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06.05.2007, 11:25
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
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Erhard nie Mitglied der CDU
Ich habe gestern Abend mal den "neuen" Stern durchgeblättert und so wie es jetzt aussieht stellte die CDU in der Geschichte der BRD erst Vier und nicht Fünf Bundeskanzler, denn Ludwig Erhard war wohl nie Mitglied in der CDU.
Einerseits finde ich es verfassungsrechtlich interessant, weil es nun auch ein Beispiel dafür gibt, dass der Bundeskanzler nicht parteigebunden sein muss und dies nicht nur eine leere Formel im Grundgesetz ist.
Andererseits frage ich mich ob das irgendeine Relevanz hat. Bei Erhard bedienen sich ja nicht nur Christdemokraten sondern auch alle anderen Lager vom extremen rechten und extremen linken Flügel vielleicht mal abgesehen. Also verliert die CDU auch keine Glaubwürdigkeit wenn sie sich weiterhin auf ihn beruft.
Auf jeden Fall hebt es meine Meinung von Erhard gewaltig an, denn Parteien und die Mitgliedschaft in einer werden maßlos überbewertet. Letzlich sollten doch Ideen und Leistungen zählen und nicht wie lange man ein guter Parteisoldat war.
Aus dem Grund freue ich mich immer wenn parteilose Minister nominiert werden. Wäre für mich auch ein Argument für Kirchhoff gewesen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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06.05.2007, 12:21
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.006
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Zitat von Wulfnoth
Ich habe gestern Abend mal den "neuen" Stern durchgeblättert und so wie es jetzt aussieht stellte die CDU in der Geschichte der BRD erst Vier und nicht Fünf Bundeskanzler, denn Ludwig Erhard war wohl nie Mitglied in der CDU.
Einerseits finde ich es verfassungsrechtlich interessant, weil es nun auch ein Beispiel dafür gibt, dass der Bundeskanzler nicht parteigebunden sein muss und dies nicht nur eine leere Formel im Grundgesetz ist.
Andererseits frage ich mich ob das irgendeine Relevanz hat. Bei Erhard bedienen sich ja nicht nur Christdemokraten sondern auch alle anderen Lager vom extremen rechten und extremen linken Flügel vielleicht mal abgesehen. Also verliert die CDU auch keine Glaubwürdigkeit wenn sie sich weiterhin auf ihn beruft.
Auf jeden Fall hebt es meine Meinung von Erhard gewaltig an, denn Parteien und die Mitgliedschaft in einer werden maßlos überbewertet. Letzlich sollten doch Ideen und Leistungen zählen und nicht wie lange man ein guter Parteisoldat war.
Aus dem Grund freue ich mich immer wenn parteilose Minister nominiert werden. Wäre für mich auch ein Argument für Kirchhoff gewesen.
Hm, er war als Parteiloser Vorsitzender der CDU? Geht da?
Den Artikel kenne ich, das habe ich bereits vor einigen Tagen gelesen.
Trotzdem kann man sagen, dass der Mann politisch schon der CDU zuzuordnen ist  (Siehe Sig )
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Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung sinken läßt. Ludwig Erhard
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06.05.2007, 12:22
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
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Zitat von Scipio
Hm, er war als Parteiloser Vorsitzender der CDU? Geht da?
Nein geht eben nicht.
Zitat von Scipio
Den Artikel kenne ich, das habe ich bereits vor einigen Tagen gelesen.
Trotzdem kann man sagen, dass der Mann politisch schon der CDU zuzuordnen ist (Siehe Sig )
Das habe ich auch gar nicht bestritten. Er hat ja jahrelang in CDU-Kabinetten gesessen.
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06.05.2007, 12:26
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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Da wollte wohl einer keine Mitgliedsbeiträge zahlen!
Ist er aber nicht später dann doch Parteimitglied geworden? Meine ich mal gelesen zu haben, aber ich kenne den Spiegel-Artikel nicht (falls dort neue Erkenntnisse erscheinen).
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Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können - G.K. Chesterton
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Kennt ihr schon unsere Benutzerkarte?
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06.05.2007, 12:28
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
Ort: Bruchsal
Beiträge: 1.006
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Zitat von Wulfnoth
Nein geht eben nicht.
Trotzdem war er es. Und tut mir Leid, ich kann nicht glauben, dass man CDU Vorsitzender wird, wenn man nicht Mitglied ist. Vielleicht ist die Mitgliedschaft nicht zu 100% rechtlich richtig vollzogen worden, aber von der Logik her..
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06.05.2007, 12:29
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Freiburg
Beiträge: 6.447
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Zitat von Kimon
Ist er aber nicht später dann doch Parteimitglied geworden? Meine ich mal gelesen zu haben, aber ich kenne den Spiegel-Artikel nicht (falls dort neue Erkenntnisse erscheinen).
Das war die bisherige Version, ist aber wohl wie die Geschichte mit dem besonders gesunden Spinat nur eine häufig wiederholte Unwahrheit.
Zwar hat die CDU ihm mal einen Mitgliederausweis zugeschickt aber er hat nie Mitgliedsbeiträge gezahlt und allein ein unfreiwillig zugeschickter Mitgliedsausweis macht noch keine Parteimitgliedschaft aus. Zudem haben sie bei der CDU wohl keinen Beweis, dass Erhard Mitglied war.
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06.05.2007, 12:30
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.447
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Zitat von Scipio
Trotzdem war er es. Und tut mir Leid, ich kann nicht glauben, dass man CDU Vorsitzender wird, wenn man nicht Mitglied ist. Vielleicht ist die Mitgliedschaft nicht zu 100% rechtlich richtig vollzogen worden, aber von der Logik her..
Zumindest haben es alle geglaubt weil es so unwahrscheinlich schien, dass er es nicht ist aber glaubst du allen ernstes vor der Wahl stellt sich jemand vor den damaligen Bundeskanzler Erhard und fragt ihn nach seinem Mitgliedsausweis?
Nach deutschem Parteienrecht kann er aber ohne Mitgliedschaft kein Vorsitzender sein.
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06.05.2007, 12:37
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
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Beiträge: 1.006
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Zitat von Wulfnoth
Zumindest haben es alle geglaubt weil es so unwahrscheinlich schien, dass er es nicht ist aber glaubst du allen ernstes vor der Wahl stellt sich jemand vor den damaligen Bundeskanzler Erhard und fragt ihn nach seinem Mitgliedsausweis?
Nach deutschem Parteienrecht kann er aber ohne Mitgliedschaft kein Vorsitzender sein.
Aber er war es gewesen. Er wurde in dieses Amt gewählt und ich kann einfach nicht glauben, dass er wissentlich gegen das Parteiengesetz verstoßen hat.
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06.05.2007, 12:39
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.447
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Zitat von Scipio
Aber er war es gewesen. Er wurde in dieses Amt gewählt und ich kann einfach nicht glauben, dass er wissentlich gegen das Parteiengesetz verstoßen hat.
Es hat ihn wohl einfach nicht gestört. Erhard fand Parteien und Mitgliedschaften laut dem Artikel und dem Interview wohl gänzlich unwichtig, vor allem weil er sowieso schon seit Jahren Politik für die CDU machte. Ob er das Parteiengesetz im Wortlaut genau kannte wird man wohl nie rausfinden, sollte die CDU aber keinen Beweis für seine Mitgliedschaft besitzen, haben sie nun wohl ein paar Jahre in ihrer Geschichte keinen Vorsitzenden gehabt.
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06.05.2007, 12:42
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Separatisto
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Zitat von Wulfnoth
Es hat ihn wohl einfach nicht gestört. Erhard fand Parteien und Mitgliedschaften laut dem Artikel und dem Interview wohl gänzlich unwichtig, vor allem weil er sowieso schon seit Jahren Politik für die CDU machte. Ob er das Parteiengesetz im Wortlaut genau kannte wird man wohl nie rausfinden, sollte die CDU aber keinen Beweis für seine Mitgliedschaft besitzen, haben sie nun wohl ein paar Jahre in ihrer Geschichte keinen Vorsitzenden gehabt. 
Ja, de jure, aber de facto war er es.
Ich kann nicht glauben, dass er so etwas wichtiges nicht wusste. Aber man wird es wohl nie erfahren.
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06.05.2007, 17:21
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
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Gestern vor 30 Jahren ist der einzige deutsche Bundeskanzler, den man einen Liberalen nennen kann, gestorben.
Anlässlich dessen heute Sonderprogramm auf Phoenix. Dabei Erhard im Interview:
Interviewer: "Welche Partei haben sie in der Weimarer Zeit gewählt?"
Erhard: "Demokratische Partei." [gemeint ist die FDP-Vorgängerpartei DDP]
Interviewer: "Warum haben sie sich für die CDU entschieden?"
Erhard (sinngemäß): "Ich wollte die liberale Idee durchsetzen. Da musste ich nicht in die ohnehin schon liberale Partei gehen, sondern wollte die große Volkspartei für meine Ideen gewinnen."
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10.05.2007, 17:14
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Praetor
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Registriert seit: 11.01.2007
Ort: München
Beiträge: 418
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habe die dokumentation auch gesehen und darin heißt es aber doch auch dass erhard als er zum bundeskanzler gewählt worden ist mitglied in der cdu geworden ist oder nicht ?
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10.05.2007, 17:44
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Ist eine - von der CDU - weit gesteute Legende, die diese anscheinend nicht beweisen kann.
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11.05.2007, 17:25
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Separatisto
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Registriert seit: 23.10.2005
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Glaube ich nicht. ich traue Erhard einfach nicht zu, so etwas zu unternehmen.
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11.05.2007, 17:34
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Censor
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Registriert seit: 25.12.2005
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 1.191
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Ach, Beckenbauer hatte auch keine Trainerlizenz und hat Deutschland trotzdem zum WM-Sieg geführt...
Man sollte das nicht überbewerten: Es liegen Mitgliedskarten vor, vielleicht sind beide Seiten wirklich davon ausgegangen, dass Erhard Mitglied ist, auch wenn sich jetzt herausstellt dass dem juristisch nicht so ist, oder man zumindest es nicht beweisen kann.
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