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04.02.2008, 09:37
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
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Ja das sind immer die typischen Ausreden, mal sind die keine Nazis und mal die nicht und letztendlich war der einzige Nazi sowieso Hitler weil alle anderen ja keine waren.
Wer sollen denn die Nazis gewesen sein wenn nicht die Mitglieder der NSDAP?
Natürlich waren es immer individuelle Gründe, die zum Eintritt in die Partei bewegten, nicht jeder war glühender Antisemit. Wer aber aus Angst um seinen staatlichen Arbeitsplatz in diese Partei eintrat zeigte zumindest ein gehöriges Maß an Opportunismus und Bereitschaft den NS-Staat aktiv zu stützen. Adolf Eichmann war auch nur Bürokrat der seine Pflicht getan hat (sagte er jedenfalls selber) und der nie ein KZ von innen gesehen hat. Macht das seine Taten besser?
Ihr tut so als ob der Arbeitsplatzverlust mit dem Weltuntergang gleichzusetzen ist, herje das Leben geht weiter und für seine Überzeugung kann man ruhig mal einen Arbeitsplatz verlieren.
Und um es mal vom juristischen Standpunkt aufzurollen. Man war Mitglied in einer als verbrecherisch eingestufen Organisation und damit Mittäter. Das Sprichwort Mitgefangen, Mitgehangen trifft hier sehr gut.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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04.02.2008, 13:27
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Mensch
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Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 287
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Zitat von Bruckner
Ich glaube, das dieter4711 sich auf diesem Teil meines Beitrages bezog.
Lieber Bruckner,
so ist es. Wenn man bedenkt, dass ehemalige Nazis Bundeskanzler und Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden konnten, so kann ich die Behandlung meines Großvaters überhaupt nicht verstehen. 
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Nichts ist unmöglich
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04.02.2008, 14:08
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Zitat von Wulfnoth
Ihr tut so als ob der Arbeitsplatzverlust mit dem Weltuntergang gleichzusetzen ist, herje das Leben geht weiter und für seine Überzeugung kann man ruhig mal einen Arbeitsplatz verlieren.
Und wo hättest du dich für einen neuen Job beworben mit dem Brandzeichen sich offen gegen die Nazis, die jeden gesellschaftlichen Bereich kontrollierten, gestellt zu haben?
Aber werd du ruhig erstmal Arbeitslos. Ist ein scheiß Gefühl.
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04.02.2008, 14:32
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Zitat von mozart
Und wo hättest du dich für einen neuen Job beworben mit dem Brandzeichen sich offen gegen die Nazis, die jeden gesellschaftlichen Bereich kontrollierten, gestellt zu haben?
Aber werd du ruhig erstmal Arbeitslos. Ist ein scheiß Gefühl.
Mir brauchst du über Arbeitslosigkeit etc. nichts erzählen, sowas hab ich schon hinter mir, also lass den persönlichen Quatsch raus.
Wer in die NSDAP eingetreten ist war ein rückgradloser Mittäter, dumm für sie dass auf den NS-Staat ein System folgte dass sich auf Moral und Rechtsstaatlichkeit berief.
Aber dass du das nicht verstehst war mir klar.
Ich glaub wenn ich das nächste Mal arbeitslos werde, dann lass ich mich von Blackwater anheuern um Irakis zu ermorden, hauptsache man hat Arbeit, ne? Oder ich konvertiere zum Islam und Kämpfe für irgend eine Extremistengruppe, Grechtigkeit? Moral? Nein danke!
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04.02.2008, 14:50
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Praetor
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Zitat von Wulfnoth
Ich glaub wenn ich das nächste Mal arbeitslos werde, dann lass ich mich von Blackwater anheuern um Irakis zu ermorden, hauptsache man hat Arbeit, ne? Oder ich konvertiere zum Islam und Kämpfe für irgend eine Extremistengruppe, Grechtigkeit? Moral? Nein danke!
Es ist aber schon ein Unterschied, ob man in eine Partei eintritt, um seinen alten Beruf weiterhin ausführen zu können, etwa im kleinstädtischen Rathaus oder als Volksschullehrer, oder ob man sich an Verbrechen aktiv beteiligt.
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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04.02.2008, 14:58
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nobodys fault
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Ich glaub keiner bestreitet dass sich solche Leute nicht grade mutig und ehrenhaft verhielten, doch Nazis (wie du sie vorhin nanntest)waren sie auch nicht.Oder würdest du z.B.Oskar Schindler als Nazi bezeichnen?
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Auch Demokratie ist nur eine (Geld-)Aristokratie 
alles Geschriebene zeigt meine "bescheidene und nicht gefragte" Meinung.
und Ordograffi feler kan der fiender bealten 
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04.02.2008, 15:05
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The Censor
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Zitat von K. Ropp
Es ist aber schon ein Unterschied, ob man in eine Partei eintritt, um seinen alten Beruf weiterhin ausführen zu können, etwa im kleinstädtischen Rathaus oder als Volksschullehrer, oder ob man sich an Verbrechen aktiv beteiligt.
Nun Hitler hat die Diktatur in Deutschland auch nur errichtet um sich einen Beruf als Reichskanzler dauerhaft zu sichern.
Die Frage ist doch rechtfertigt das selbstsüchtige Ziel alle Mittel?
Letztendlich ist mir das Ziel schnuppe, die Menschen sind in eine verbrecherische Partei eingetreten und haben sie somit aktiv unterstützt. Da man soweit ich weiß nur volljährig in die NSDAP kam, war man für seine Taten voll verantwortlich.
Zitat von Nichts
Ich glaub keiner bestreitet dass sich solche Leute nicht grade mutig und ehrenhaft verhielten, doch Nazis (wie du sie vorhin nanntest)waren sie auch nicht.Oder würdest du z.B.Oskar Schindler als Nazi bezeichnen?
Ein Mitglied der NSDAP ist per Definition Nazi oder wer war es deiner Meinung nach sonst?
Nazi ist ja nur die Abkürzung für Nationalsozialist.
Ein Mitglied der SPD ist ja auch per Definition Sozialdemokrat oder kurz Sozi.
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04.02.2008, 15:11
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nobodys fault
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und ein Mitglied der Linkspartei Kommunist?
Ich würde Nazi in diesem Falle eher mit Faschist gleichsetzen, denn so wird der Begriff auch oft gehandhabt. Denn Sozialistisch war ja auch nicht all zu viel an der natonalsozialistischen Partei...
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04.02.2008, 15:19
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Nein Sozialist, jedenfalls sagte das der Name der als größerer Vorgängerpartei PDS.
Faschist ist ja ein recht schwammiger Begriff, aber da sich die NSDAP als faschistische Bewegung begriff, war man mit einigem Fug und Recht auch Faschist.
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04.02.2008, 15:58
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Praetor
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Zitat von Wulfnoth
Nun Hitler hat die Diktatur in Deutschland auch nur errichtet um sich einen Beruf als Reichskanzler dauerhaft zu sichern.
Die Frage ist doch rechtfertigt das selbstsüchtige Ziel alle Mittel?
Letztendlich ist mir das Ziel schnuppe, die Menschen sind in eine verbrecherische Partei eingetreten und haben sie somit aktiv unterstützt.
Wie weit hätte denn deiner Meinung nach der Widerstand gegen den Nationalsozialismus gehen sollen?
Auf den Arbeitsplatz verzichten? Die Kinder nicht zur HJ schicken?
Denkst du nicht, dass ein solches Verhalten Repressalien gegen die eigene Person und gegen die Familie zur Folge gehabt hätte?
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Zitat von Helmut Kohl
Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterrand denkt, aber ich denke dasselbe.
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04.02.2008, 16:18
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The Censor
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Zitat von K. Ropp
Wie weit hätte denn deiner Meinung nach der Widerstand gegen den Nationalsozialismus gehen sollen?
Auf den Arbeitsplatz verzichten? Die Kinder nicht zur HJ schicken?
Denkst du nicht, dass ein solches Verhalten Repressalien gegen die eigene Person und gegen die Familie zur Folge gehabt hätte?
Soweit wie es das eigene Gewissen zulässt und im besten Fall soweit wie möglich. Ich kann nicht beurteilen wie weit ich gegangen wäre, ich habe damals nicht gelebt aber darum geht diese Diskussion auch nicht. Ich weiß dass die kollektive Rückgratlosigkeit der Deutschen sich bis in die Gegenwart zieht und man so auch gerne Verständnis für die Menschen damals entwickelt.
Fakt ist aber, dass niemand, absolut niemand, offiziell zum Parteieintritt gezwungen wurde. Schon gar nicht 1933 wie das für einige Personen die Bruckner oben aufzählte zutrifft. Mir ist durchaus bewusst, dass ein Mitgliedschaft in einigen NS-Unterorganisationen quasi verpflichtend war aber dies trifft nicht für die Partei selber zu, für diese gab es aufgrund des hohen Zulaufs sogar Anmeldestopps. Wo kein Zwang, da keine Repressalien.
Im Übrigen steht meine Frage wer denn ein Nazi gewesen sein soll, wenn nicht die Mitglieder der NSDAP immer noch im Raum.
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04.02.2008, 16:24
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nobodys fault
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Zitat von Wulfnoth
Im Übrigen steht meine Frage wer denn ein Nazi gewesen sein soll, wenn nicht die Mitglieder der NSDAP immer noch im Raum.
Verblendete Leute die Hitlers Ideologie teilten und daran festhielten.
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04.02.2008, 16:28
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Praetor
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Zitat von Nichts
Zitat von Wulfnoth
Im Übrigen steht meine Frage wer denn ein Nazi gewesen sein soll, wenn nicht die Mitglieder der NSDAP immer noch im Raum.
Verblendete Leute die Hitlers Ideologie teilten und daran festhielten.
Mit dieser Definition bin ich auch nicht einverstanden, denn dann hätte es im Dritten Reich keine Überzeugungstäter gegeben, sondern alle wären von einem Demagogen verführt worden.
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Zitat von Helmut Kohl
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04.02.2008, 16:36
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The Censor
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Zitat von Nichts
Verblendete Leute die Hitlers Ideologie teilten und daran festhielten.
Da machst du es dir aber sehr einfach, das lass ich so nicht gelten. Jedes NSDAP-Mitglied war im wahrsten Sinne des Wortes Parteigänger Hitlers und signalisierte damit Zustimmung zu jeder seiner Taten, das ist aktive Unterstützung.
Es war nicht Hitlers Ideologie, es war die Ideologie der NSDAP, wenn du von Hitlers Ideologie sprichst verkennst du die Rolle eines Himmler, Heydrich, Goebbels oder Göring.
Die NSDAP verstand sich als Sperrspitze der faschistschen Revolution, wenn man in diese Partei eintrat war man damit einverstanden.
Man war Parteifreund aller großen Verbrecher des Dritten Reiches.
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04.02.2008, 16:50
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nobodys fault
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Ich will ja nicht behaupten das der Mensch, der aus z.B. Karrieregründen der NSDAP beitratt, keinen eigentlich unentschuldbaren Fehler gemacht hat, aber einen Oskar Schindler z.B. der aus diesen Gründen der NSDAP beitrat und demnoch hunderten Juden das Leben gerettet hat im nachhinin als Nazi zu bezeichnen stäube ich mich.
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Geändert von Nichts (04.02.2008 um 16:53 Uhr).
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