Login
|
|
|
Forenübersicht
|
|
|
|
 |
|

03.04.2008, 20:07
|
|
Thete
|
|
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 770
|
|
Zitat von Titus_Livius
Beispiel: Dorfschlägereien gab es auch vor 40/50 Jahren schon. Aber wenn jemand am Boden klag, hörte das einfach auf. Heute drischt man drauflos, daß die Schwarten und Knochen krachen und umso mehr Blut fließt umso besser.
Früher gabs wesentlich öfters solche Prügeleien als heute.
Zitat von Titus_Livius
Früher: Auf das kaufmännische Geschäftsgebahren konnte man sich verlassen
Heute: Der Versuch den Gegenüber über den Tisch zu ziehen ist permanent vorhanden. Das ist einfach Respekt vor dem Anderen, der einfach nicht mehr da ist.
Bei allem Respekt, aber: Auch heute gibts noch Menschen, die selbst im wirtschaftlichen Geschäftsverkehr verlässlich sind. Auch früher gabs Schweinehunde, die einen bei der kleinsten Gelegenheit über den Tisch gezogen haben. Dass sich das quantitativ so geändert haben soll wie Du suggerierst glaub ich auch erst, wenn man mir eindeutige Statistiken vorlegt.
Und selbst wenns so ist: Dafür willst Du jetzt die antikapitalistischen 68er verantwortlich machen, die eigentlich alle irgendwo zwischen klassisch-marxistischem Kommunismus und idealistischer Anarchiebegeisterung herumspukten?
Zitat von Titus_Livius
Umverteilung kann kein System sein, sondern nur ein Zustand. Und zwar ein schrecklicher. Insbesondere, weil gerade die, die die Gesellschaft finanzieren maßgeblich dabei bestraft und Trittbrettfahrer belohnt werden.
Umverteilung ist in bestimmten Rahmen notwendig, um Art. 1 GG zu erfüllen; Menschen, die wegen Arbeitlosigkeit, Krankheit o.ä. Gründen kein Einkommen haben verhungern zu lassen hat mit Würde nichts zu tun.
Auch wenn Du mit Marx nicht viel wirst anfangen können: Die Ausbeutung, die er erkennt und beschreibt, ist auch eine Art der Umverteilung; genauso kann man es als Umverteilung betrachten, wenn auf Löhne & Gehälter ein Spitzensteuersatz von 42 bzw. 45 % erhoben wird, auf Gewinn- und Kapitaleinkünfte aber nur 25 %.
|

03.04.2008, 20:54
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
|
|
Zitat von Titus_Livius
Die GEwalt kommt u.a. daher, daß den Kindern/ Jugendlichen nie ihre Grenzen aufgezeigt worden sind udn eben die klassischen Tugenden unter aller Sau sind, um es einmal so drastisch zu sagen.
Beispiel: Dorfschlägereien gab es auch vor 40/50 Jahren schon. Aber wenn jemand am Boden klag, hörte das einfach auf. Heute drischt man drauflos, daß die Schwarten und Knochen krachen und umso mehr Blut fließt umso besser.
Früher: Auf das kaufmännische Geschäftsgebahren konnte man sich verlassen
Heute: Der Versuch den Gegenüber über den Tisch zu ziehen ist permanent vorhanden. Das ist einfach Respekt vor dem Anderen, der einfach nicht mehr da ist.
Jaja früher war alles besser.
Also meine kleine Nichte spurt einfach, wenn man etwas sagt, während andere Kinder, unautoritär erzogen, einfach nur machen was sie wollen und dann die Eltern daneben stehen und hilflos mit den Schultern zucken, wenn der Sprößling wieder mal seinen Willen durchzusetzen versucht. Übrigens
bin ich der Lieblingsonkel und nicht der, bei dem sie machen kann was sie will. 
Gehorchen hat was mit Respekt zu tun, Respekt hat man vor Autoritätspersonen, Respekt erarbeitet man sich, durch körperliche Gewalt erzeugt man Angst. Das ist absolutes Basiswissen.
Mit Kleiderbügeln, Gürteln und ähnlichen Dingen hat eine Ohrfeige oder der Klaps auf den Kopf/Hintern einfach nichts zu tun.
Wo ist denn deiner Meinung nach der Unterschied?
Die Kohlesubventionen laufen 2012 aus. Das hängt mit den Übergangsfristen für die Arbeitnehemr zusammen, damit diese sich in aller Ruhe umqualifizieren können. Eigentlich müsstest du das doch gut finden als SPD Anhänger. Wundert mich doch sehr.
Das hat nichts mit der SPD zu tun, das ist eine politische Entscheidung die jede Partei getroffen hätte, weil man nicht mit einem Schlag tausende Wähler verprellen will. Die klassischen Milieus existieren nicht mehr, sonst würde Rüttgers nicht regieren.
Wer wann und wo eingestellt wird, regelt der Markt. Übrigens würde mich interessieren, welche vielen Lehrberufe das sind, die völlig vorbeisteuern.
Es gab vor einiger Zeit mal eine Liste mit anerkannten Ausbildungsberufen, die faktisch nicht mehr ausgeübt werden. Diese Liste war lang - sehr lang.
Also Sonderschüler ab auf die UNI? Wieviel würdest du denn freiwillig abgeben von deinem Einkommen, bis weniger intelligente Menschen mit ihrem Studium fertig sind? Ich meine, auch deren Studium kostet Geld und muß von der Allgemeinheit dann bezahlt werden. (Wenn sie denn mal ein quailifziertes Studium schaffen sollten, was sicher bezweifelt werden darf)
Lass die Polemik endlich beiseite! Ich habe nie von Sonderschülern oder gleichen geredet sondern von Menschen die sich im Berufsleben qualifiziert haben (durch Ausbildung), solchen Menschen den Weg ins Studium unnötig zu erschweren ist absoluter Unsinn und ich sage jetzt ganz klar was ich denke. Mit so einer Einstellung gewinnt man keinen Blumentopf.
Der finanzielle Faktor ist auf lange Sicht unbedeutend, da höher qualifizierte Menschen i.d.R. besser verdienen und somit i.d.R. mehr Steuern und mehr Sozialabgaben zahlen und damit dem Staat dienlich sind.
Ich habe nie und nirgendwo davon gesprochen, dass ich einen ganzen Jahrgang ins Studium führen will, sondern nur davon, dass dies ohne unnötige Probleme jenen ermöglicht wird die ihre reguläre schulische Ausbildung vor dem Abitur aus welchen Gründen auch immer abgebrochen haben.
Unnötige, zeitverzögernde Umwege sind definitiv Abendschulen, Meisterausbildungen etc. Mit einer einfachen abgeschlossenen Ausbildung kann man eigentlich nicht studieren.
Ein Abitur in einer Abendschule bringt gar nichts, wenn man ein Fach dass mit dem Ausbildungsberuf zusammenhängt studieren will. Das reguläre Abitur hat deshalb nur einen Sinn weil es die allgemeine Hochschulreife mit theoretisch freier Wahlmöglichkeit beinhaltet und man so auf alles vorbereitet sein muss.
Also ich empfinde keinen Neid auf die Leute, die mehr verdienen als ich. Es gibt nur einen großen Unterschied zwischen uns:
Du sagst, der über dir muss solange etwas abgegeben, daß Beide gleichviel haben
Das hat damit nichts zu tun, ich sehe den langfristigen Sinn, du nur das kurzfristige Übel.
Klasse Beispiel für deine Denke. Du hast nur den wichtigsten Unterschied vergessen in Betracht zu ziehen, daman Adel von Geburt an war und dies an keinerlei Leistungen gekoppelt und die heutigen Leistungsträger eben einfach nur arbeiten gehen und die Möglichkeit haben, auch ohne viel Geld mit Fachwissen und Quailifikation ein gutes Auskommen zu haben und Karriere zu machen.
Es gab vor einigen Jahren mal eine kleine Auflistung, im Stern glaube ich, wo man die Berufe der Eltern der heutigen Managergeneration sah. Diese Auflistung sagte alles über Aufstiegsmöglichkeiten in der Bundesrepublik Deutschland. Ich konnte in meinem Abitur, die Nicht-Akademikerkinder in meinem Profil an einer Hand abzählen. Die Kinder von Akademikern haben im Durchschnitt eine höhere Bildung, unabhängig von deren persönlicher Leisung, das ist auch der Grund weshalb der Staat mehr Akademikerkinder will.
Geadelt werden konnte man übrigens auch, genau wie man heute eine wesentlich höhere Bildung als die eigenen Eltern erhalten kann. Beides ist nicht besonders häufig.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

04.04.2008, 00:18
|
|
Proconsul
|
|
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.232
|
|
Ich konnte in meinem Abitur, die Nicht-Akademikerkinder in meinem Profil an einer Hand abzählen. Die Kinder von Akademikern haben im Durchschnitt eine höhere Bildung, unabhängig von deren persönlicher Leisung, das ist auch der Grund weshalb der Staat mehr Akademikerkinder will.
Vielleicht einfach nur ein biologisches Problem. Intelligenz ist nämlich vererbbar.
Ein empfehlenswertes Buch dazu: Die IQ Falle
Ein Presseartikel:
Um es zusammenfassend zu schreiben ein Zitat von Gregor Brand vom Regionalverband Schlesweig Holstein "Hochbegabtes Kind" :
Der Autor scheut sich erfreulicherweise nicht, auch die provokante Frage nach
Intelligenzunterschieden zwischen unterschiedlichen Gruppen zu thematisieren und Überlegungen zu
deren Auswirkung auf die jeweiligen Gesellschaften anzustellen. Seit es Intelligenzmessungen gibt, ist
festgestellt worden, dass sich nicht nur Individuen im geistigen Leistungsvermögen erheblich
unterscheiden können, sondern auch ethnische und in sonstiger Weise - etwa sozial oder religiös -
definierte Gruppen. Wer solche Intelligenzunterschiede nicht zur Kenntnis nehmen will, beraubt sich
eines wesentlichen Erkenntnisinstrumentes bei der Beurteilung sozialer Gegebenheiten und
Entwicklungen und wird deswegen vielfach auch zu grundlegend falschen Schlüssen kommen.
Geändert von Titus_Livius (04.04.2008 um 00:26 Uhr)
|

04.04.2008, 06:29
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
|
|
|
Bildung hat auf diesem Level wenig mit Intelligenz zu tun, das war eine der ersten Sachen die ich in der Schule lernen musste. Sie hat etwas mit Motivation, Lerndisziplin und der Beherrschung der richtigen Methoden zu tun. Alles das funktioniert nur eingeschränkt ohne geeignetes Elternhaus.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

04.04.2008, 11:43
|
 |
Administrator
|
|
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.598
|
|
|
@titus
was meinstn mit ethnischer zugehörigkeit in zusammenhang mit iq?
|

04.04.2008, 13:33
|
 |
Mensch
|
|
Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 352
|
|
Zitat von Titus_Livius
Du wirst es mir wahrscheinlich nicht glauben, aber die 68iger haben generell ein Problem mit ihren Kindern in der Schule, da sie der Freiheit der Kinder und ihrer eigenen Vorrang vor klassischen Werten geben. Und da ist es doch völlig egal, ob die Eltern Hartz IV beziehen oder gutverdienende Ärzte sind.
Lieber Titus,
wir hatten kein Problem mit unserem Sohn in der Schule. Er war in den ersten zehn Jahren immer Nr.1 oder 2 in der Klasse, hat das Abi mit 2,1 gemacht. Dafür hat er sein Ing.Diplom im Jahre 2000 als Bester gemacht (1,4), den ersten Preis der Fachhochschule Frankfurt/M. errungen, weil er in kürzester Zeit sein Studuium absolviert und anderen Studenten noch geholfen hat. 
Er ist verheiratet, ein Kind, war bei Siemens und ist heute bei einer Firma in Hanau, die Brennöfen auch für Silizium (Sonnenkolektoren) herstellt und bekommt im Monat 500 Euro mehr, als bei Siemens.
__________________
Nichts ist unmöglich
|

04.04.2008, 18:56
|
|
Thete
|
|
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 770
|
|
Zitat von Titus_Livius
Die Chancengleichheit ist schon da nur liegt es zum allergrößten Teil an den Eltern was mal später aus ihren Sprößlingen wird.
Das ist doch genau der Knackpunkt: Der Einfluss der Eltern auf den Werdegang der Kinder (inkl. Bildungsweg) ist enorm, und da sind die Chancen sehr ungerecht verteilt. Die Aufgabe des Staates ist daher die Herstellung von Chancengleichheit (bzw. der Versuch, dieses Ideal zu verwirklichen; ganz gelingen wird das natürlich nie); und da niemand daran denkt, den Eltern, denen die Bildung ihrer Kinder am Herzen liegt, etwas zu verbieten, kann es nur in der Förderung der Schüler liegen, die aus wenig(er) privilegierten Elternhäusern kommen.
Aber ich habe die starke Vermutung, das "Chancengleichheit" das letzte ist, was T.L. veriwrklicht sehen möchte...
|

04.04.2008, 19:30
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
|
|
|
Da heute Freitag ist bin ich endlich dazu gekommen den Essay-Ausschnitt Sigmar Gabriels im SPIEGEL zu lesen. Folgende Passage möchte ich mal zitieren, sie gibt meiner Meinung nach dazu alles wieder was zu sagen ist.
"Auftstieg durch Leistung - das sozialdemokratische Bildungsversprechen - wurde zu Teilen ersetzt durch Wohlstand wegen Herkunft. Während ein Großteil der Mittelschichten immer höhere private Investitionen in die schulische Zukunft ihres Nachwusches investiert, werden hochqualifizierte Jobs wieder mehr und mehr durch Netzwerke von Eliten vermittelt. Die Adenaue-Ära lässt grüßen."
Damit rührt er an einem weiteren wunden Punkt des Themas. Das Prinzip Wohlstand für alle und damit sozialer Aufstieg ist ein zentrales gesellschaftliches Prinzip der Bundesrepublik Deutschland, seit ihrem Bestehen. Jetzt wo tendenziell die Mittelschicht mehr nach unten Wegbricht und das Schulsystem die entstehen sozialen Klassengegensätze eher stützt als aufhebt kann eine echte Gefahr für das gesellschaftliche Gesamtgefüge entstehen.
Warum ich auf das Schulsystem zurückkomme? Nun wie tragfähig ein System ist zeigt sich immer erst in der Krise und hier scheint es eben keine Lösungen mehr zu liefern.
Momentan ist das Thema G8, also die Schulverkürzung um 1 Jahr, recht populär. Dabei geht es gar nicht so sehr um das "geklaute" Jahre sondern mehr um die entstehende Ungleichheit auf dem Gymnasium. Nachhilfe, bisher tendenziell die Ausnahme, wird in vielen Fächern unverzichtbar. Nachhilfe aber ist teuer, wieder profitieren besser gestellte Kinder, das Gymnasium drängt also systematisch die wenigen ab, die es trotz aller Hürden rauf geschafft haben.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

04.04.2008, 21:31
|
|
Proconsul
|
|
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.232
|
|
Zitat von TigerMC
@titus
was meinstn mit ethnischer zugehörigkeit in zusammenhang mit iq?
zum Einen: Das ist ein Zitat, stammt also nicht von mir.
Zum Zweiten: Die reine Definition einer Ethnie: Die Ethnie fasst Menschen mit gleichen sprachlichen und kulturellen Eigenschaften bzw. Merkmalen zusammen.
Zum Dritten: Ihr solltet euch wirkich einmal den dazugehörigen Presseartikel durchlesen und dann steht auch Wulfnoths Zitat von Gabriel in einem ganz anderem Licht da und es lohnt sich eine Weiterdiskussion, da die typische Linke- (SPD, Grüne,Linkspartei) Haltung einfach nur dogmatisch ist. Aber lest einmal selbst.
PS: Das auch Politiker von den bürgerlichen Parteien die Wahrheit gern verschweigen wird daraus auch ersichtlich. Aber zumindest reden sie nicht von völligen Fehlschlüssen, wie diese Gleichmacherei, und wollen dies umsetzen.
Geändert von Titus_Livius (04.04.2008 um 21:38 Uhr)
|

04.04.2008, 21:37
|
|
Proconsul
|
|
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.232
|
|
Jetzt wo tendenziell die Mittelschicht mehr nach unten Wegbricht
Richtiger wäre: Die Mittelschicht bricht nicht nach unten weg, sondern die Ränder fransen nach oben und unten aus, weswegen die ursprüngliche Mittelschicht kleiner wird. Aber eben Ober- und Unterschicht wachsen. Das macht zu deinen Worten einen gehörigen Unterschied aus.
PS: Also doch Neiddiskussion von deiner Seite und neidisch auf andere? Neid ist allerdings einer der weniger guten Charakterzüge, da er das eigene Leistungsvermögen bremst.
|

04.04.2008, 21:44
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
|
|
Zitat von Titus_Livius
Aber zumindest reden sie nicht von völligen Fehlschlüssen, wie diese Gleichmacherei, und wollen dies umsetzen.
Hiermit beende ich die Diskussion von meiner Seite aus, da du anscheinend nicht willens bist meine Beiträge aufmerksam zu lesen.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

04.04.2008, 21:57
|
|
Proconsul
|
|
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.232
|
|
|
Ich lese das schon aufmerksam, was du schreibst. Du willst doch, daß alle gleich viel Einkommen, Kapital usw haben, damit es keine Utnerschiede mehr gibt. Und du mokierst dich im Bildungssystem darüber, daß in deiner Klasse mehr Akademiker- Kinder sind, was für dich ein Zeichen der Ungerechtigkeit ist und darum arme Kinder mehr gefördert werden sollen.
Ist das keine Gleichmacherei?
Warum negierst du dann wissenschaftlcihe Erkenntnisse? Ich schreibe einmal aus Weiss seinem Buch:
Das Ergebnis der Forschung war nicht die wohlbekannte Gaussche Kurve mit dem Gipfel bei 100, sondern eine Kurve mit 3 Gipfeln: bei 94, 112 und 130. Die interpretiert Weiss als Nachweis eines Gens, das für die mathematische Begabung entscheidend ist. Bei den Probanden mit IQ 94 soll es fehlen, bei 112 einmal und bei 130 zwei mal vorhanden sein.
- Die Intelligenz ist auf der Erde und innerhalb ihrer Bevölkerungen nicht gleichmäßig verteilt.
- Intelligenz ist zu 70 bis 80 Prozent erblich. (Eine gut verständliche Darstellung der entsprechenden Mathematik findet man in der „Psychogenetik" des gleichen Verfassers.)
- Haben beide Eltern einen IQ um 130, gilt das auch für fast alle Kinder.
- Haben beide Eltern einen IQ um 94, gilt das auch für ihre Kinder.
- Haben beide Eltern dagegen einen IQ um 112, streut der IQ der Kinder weit mehr.
- Liegt der IQ der Eltern weiter auseinander - was allerdings selten vorkommt - ergeben sich Zahlen-Verhältnisse fast wie nach den Mendelschen Gesetzen zu erwarten.
- Der IQ korreliert sehr hoch mit der Kapazität des Kurzzeit-Gedächtnisses, so dass sich aufwändige Tests meist erübrigen.
- Die Intelligenten heiraten vor allem untereinander, so dass tendenziell eine - allerdings offene - Intelligenz-Schicht entsteht.
- Die meisten Hochintelligenten kommen mit den Intelligenz-Schwachen fast nie in Kontakt, so dass sie sich leicht utopische Vorstellungen machen über deren Bildsamkeit.
- Der Anteil der Studierenden, die studierte Eltern hatten, wurde in der DDR von Jahr zu Jahr größer, nicht etwa kleiner, wie es die Ideologie verlangte.
- Für die alte und neue BRD gilt das gleiche, allerdings nicht so ausgeprägt.
- Die intelligentesten Studierenden sind - wie überall auf der Erde - überwiegend diejenigen, die Mathematik, Technik oder Natur-Wissenschaften studieren.
- Aktueller Bezug: Die Bundeswehr ist die einzige Institution, die Jahr für Jahr den IQ aller Wehrpflichtigen testet. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat den Führungsoffizieren der Wehrpsychologie in der Beilage "Aus Politik und Zeitgeschehen" der Bundestags-Zeitschrift "Das Parlament" am 3.2.2003 ermöglicht, über die Ergebnisse der IQ-Tests bei Hunderttausenden von Rekruten zu berichten. Dabei kommt heraus, daß die Abiturientenquote - die formale Bildung also - so gut wie keine Auswirkungen auf das regionale Intelligenzniveau bzw. Humankapital hat. Die Bundesländer, denen man bei PISA eine besonders gute Schule zugeschrieben hat, haben in Wirklichkeit bereits einen deutlich höheren mittleren IQ ihrer Bewohner. Die regionalen Unterschiede zwischen den Mittelwerten einiger Wehrkreise Bayerns und des Wehrkreises Stuttgart zu Wehrkreisen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und zu Bremen betragen bis zu 12 IQ-Punkten! Hauptgrund dafür ist die selektive Abwanderung der Begabten und Qualifizierten aus Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit in wirtschaftlich prosperierende Regionen.
Auf gut deutsch heißt das alles zusammen: Wir sind immer noch mitten in der Evolution der Intelligenz! Und allen Sozialromantikern zum Trotz wird auch hier die Natur die Oberhand behalten.
|

04.04.2008, 22:07
|
|
Proconsul
|
|
Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 1.232
|
|
|
Interessant ist sicher auch die aktuelle Umrechnung von PISA in einen Intelligenzquotienten, wobei hier auch Haken und Ösen zu beachten sind. (z.B. wenn man Industrieländer direkt mit Entwicklungsländern vergleicht)
Aber schon innerhalb von reichen Industrieländern werden große Unterschiede sichtbar.
Aus: Richard Lynn und Tatu Vanhanen: IQ and the Wealth of Nations.
PISA 2006-Werte umgewandelt in IQ: Die PISA 2006-Daten (das mittlere Geburtsjahr der Schüler war 1991) der Mathematik-Skala sind in IQ-Werte umgewandelt, in dem als IQ 100 der Mittelwert von Großbritannien, den Niederlanden und Neuseeland gesetzt worden ist (das heißt, der IQ 100 entspricht einem PISA-Wert von 516 auf dieser Skala). Diese Methode der Eichung erscheint gerechtfertigt, da die Entwicklung des IQ in Großbritannien abwärtsgerichtet ist, in den Niederlanden nahezu konstant und und in Neuseelland aufwärtsgerichtet. Der ursprüngliche Mittelwert dieser drei Länder war in dem ersten Buch von Lynn und Vanhanen (2002) der IQ 100 und bezog sich auf die Elterngeneration der heutigen Schüler.
Man lese die folgenden Daten auf diese Weise: Finnland IQ 97/101 (107/105), bedeutet: Finnland mittlerer IQ nach Lynn und Vanhanen (2002) 97, nach Rindermann (2007) 101 (von seinem korrigierten Wert, in diesem Falle IQ 103, sind stets 2 subtrahiert, da bei Rindermann der "Greenwich-IQ" von Großbritannien 102 beträgt); PISA-IQ 2003 107, PISA IQ 2006 105.
Afghanistan IQ 83/76, Albania IQ 90/81 (78/-), Algeria IQ 84/75, Angola IQ 69/58, Antigua and Barbuda IQ 75/60, Argentina IQ 96/87 (83/80), Armenia IQ 93/90, Australia IQ 98/99 (104/101) Aborigines (92) Non-Aborigines (105), Austria/Österreich IQ 102/99 (101/98) Einwanderer (13% der Gesamtbevölkerung) der ersten Generation (92) der zweiten, geboren und ausgebildet in Österreich (93), Azerbaijan IQ 87/79 (-/94), Bahamas IQ 78/76, Bahrain IQ 83/85, Bangladesh IQ 81/73, Barbados IQ 78/77, Belarus IQ 96/90, Belgium IQ 100/98 (104/101) German speaking part (102/100) Flemish Flanders (108/104) French speaking Wallonia (100/96), Belize IQ 83/74, Benin IQ 69/60, Bermuda IQ -/88, Bhutan IQ 78/71, Bolivia IQ 85/85, Bosnia IQ -/82, Botswana IQ 72/73, Brazil IQ 87/82 (78/78), Brunei IQ 92/84, Bulgaria IQ 93/94 (87/85), Burkina Faso IQ 67/58, Burma IQ 86/79, Burundi IQ 70/59, Cambodia IQ 89/84, Cameroon IQ 70/59, Canada IQ 97/100 (105/102) Alberta (107) British Columbia (106) Manitoba (104) Newfoundland (103) New Brunswick (102) Nova Scotia (102) Ontario (104) Prince Edward Island (100) Quebec (106) Saskatchewan (102), Cape Verde IQ 78/67, Central African Republic IQ 68/59, Chad IQ 72/58, Chile IQ 93/87 (83/84), China IQ 100/105, Colombia IQ 89/78 (-/78), Comoros IQ 79/68, Congo (Brazzaville) IQ 73/59, Congo (Zaire) IQ 65/60, Costa Rica IQ 91/81, Croatia IQ 90/88 (-/93), Cuba IQ 85/82, Cyprus IQ 92/94, Czech Republic IQ 97/98 (102/99), Denmark IQ 98/97 (102/100), Djibouti IQ 68/58, Dominica IQ 75/62, Dominican Republic IQ 84/79, Ecuador IQ 80/86, Egypt IQ 83/82, El Salvador IQ 84/71, Equatorial Guinea IQ 59/53, Eritrea IQ 68/58, Estonia IQ 97/97 (-/100), Ethiopia IQ 63/59, Fiji IQ 84/82, Finland IQ 97/101 (107/105) Finns (107/105) Swedish minority (105/102), France IQ 98/98 (102/97), Gabon IQ 66/53, Gambia IQ 65/55, Georgia IQ 93/87, Germany/Deutschland IQ 102/97 (100/98) Einwanderer aus der Türkei, zweite Generation, Geburt und Schulbesuch in Deutschland (86) - PISA 2000/PISA 2003: Baden-Wuerttemberg (102/101) Bavaria (102/104) Berlin (-/98) Brandenburg (96/98) Bremen (93/95) Hamburg (-/97) Hesse (98/99) Mecklenburg-Western Pomerania (98/99) Lower Saxony (97/99) North Rhine-Westphalia (97/97) Rhineland-Palatinat (98/99) Saarland (98/99) Saxony (100/103) Saxony-Anhalt (97/100) Schleswig-Holstein (99/99) Thuringia (99/101), Ghana IQ 71/62, Greece IQ 92/95 (92/91), Grenada IQ 75/61, Guatemala IQ 79/76, Guinea IQ 66/62, Guinea-Bissau IQ 66/57, Guayana IQ 84/79, Haiti IQ 72/57, Honduras IQ 84/78, Hongkong IQ 107/104 (107/105), Hungary IQ 99/98 (99/96), Iceland IQ 98/99 (102/99), India IQ 81/79, Indonesia IQ 89/84 (79/81), Iran IQ 84/83, Iraq IQ 87/85, Ireland IQ 93/96 (100/99), Israel IQ 94/94 (96/89), Italy IQ 102/99 (95/92) Basilicata (-/89) Bozen/South Tyrol (-/100) Campania (-/87) Emilia Romagna (-/97) Friuli-Venezia Giulia (-/100) Liguria (-/93) Lombardy (103/96) Piedmont (99/96) Puglia (-/88) Sardinia (-/87) Sicily (-/86) Trient (-/99) Tuscany (99/-) Veneto (102/99), Ivory Coast IQ 71/-, Jamaica 72/67, Japan IQ 105/103 (105/101), Jordan IQ 87/88 (-/80), Kazakhstan IQ 93/87, Kenya IQ 72/68, Kiribati IQ 84/77, Korea (North) IQ 104/100, Korea (South) IQ 106/104 (106/105), Kuwait IQ 83/81, Kyrgyzystan IQ 87/82 (-/69), Laos IQ 89/87, Latvia IQ 97/96 (97/96), Lebanon IQ 86/82, Lesotho IQ 72/57, Liberia IQ 65/57, Libya IQ 84/75, Liechtenstein -/97 (105/101), Lithuania IQ 97/92 (-/96), Luxembourg IQ 101/97 (99/96), Macau -/97 (104/101), Macedonia IQ 93/86 (80/-), Madagascar IQ 79/79, Malawi IQ 71/59, Malaysia IQ 92/95, Maldives IQ 81/72, Mali IQ 69/59, Malta IQ 95/96, Marianas IQ -/78, Marshall Islands IQ 84/81, Mauritania IQ 74/67, Mauritius IQ 81/87, Mexico IQ 87/83 (83/84), Micronesia IQ 84/76, Moldova IQ 95/92, Mongolia IQ 98/95, Montenegro (-/83), Morocco IQ 85/75, Mozambique IQ 72/59, Namibia IQ 72/60, Nepal IQ 78/75, Netherlands IQ 102/100 (106/102), New Caledonia IQ -/82, New Zealand IQ 100/99 (103/101) Whites (109) Maori (100), Nicaragua IQ 84/72, Niger IQ 67/59, Nigeria IQ 67/73, Norway IQ 98/98 (99/96), Oman IQ 83/75, Pakistan IQ 81/81, Panama IQ 85/76, Papua New Guinea IQ 84/80, Paraguay IQ 85/81, Peru IQ 90/79 (76/-), Philippines IQ 86/83, Poland IQ 99/97 (99/97), Portugal IQ 95/93 (95/93), Puerto Rico IQ 84/81, Qatar IQ 78/75 (-/70), Romania IQ 94/91 (-/85), Russia IQ 96/97 (95/94), Rwanda IQ 70/60, Saint Kitts and Nevis IQ 75/57, Saint Lucia IQ 75/57, Saint Vincent/Grenadines IQ 75/67, Samoa (Western) IQ 87/86, Sao Tome/Principe IQ 59/57, Saudi Arabia IQ 83/80, Senegal IQ 65/55, Serbia IQ 93/89 (with Montenegro 90/without 88), Seychelles IQ 81/78, Sierra Leone IQ 64/59, Singapore IQ 103/105, Slovakia IQ 96/97 (101/96), Slovenia IQ 95/97 (-/98), Solomon Islands IQ 84/76, Somalia IQ 84/58, South Africa IQ 72/64, Spain IQ 97/96 (98/95) Andalusia (-/92) Aragon (-/100) Asturias (-/97) Basque Country (100/98) Cantabria (-/98) Castile-Leon (100/100) Catalonia (99/96) Galicia (-/97) La Roja (-/101) Navarre (-/100), Sri Lanka IQ 81/76, Sudan IQ 72/67, Suriname IQ 89/87, Swaziland IQ 72/58, Sweden IQ 101/99 (101/98), Switzerland IQ 101/99 (104/102) German Swiss (106) French Swiss (104) Ticino (102), Syria IQ 87/82, Taiwan IQ 104/106 (-/105), Tajikistan IQ 87/79, Tanzania IQ 72/68, Thailand -/89 (87/85), Timor-Leste IQ -/60, Togo IQ 69/60, Tonga IQ 87/84, Trinidad and Tobago IQ 80/91, Tunisia IQ 84/83 (79/77), Turkey IQ 90/86 (88/86), Turkmenistan IQ 87/79, Uganda IQ 73/69, Ukraine IQ 96/90, United Arab Emirates IQ 83/76, United Kingdom IQ 100/100 (in 2000 IQ 104, no representative sampling in 2003/in 2006 IQ 97)) England (-/97) Northern Ireland (102/97) Scotland (104/99) Wales (100/95), United States of America IQ 98/98 (97/94) IQ averages in US States (in the following the arithmetic means of these estimates from SAT and ACT scores by Van Sloan and the NAEP derived scores published by M. A. McDaniel: Intelligence 34 (2006) p. 612, corrected by minus 3 to an average of IQ 97: Alabama IQ 94, Alaska IQ 97, Arizona IQ 96, Arkansas IQ 95, California IQ 95, Colorado IQ 99, Connecticut IQ 100, Delaware IQ 97, Florida IQ 95, Georgia IQ 95, Hawaii IQ 95, Idaho IQ 98, Illinois IQ 98, Indiana IQ 98, Iowa IQ 100, Kansas IQ 100, Kentucky IQ 95, Louisiana IQ 93, Maine IQ 99, Maryland IQ 98, Massachusetts IQ 101, Michigan IQ 98, Minnesota IQ 100, Mississippi IQ 91, Missouri IQ 98, Montana IQ 100, Nebraska IQ 99, Nevada IQ 96, New Hampshire IQ 101, New Jersey IQ 99, New Mexico IQ 93, New York IQ 98, North Carolina IQ 96, North Dacota IQ 100, Ohio IQ 99, Oklahoma IQ 98, Oregon IQ 99. Pennsylvania IQ 98, Rhode Island IQ 97, South Carolina IQ 93, South Dacota IQ 99, Tennessee IQ 95, Texas IQ 96, Utah IQ 98, Vermont IQ 100, Virginia IQ 98, Washington IQ 99, West Virginia IQ 97, Wisconsin IQ 100, Wyoming IQ 99), Uruguay IQ 96/90 (87/87), Uzbekistan IQ 87/79, Vanuatu IQ 84/76, Venezuela IQ 89/83, Vietnam IQ 96/93, Yemen IQ 83/73, Zambia IQ 77/67, Zimbabwe IQ 66/71
Vergleiche ebenfalls: Rindermann, Heiner: The g-factor of international cognitive ability comparisons: the homogeneity of results in PISA, TIMSS, PIRLS and IQ-tests across nations. European Journal of Personality 21 (2007) 667-706.
Und genau darüber muß man reden und nicht über diesen ganzen Sozialscheiß in der Bildung! Sorry, aber genau diese negativen Diskussionen bringen mich zur Zeit völlig auf die Palme, weil sie da sLand kaputtmachen und darum gehe ich erstmal ein kühles Bierchen trinken, ehe meine Blutdruck noch allzusehr steigt.
|

04.04.2008, 22:23
|
 |
The Censor
|
|
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
|
|
Zitat von Titus_Livius
Ich lese das schon aufmerksam, was du schreibst. Du willst doch, daß alle gleich viel Einkommen, Kapital usw haben, damit es keine Utnerschiede mehr gibt. Und du mokierst dich im Bildungssystem darüber, daß in deiner Klasse mehr Akademiker- Kinder sind, was für dich ein Zeichen der Ungerechtigkeit ist und darum arme Kinder mehr gefördert werden sollen.
Habe ich nirgendwo geschrieben, ich sprach die ganze Zeit von Chancengleichheit.
Ich formuliere jetzt einfach mal meine persönlichen Erkenntnisse aus dieser Diskussion. Du siehst dich selbst als Leistungsträger in der Gesellschaft, für dich ist Geld bzw. Steuern ein dominierendes Element deiner Entscheidungsfindung, du siehst dich und deine Leistung anscheinend als anlegbaren Maßstab des möglichen. Gepaart wird das ganze anscheinend mit Resistements gegen Menschen mit geringerem oder gar keinem Einkommen.
Da ich daraus nur schlussfolgern kann, dass ich nicht im selben Deutschland wie du lebe sehe ich keinen Grund diese Diskussion fortzuführen, es wurde von meiner Seite alles gesagt was zu sagen ist.
Ich bitte darum das nicht als Beleidigung aufzufassen aber meine Freizeit ist begrenzt und da muss ich mich nicht ständig im Kreis drehen.
Was den IQ-Part betrifft kann ich zu dem Thema nichts sagen außer ein paar persönlicher Erfahrungen, die garantiert nicht belastbar sind.
Bisher konnte ich mich über dieses Thema nur aus der strengen Pro-Sicht, wie der strengen Contra-Sicht einlesen, deine Quellen sind da auch nicht gerade horizonterweiternd.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
|

04.04.2008, 22:53
|
 |
Administrator
|
|
Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.598
|
|
Ich hab mir den Artikel "Intelligenzfalle" mal in Ruhe durchgelesen.
Es wird wohl stimmen, dass Hochintellektuelle Eltern weniger Kinder bekommen und die die in der "breite" eher nicht soooo Intelligent sind mehr Kinder bekommen, ABER ich glaube 100% NICHT dass es ein Naturgesetz ist dass deren Kinder nicht Intelligent werden. Mag sein, dass die Wahrscheinlichkeit, rein statistisch betrachtet geringer sein wird als bei Kindern von Mathematikprofessoren, aber trotzdem werden in der Unterschicht genauso Schlaue, nein sogar hochintelligente Kinder geboren. Auch wegen diesen ist es die erste Pflicht eines jeden Kultusministers, ALLEN Kindern egal welcher einkommens-/biologischen-/ethnischen Gruppe ihre Eltern angehören, gleichauf zu fördern, sprich allen die gleichen Möglichkeiten zu bieten. Wie sie diese Chancen nutzen ist jedermanns eigene Sache, und kann positiv wie negativ vom Umfeld/Elternhaus beeinflusst werden, aber trotzdem muss es jeden grundsätzlich möglich sein zu studieren oder in die Einkommens/Führungselite aufzusteigen, unabhängig von irgendwelchen menschenfeindlichen, menschenverachtenden, psychopathischen Gedanken bezüglich deren Genetikchancen.
Grundsätzlich muss ich trotzdem noch mal in den Ring werfen, dass eine Gesellschaft wie du mal sagtest, nicht nur aus Häuptlingen bestehen kann, dass es sehr wohl auch n paar Indianer benötigt. Die soziale Gerechtigkeit und die Aufgabe der Politik besteht darin dass diese eliten sich das ganze nicht nur hin-und-herschieben/weitervererben, sondern für JEDERMANNS Kind die gleichen Chancen geboten werden. Jeder der diesen Grundgedanken der Bildungspolitik in frage stellt, wackelt an den Fundamenten der demokratischen Grundordnung und an dem sozialen Frieden in diesem land.
PS: Mal abgesehen dass diese halbkriminelle Einstellung von einer unglaublichen Arroganz zeugt, muss man mal deutlich sagen dass mir persönlich allein der Gedanke dieses genetikfaschismusses (genetikchauvinismus würde vielleicht besser passen) wirklich pervers übel aufstößt und ich mich wirklich ernsthaft frage aus welchem Umfeld jemand selbst stammen muss, um die Überlegenheit der Genetik mancher Leute als Argument für eine veränderte Bildungspolitik zu benutzen.
Ja meines Erachtens sind Leute die so was als Argument benutzen hochgradig suspekt, aber noch gefährlicher halte ich "Wissenschaftler" (wie die ausm Artikel) die sich ernsthaft damit beschäftigen die Überlegenheit der einen gegenüber anderen zu "beweisen". (ich verzichte hier jetzt bewusst auf das Todschlagargument mit der ns-zeit) Wen soll das ganze dienen, wenn "rauskommt" dass ein teil der Bevölkerung n tick schlauer ist als andere, also genetisch, intellektuell überlegen? Mal abgesehen dass das auf der einen Seite komplexe und auf der anderen Seite Überlegenheitsgefühle gibt, ist dass doch vollkommen unnütz. Lieber wären mir Studien was die Leute als ganzes verbindet/vereint. In Zeiten des sozialen/wirtschaftlichen Rückgangs der breiten Masse, kann doch niemanden gelegen sein die Oberschicht nun auch noch mit pseudowissenschaftlichen Genetikkack zu adeln... Wie gesagt es ist im Sinne aller dass ALLE gefördert werden, denn die wirklich Intelligenten wissen was sie am sozialen Frieden haben
Geändert von TigerMC (04.04.2008 um 23:14 Uhr)
|
 |
|
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
Forumregeln
|
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
|