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01.02.2007, 08:52
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Homo Novus
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Registriert seit: 30.01.2007
Ort: Köln
Beiträge: 288
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AW: Holocaust und der Unterricht
Zitat von akinci
Wenn wir es ganz hart betrachten hat Hilter nicht nur durch Holocaust Menschen getötet, sondern er hat die Deutschen in eine Todesmission geschickt. Von dem Verlust des ansehens ganz zu schweigen.
das is imo keine "harte" betrachtung, sondern eine realistische
man muss das sogar noch ausweiten auf all die anderen toten soldaten des 2.Wk, die ohne den deutschen angriffs-/vernichtungskrieg nicht hätten sterben müssen
zum thema holocaust im unterricht:
ich finde es auch problematisch, dass das thema zum teil extrem überstrapaziert wird, muss allerdings sagen, dass es imo schon besser wird
wir waren ein einziges mal im KZ (buchenwald), auf 2 vorlesungen im museum und ham das thema eigentlich nur in geschi in der 10 und in der 13 gemacht, jeweils nicht mehr als 2 monate
in anderen fächern haben wirs eigtl nur tangiert
in diesem maße halte ich den unterricht durchaus für sinnvoll, denn es ist definitiv ein wichtiges thema, dem ein gewisses gewicht zukommen muss
trotzdem darf es halt nich übertrieben werden, wie das in den letzten 20 jahren offenbar passiert is; insbesondere wenn andere wichtige facetten dieser zeit dann unbeachtet bleiben
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01.02.2007, 13:36
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AW: Holocaust und der Unterricht
Zitat von toblu
das is imo keine "harte" betrachtung, sondern eine realistische
man muss das sogar noch ausweiten auf all die anderen toten soldaten des 2.Wk, die ohne den deutschen angriffs-/vernichtungskrieg nicht hätten sterben müssen
Richtig, der Spiegel entlavte Hitler nun vor knapp 2 Jahren auch als Verursacher der Hiroshima-Opfer ("Hiroshima - Hitlers letzte Opfer")
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03.02.2007, 10:23
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AW: Holocaust und der Unterricht
Nicht ganz Holocaust, passt aber doch irgendwie in die Diskussion:
Wie berichtet, demonstrierten rund 270 Schüler vor einer Woche auf der Bahnhofstraße und vor der St.-Martinus-Kirche gegen Diskriminierung und rechte Gewalt. Motto: "Zeig Rassismus die rote Karte." Zwei Schülerinnen haben es abgelehnt, sich an dieser Aktion zu beteiligen. "Nun stehen wir öffentlich als Rassisten da", sagen Sarah und Farina, beide 16 Jahre alt. Ein Eindruck, den sie so nicht stehen lassen wollen.
Ein weiterer Vorfall hat die Situation noch verschärft. Während der Demonstration mussten die beiden Schülerinnen im Sekretariat die Gründe für ihre Ablehnung aufschreiben. Dabei vertraten sie die Auffassung, Ausländer sollten sich der "deutschen Art" anpassen. Eine Formulierung, die Schulleiterin Marie-Luise Bock ebenso ablehnt wie die Klassenlehrerin. Beide sehen hier mindestens eine Tendenz zu Nazi-Vokabular.(...)
http://www.westline.de/nachrichten/a...elevanz&ort=ht
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03.02.2007, 13:46
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Plebejer
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Registriert seit: 31.01.2007
Ort: in deiner Hauptstadt! :D
Beiträge: 36
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AW: Holocaust und der Unterricht
Zitat von mozart
Richtig, der Spiegel entlavte Hitler nun vor knapp 2 Jahren auch als Verursacher der Hiroshima-Opfer ("Hiroshima - Hitlers letzte Opfer")
Hitler? Weil die Amerikaner auf Hochtouren arbeiteten, um vor den Deutschen eine einsatzfähige Nuklearwaffe zu besitzen? Schon 1938 machten die Deutschen kaum Fortschritte, da Deutschland militärisch-industriell nicht mehr in Lage war ausreichend Material zugänglich zu machen. Das Rennen um die Atombombe hatten die Amerikaner bereits 1942 gewonnen.
Im April 1945 hatten die Amerikaner dann bereits genug Material, aber es war nur eine Sache von Tagen, bis die Deutschen kapitulieren würden. Die anfängliche Angst vor einer Deutschen Bombe war wie weggeflogen. Die Allierten verlangten sowohl von Deutschland, als auch von Japan die Kapitulation, aber Japan weigerte sich zu dem Zeitpunkt noch. Nach dem Testversuch "Trinity" wurden letztendlich drei japanische Orte in Betracht gezogen: Kokura, Hiroshima und Nagasaki. Vor dem Einsatz holte sich Truman Ratschläge von Wissenschaftlern und Politikern aus der Welt ein. Dabei riet ihm z.B. Leó Szilárd von dem Einsatz ab, da nach Deutschlands Kapitulation die Notwendigkeit nicht mehr vorhanden war. Der spätere amerikanische Außenminister James Byrnes erinnerte Truman an den geheimen finanziellen Aufwand, der seine politische Existenz gefährdete - ein weiteres Motiv für die Entscheidung. Es bleibt auch noch offen, ob Truman die Bombe einsetzte, weil sie schlichtweg gebaut und fertiggestellt wurde. Die Japaner griffen ohne Rücksicht und ohne Kriegserklärung Pearl Harbor an, warum sollten jetzt die Amerikaner Rücksicht nehmen? Unterschied bei der Sache wohl das immense Ausmaß.
Sorry, dass ich so weit ausgeholt habe, aber ich denke, ohne Hitler jemals verteigen zu wollen, sehe ich es ist als zu simpel an, ihn für die Abwürfe verantwortlich zu machen.
Geändert von aufziehvogel (03.02.2007 um 13:48 Uhr).
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03.02.2007, 13:50
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.035
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AW: Holocaust und der Unterricht
Man kann da natürlich sehr gewagt argumentieren (ich habe die SPIEGEL-Ausgabe nicht gelesen).
Nämlich dass Japan ohne den Deutschen Krieg und die damit einhergehende Vorfahrt für Europa garnicht zu einer solchen Macht aufgestiegen wäre und die USA weiterhin mehr Soldaten für eine Landung auf den japanischen Inseln gehabt hätten wenn sie nicht in Europa gewesen wären und in der Folge der Einsatz von Atombomben nicht nötig gewesen wäre.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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03.02.2007, 14:00
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Plebejer
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Registriert seit: 31.01.2007
Ort: in deiner Hauptstadt! :D
Beiträge: 36
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AW: Holocaust und der Unterricht
Ich glaube nicht, dass Truman Soldaten auf's Spiel gesetzt hätte, wenn er die Möglichkeit hatte Japan innerhalb von Sekunden zu Fall zu bringen.
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03.02.2007, 14:02
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.035
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AW: Holocaust und der Unterricht
Ich sagte ja auch nur, dass das eine mögliche Argumentation ist.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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03.02.2008, 23:49
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homo novus
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Registriert seit: 09.08.2007
Beiträge: 124
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also wir haben de holocaust in zwei drei wochen abgehandelt. die grundlegendsten fakten wurden vermittelt. ns-ideologie besprochen und über das versagen der zivilgesellschaft diskutiert. in mancher hinsicht war das ganze gewiss zu oberflächlich aber zumindest wurde uns nicht eine art erbschld eingebläut oder sinnlos verallgemeinert.
es war vl. zu wenig aber über die qualität kann ich nicht meckern. allein, dass unser professor es ablehnte mit uns nach mauthausen zu fahren hat uns enttäuscht, besonders weil eigtl. die gesamte klasse dafür war.
ein wirklich schlimmes erlebniss hatte ich als bei einem gespräch in meiner grundausbildung unser oberwachtmeister(gruppenkommandat) felsenfest die meinung vertrat hitler hätte von all dem nichts gewusst, wie er auch von einigem nichs gewusst haben soll.  
also kadersoldaten wird ja diesbezüglich geschichsunterricht mit kz-besuchen angedeiht aber vl. muss man da noch etwas überarbeiten (oder intensivieren). war echt geschockt.
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