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07.04.2008, 20:39
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Propraetor
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 578
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Jetzt wird das aber wirklich spannend:
Das ist eine völlig andere Aussage als die, die ich traf: Das ich keinen Vierzehn-Stunden-Tag als gesellschaftliche Norm haben möchte. Deine Aussage implizieren, dass Du einen "Normal-Arbeitnehmer" mit einem Acht-Stunden-Tag als Sozialschmarotzer ansiehst; a) halte ich von solchen begiffen wie "Schmarotzer" mehr als wenig und b) ist das einfach albern bis beleidigend.
Wo habe ich derartiges geschrieben? Ich bitte um ein Zitat.
Zitat von Thersites
Jeder, der 12 bis vierzehn Stunden pro Tag arbeitet ist entweder selbst schuld, oder in einer so miserabelen Position (entweder persönlich-finanziell oder als Arbeitnehmer) das er mein aufrichtiges Mitleid verdient.
Ich lasse mir solche Arbeitszeiten keinesfalls als gesellschaftliches Ideal hinstellen, und die Leute, die sich sowas freiwillig aubürden haben mE auch keinen Anspruch auf eine besondere Anerkennung.
Zitat von Thersites
Die Aufgabe des Staates ist daher die Herstellung von Chancengleichheit (bzw. der Versuch, dieses Ideal zu verwirklichen; ganz gelingen wird das natürlich nie
Zitat von Thersites
Und wo habe ich gesagt, dass Geld verdienen schlecht ist?
Siehe die oberen 2 Zitate. Oder wie willst du Leistung und Umverteilung in Einklang bringen? Warum hat deiner Meinung nach jemand Anreiz Leistung zu erbringen?
Redest Du hier von einem Ideal? Dann bist Du ein größerer Idealist als alle Kommunisten dieser Welt zusammen; im Ernst: Deine Annahme hat mit der Wirklichkeit nicht, aber auch nichts zu tun.
Was hat das mit Ideal zu tun? In anderen Ländern ist das schon längst oder immer noch Realität. Deutschland ging mit der jetzigen Methode, jeden X- Beliebigen aufs Gymnasium zu lassen, der Freiheit von einem Studienplatz zum Nächsten zu hopsen und immer noch kostenfrei zu studieren doch zurück, anstätt vorwärts.
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14.04.2008, 03:06
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Tribun
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Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 93
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Zitat von Titus_Livius
Darf ich richtig feststellen, daß eine linke politische Einstellung "links" ist?
Klingt schon irgendwie logisch.
Zitat von Titus_Livius
Aber in einem Punkt hast du Recht: Mit dem Einsetzen der "Gegenbewegung" (69iger) fing der wirtschaftliche Niedergang an. Ein langsamer und schleichender Tod.
Ja, der Kamerad stirbt lieber schnell und hart, ich weiß.
Interressant ist, dass es eine historische Parallele in den 20er Jahren gab. Damals war es auch die Linke, die von Versailler Vertrag bis Sittenverfall und Wirtschaftkrise an allem die Schuld trug. Heute ist "der 68er" der Sündenbock, es steht allerdings zu bezweifeln, ob die Rechte noch genügend politische Schlagkraft besitzt, das Übel an der Wurzel zu packen und auszumerzen, wie es 1938-45 gelungen ist.
Zitat von Titus_Livius
Wenn ja, warum gibt es dann schon in einer Klasse so große Unterschiede zwischen den einzelnen Schülern?
Wegen der Selektion.
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Zitat von TigerMC
Es wird wohl stimmen, dass Hochintellektuelle Eltern weniger Kinder bekommen und die die in der "breite" eher nicht soooo Intelligent sind mehr Kinder bekommen, ABER ich glaube 100% NICHT dass es ein Naturgesetz ist dass deren Kinder nicht Intelligent werden.
Nun es ist höchst umstritten, was ein IQ-Test überhaupt misst, jedenfalls nur einen einen sehr kleinen Ausschnitt der Intelligenz - Sprachvermögen und mathematische Fähigkeiten im wesentlichen. Es ist altbekannt, dass man durch gezieltes Training seinen IQ erheblich steigern kann. Angenommen die Theorie stimmt, dass der IQ sich in etwa auf die Kinder vererbt, ist letztlich nur die "Fähigkeit einen IQ-Test zu lösen" erblich bedingt, nicht aber die Intelligenz.
Ob aber ein hoher IQ zu einem guten Schulabschluss, einer akademischen Karierre, beruflichem Erfolg, usw. verhilft, da müsste man einschlägige Statistiken zu haben.
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04.07.2008, 14:54
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Plebejer
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Registriert seit: 30.06.2008
Beiträge: 20
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Eine Anekdote sagt alles
In den frühen Neunzigern war ich Lehrbeauftragter an einem sozialwissenschaftlichen Institut der Uni Saarbrücken. Ich "gab" Arbeits- und Sozialrecht. Nachdem es mir in der ersten dieser "Übungen" zu meiner Verblüffung aufgefallen war, daß etliche Studenten in Klausuren keine ganzen Sätze und zusammenhängenden Texte mehr schrieben, sondern nur noch Stichworte untereinander schrieben, und mit Pfeilen und Diagrammen verbanden, habe ich die Anforderung bekannt gegeben, daß ich in Klausuren geschlossene, zusammenhängende Texte aus ganzen Sätzen erwarte.
Die Folge war, daß irgendsoein Typ von der Fachschaft bei mir ankam, und sich über diese "unzumutbaren fachfremden Anforderungen" beschwerte. Nachdem er bei mir abgeblitzt war, ging die Fachschaft zum Institutsleiter, wo sie ebenfalls abblitzte. Aber alleine der Umstand, daß ich mich als Dozent einer Übung im Hauptstudium dafür rechtfertigen mußte, daß ich von Studenten mit Vordiplom erwarte, daß sie ganze Sätze und einen zusammenhängenden Text schreiben, und dies von der Fachschaft als "unzumutbar" bezeichnet wurde, sagt genug.
Geändert von Kroni (04.07.2008 um 14:54 Uhr).
Grund: Sprachfehler verbessert
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04.07.2008, 18:55
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Thete
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Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 701
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Zitat von Kroni
In den frühen Neunzigern war ich Lehrbeauftragter an einem sozialwissenschaftlichen Institut der Uni Saarbrücken. (...)
Und was hat das mit 68 zu tun? Die sog. 68ern waren für ihre total verkopfte Theorielastigkeit berühmt oder besser gesagt berüchtigt. Wer einmal versucht hat, einen längeren Text des SDS zum Thema Marxismus oder so zu lesen und zu verstehen wird mir Recht geben: Komplexere Texte kann man eigentlich nicht verfassen.
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