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02.06.2007, 14:48
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
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Ende des British Empire
Ich hätte mal ein paar Fragen zu diesem Sachverhalt, die sich mir bisher nicht so ganz erschlossen haben.
Weshalb kam es in den 50er Jahren zu dieser überhasteten Entkolonialisierung ohne nennenswerte Gegenwehr Großbritanniens? So wie ich das sehe gab es kaum ernsthafte Versuche das Empire und damit den Status einer Supermacht zu erhalten. Im Gegensatz dazu war man aber später für die Falklandinseln bereit einen Krieg zu riskieren. Gab es denn nennenswerten internationalen Druck auf GB seine Kolonien in die Unabhängigkeit zu entlassen? Im aufkommenden Kalten Krieg erscheint mir das schwer vorstellbar.
Wer entschied über die Kolonien? Handelte das britische Parlament da eigenverantwortlich oder wurden die Parlamente der Dominions mit einbezogen?
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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02.06.2007, 14:57
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Möglicherweis ewar man durch den zweiten Weltkrieg noch geschwächt. Zudem hatte GB die meisten seiner Soldaten auf dem Kontinent stationiert - Kalter Krieg. Die konnte man nicht mal so eben abziehen und Freiheitskämpfer in Afrika morden.
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02.06.2007, 15:02
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
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Die Entkolonialisierung war aber erst in den 50ern und gerade nach dem Zweiten Weltkrieg muss GB doch stark hochgerüstet gewesen sein.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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02.06.2007, 15:06
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Aber auch stark geschwächt. Bleibt aber immer noch die Tatsache, dass man Europa nicht verlassen konnte. Wie sah man eigentlich in GB die Entkolonialisierung? Hatten die Freiheitsbewegungen der Kolonien sympathien in der britischen Bevölkerung?
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02.06.2007, 15:10
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.598
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Eine frage die ich mir schon sehr oft gestellt habe, wieso hjaben die briten kamflos alle kolonien geräumt
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02.06.2007, 15:51
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WAZ-Leser
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Registriert seit: 10.05.2007
Ort: Münster
Beiträge: 79
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ich würde wirklich auf den internationalen druck tippen
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Die kürzesten Woerter, nämlich ja und nein, erfordern das meiste Nachdenken.
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02.06.2007, 15:55
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
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Aber von wem?
Frankreich hatte selbst Kolonien, Spanien und Portugal waren Diktaturen und international wenig einflussreich, Deutschland und Italien hatten den Krieg verloren, auf den Ostblock hörte man wohl kaum. Bleibt nur die USA und von der ist mir, von der Suezkrise mal abgesehen, kein Eingreifen zum Nachteil ihrer Bündnispartner bekannt.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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02.06.2007, 16:32
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.006
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Komisch, den Churchill wollte einen Großteil des Britischen Empires bestehen lassen.
Ich denke, man hat einfach die Zeichen der Zeit erkannt. Im Gegensatz zu den Franzosen sind die ehem. Kolonien der Engländer immernoch ein bisschen mit England selbst verbunden ( Commonwealth, Commonwealth Realms)
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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02.06.2007, 16:43
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das ist ganz einfach zu erklären, die kolonien brachten zur damaligen zeit, abgesehen von den geo-strategischen aspekten, kaum etwas ein, sie kostetn einfach nur geld, die einzigen profitablen kolonien waren indien und kanada und australien und südafrika, gb war, wie mozart richtig sagt, nach dem krieg stark geschwächt und plite und konnte sich das kolonialreich, ebenso wie frabkreich nicht mehr leisten und so ließen sie die kolonien frei.
frankreich hat ja noch vrsucht indochina und algerien zu behalten ist aber dann auch am widerstand der eigenen bevölkerung gegen die entkolonialisierungskriege gescheitrt.
mfg farx
Geändert von farx (03.06.2007 um 13:09 Uhr)
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03.06.2007, 15:15
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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indien und kanada und australien und südafrika
Kanada, Australien und Südafrika waren aber schon lange keine wirklichen Kolonien mehr, als Indien dann endlich unabhängig wurde.
Losgelöst von politischem Druck oder wirtschaftlichen Realitäten über die Kolonialfrage, müsste man auch einmal die Öffentliche Meinung betrachten. Womöglich verlor der Imperialismusgedanke an Rückhalt in der Bevölkerung?
Zu den Falklands:
Dass diese so heftig verteidigt wurden hat sowohl innenpolitische Gründe, als auch den Grund, dass die Malwinen von Briten besiedelt war (und ist).
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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Kennt ihr schon unsere Benutzerkarte?
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04.06.2007, 01:56
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K.u.K. Hofzensor
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Registriert seit: 19.05.2005
Ort: Wien
Beiträge: 1.065
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Die meisten britischen Kolonien waren nicht wirklich bzw. überhaupt nicht profitabel. Dazu kam, dass das BE nicht mehr in der Lage war, auf der ganzen Welt seine Gebiete militärisch zu sichern. Man hatte sich entschieden, die Staaten in formelle Unabhängigkeit zu entlassen und sich wirtschaftlich weiterhin an der kurzen Leine zu lassen. Was ja bis heute funtioniert. Zumindest großteils. Die Kolonien waren einfach nicht mehr wirtschaftlich und jene Kolonien mit "englischer" Bevölkerung (Kanada, Australien, etc.) ware sowieso nur mehr lose an GB gebunden.
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04.06.2007, 14:55
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du hast es auf den punkt gebracht!!!
supi!!!  
mfg farx
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14.10.2007, 11:44
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Plebejer
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Registriert seit: 12.10.2007
Ort: Mainz
Beiträge: 7
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Zitat von Kimon
Zu den Falklands:
Dass diese so heftig verteidigt wurden hat sowohl innenpolitische Gründe, als auch den Grund, dass die Malwinen von Briten besiedelt war (und ist).
Hier würde ich auch noch als wichtigen Punkt die Iron Lady Margaret Thatcher aufführen, da sie ja schon das ganze Vorhaben vorangetrieben hat und ganz und gar nicht auf Kompromisse aus war.
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