der Intelligenz, jemand der neben dem Studium noch 20 Stunden arbeiten muss hat einfach nicht dieselbe Zeitbasis um erfolgreich zu sein, wie jemand der von seinen Eltern unterhalten werden kann. Natürlich kann jeder Studieren, aber die Erfolgsaussichten sind da ganz unterschiedlich.
Ich finde es schon traurig wenn ich hören muss, dass es einfach ein Ding der Unmöglichkeit ist (Vater Handwerker) alle Kinder studieren zu lassen, sowas kann sich eine Bildungsgesellschaft eigentlich nicht leisten.
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Geändert von Wulfnoth (02.04.2008 um 06:52 Uhr).
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  #28  
Alt 02.04.2008, 10:29
Konsul
 
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Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 762
Paßt gut hierher: Ich kenne Studenten in anderen Ländern, die ganz andere Probleme haben.
In Deutshcand ist das Hauptproblem doch ein überzogenes Konsumverhalten: Da muß ein Handy und/oder Internet sein. Da will man Parties feiern, am besten noch in der eigenen Wohnung, sucht sich eine 500km weit entfernte Uni aus und meckert rum, wenn dann Fahrtkosten anfallen usw. usf. Gehe ich allein von unseren Unibedingungen in den näheren Bundesländern aus, so kann man für ein Semesterticket kostenlos mit den Nahverkehrsmitteln fahren (inclusive Bahn, was im Quartal 96,-€ kostet). Das Studium selbvstist ja kostenfrei bis auf die Lehrmittel und einschlägige Fachliteratur. Und die kann sich selbst dien Handwerker leisten, wenn er denn mal auf den LCD- oder Plasmafernseher verzichten würde.

Und da kommt man auch schnell wieder zu den 68igern., welche der sogenannten unbegrenzten Freiheit die Tugenden opferten. Lehrjahre sollten nunmal keine Herrenjahre sein und dazu zählt auch das Studentenleben! Aber erzähl das mal einer Partygeneration... .
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  #29  
Alt 02.04.2008, 12:48
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.206
Verzicht predigen ist immer leicht... Andere Länder interessieren nicht, ich möchte auch nicht im Kongo studieren.
Es geht doch gar nicht darum, dass man im Studium nicht im Luxus lebt, es geht darum dass viele vor einem Studium aus genau diesen Gründen zurück schrecken, die ich oben anführte. Deutschland liegt bei den Abituritenten und Studentenzahlen kilometer weit zurück und das kann sich keine Volkswirtschaft lange leisten.
Du begehst hier anscheinend den elementaren Fehler "soziale Gleichmacherei" mit Chancengleichheit zu verwechseln. Bedauerlich, sogar die FDP ist da weiter als du.

Ein wichtiges Anliegen der '68er war eben das Studium für alle zu ermöglichen und nicht nur für die Oberschicht. Das Bafög war z.B. der richtige Schritt aber leider auch der einzige in den letzten 40 Jahren.
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  #30  
Alt 02.04.2008, 13:27
Konsul
 
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Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
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Kannst du das bitte mit Zahlen und Quellenangabe untermauern, daß in Deutschland weniger Studenten an Universitäten und Fachhochschulen eingeschrieben sind, als vergleichbare EU-Staaten?
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68er, studentenrevolte


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