28.08.2008 - 17:41
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  #1  
Alt 19.01.2006, 12:13
mozart
Gast
 
Beiträge: n/a
Japan nach dem 2. Weltkrieg

mich würde interessieren, warum die alliierten japan völlig anders behandelten wie deutschland. japan durfte sogar seinen kaiser behalten. warum war man so milde mit japan?
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  #2  
Alt 19.01.2006, 12:29
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.223
Mild? Auch die Japaner haben schwere Konsequenzen tragen müssen. Es gibt immerhin Militärbasen der Amerikaner im Land und der Kaiser ist nicht Staatsoberhaupt sondern er repräsentiert die Japaner.

Der wesentliche Unterschied ist einfach mak dass unter dem Eindruck der A-Bomen-Schläge die Japaner einem Frieden zugestimmt haben ohne dass ihr Land direkt besetzt war. D.h. sie hatten noch eine intakte Verwaltung und Regierung.
__________________
Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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  #3  
Alt 19.01.2006, 13:26
Benutzerbild von Homer
Propraetor
 
Registriert seit: 23.12.2005
Ort: Köln
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Man muss auch bedenken das Japan kurz vor einer Invasion stand die Amerikanischen Flugzeugträger standen praktisch vor der Haustür Japans sowie die Russen und Chinesen. Sie mussten aufgeben sie hatten keine Wahl.
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  #4  
Alt 19.01.2006, 13:44
Plebejer
 
Registriert seit: 08.01.2006
Beiträge: 41
Ich denke man hätte aucgh Deutschland mehr begnadigt wenn die Deutschen Hitler zur Abdankung zwingten und kapitulierten. Das is natürlich nur Hypothese.

Beim Frieden mit Japan stimmen ich Wulfnoth zu. Die A-bomben waren find ich ein Drohmittel unter dem Japan kapitulieren musste.
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  #5  
Alt 19.01.2006, 14:16
Alterspräsident
 
Registriert seit: 27.12.2005
Beiträge: 262
Ich kann da auch keine "Milde" erkennen.

Japan wurde nach der Kapitulation von einer Militärregierung unter MacArthur regiert. Volle Souveränität erhielt es erst 1952 zurück, nachdem es eigentlich in allen Belangen (Außenpolitik, Innenpolitk) die Positionen der Amerikaner übernommen, sämtliche Territorialansprüche auf den Stand von 1854 (!) zurücknahm, eine Verfassung nach amerik. Vorbild in Kraft setzte und mit den USA einen Militärvertrag akzeptierte.
Erwähnenswert vielleicht auch der Umstand, dasß die japanische Industrie unter alliierte (d.h. hier amerikanische) Kontrolle gestellt wurde.

Das ganze wurde von einer sehr US- und GB-freundlichen "Regierung" unter Shigeru Yoshida, dem ehemaligen jap. Botschafter in GB mitgetragen. Der Kaiser hatte schon mit der Kapitulation auf seine "Göttlichkeit" und jeden sonstigen Machtanspruch verzichten müssen.

Aber, was in Deutschland vielleicht nicht so bekannt ist, sind die Kriegsverbrecherprozesse von 1946-48 sowie die Rückkehrer aus den seit 1854 besetzten Gebieten. Auch nicht zu vergessen - Japan hatte ebenfalls Reparationen zu leisten.

Das die Amerikaner (trotz "Pearl Harbor") dennoch auch japanische Interessen nicht ganz außer Acht ließen - ist wohl auch auf die Notwendigkeit eines stabilen Bündnispartners in der Region zurückzuführen (wenn man nur an China und Korea denkt ...) und nicht zuletzt auf den "Statthalter" MacArthur, der eben seinen "eigenen Weg" ging ...
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"Wer Frauen zu den Engeln zählt, ist Witwer oder unvermählt."
Wolfgang Salpeter
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  #6  
Alt 19.01.2006, 14:54
Benutzerbild von Anu
Anu Anu ist offline
Stop 1984
 
Registriert seit: 20.03.2005
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Beiträge: 232
Ganz genau. Japan sollte wie später die BRD zur Festung gegen den Kommunismus ausgebaut werden. Klar hätten die Japaner schonungslos ausgebeutet werden können, aber was hätte es den Amerikanern genutzt? Irgendwann wären die dann geschwächten Japaner von den Kommunisten unterwandert worden.
Zum Tenno: Schon vor der Kapitulation war der Tenno in Japan formal (!) kaum mehr als unser Bundespräsident heute, aber durch seinen Göttlichkeitsstatus hatte er einen enormen Einfluss und das Volk hinter sich. Und gegen das Volk konnte keine Regierung handeln. Diesen Status verlor er aber Gezwungenermaßen. Das war Teil der Siegerdiktate. Hätte er auf seiner Göttlichkeit beharrt, wäre der Krieg weitergegangen und er zum Kriegsverbrecher erklärt worden. Hirohito wollte allerdings sein Volk schützen und erklärte dafür öffentlich, dass er nicht von der Sonnengöttin abstammte. Deshalb gibt es das Kaiser"amt" auch heute noch. Ansonsten hätten die Amerikaner es abgeschafft. Hirohito selbst war übrigens eher friedliebend. Von manchen Historikern, einschließlich meiner Lehrerin wird es jedoch gerne als Faschist bezeichnet. Tatsache ist jedoch, dass die japanische Regierung und vor allem der Tenno zumindest außenpolitisch Marionetten der Militärs waren. Man wurde nur unzureichend oder garnicht informiert, vor allem nicht von Sachen wie dem Nanking-Massaker oder der Einheit 731. Ob der Tenno davon wusste ist ungewiss, sicher ist aber, dass diese Institution nicht von ihm vorgesehen war (ganz im Gegenteil zu Hitler).
Noch kurz zu den "Chinesen vor Japans Haustür": Vor denen mussten sie wirklich keine Angst haben, selbst nicht im letzten Stadium des Krieges. Große Teile waren regelrecht versklavt und die, die dies nicht waren, waren die armen Gebiete im Osten, die nur spärlich und vor allem von Bauern bewohnt wurden.
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  #7  
Alt 19.10.2007, 00:27
Plebejer
 
Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 32
Da Japan bereits vor dem Abwurf beider Atombomben zur Kapitulation bereit war [allerdings nicht zu einer bedingungslosen, was wiederum die USA verlangte], waren diese militärisch nicht notwenig. Ich vertrete auch die Meinung, dass es hierbei vordergründig um das Prestige ging, als erste Macht, die neuentwickelte Waffe zum Einsatz zu bringen.

Ansonsten gibt es viele Vergleichespunkte zu Deutschland und in wesentlichen Punkten zeigt sich, dass die Entwicklung einige Gemeinsamkeiten aufweist.
Wie schon erwähnt wurde, war Japan ebenso wie Deutschland im Kalten Krieg interessantes Objekt für beide Seiten. Durch den Friedensvertrag von San Francisco und dem Sicherheitsabkommen gelang es den USA Japan fest an der eigenen Seite zu verankern.
Also gerade was das Kämpfen um das Land für die jeweils eigene Seite [USA vers. UdSSR] angeht, ist die politische Lage eigentlich sehr gut mit der deutschen zu verlgeichen.

Was die Territorialfrage anbelangt so muss ich nochmal zum Verständnis nachfragen.
Wenn hier in den vorangegangen Beiträgen davon gesprochen wird, dass die Territorialansprüche auf den Stand von 1854 zurückgebracht wurden, bezieht sich dass dann auf die USA oder die UdSSR? Irgendwie ist mir das gerade nicht ganz klar.
Soweit ich weiß, war die Territorialfrage ein wichtiger Punkt im japanisch-russischen Verhältnis, auf Grund dessen, dass die UdSSR die Kurilen besetzten. Ua bezog man sich bei der Begründung für Einverleibung dieser Inseln auf die Ergebnisse von Jalta und San Franciso.
Hieber handelt es sich um einen sehr heiklen Punkt, der auch mit dafür verantwortlich ist, dass es bis heute keinen Friedensvertrag zwischen Russland und Japan gibt. Man konnte sich zwar im Oktober 1956 darauf einigen den Kriegszustand als beendet zu erklären, aber gerade in der Territorialfrage kam man sich trotz mehrere Verhandlungen nie näher und bis heute ist keine Einigung in Sicht.

Und wenn wir schon beim Thema Japan sind:
Ein Punkt, der auch nicht gerade sehr bekannt ist, ist der Umstand, dass Japan im 2. Weltkrieg nicht zu den Zurückhaltensten zählte: über Menschenversuche in der Mandschurei bis zum Einsatz biologischen & chemischer Stoffe gegen China, wodurch sie dort gesamte Landstriche entvölkerten. "Interessant" ist hierbei wie die USA mit jenen Verantwortlichen & zuständigen Wissenschaftlern verfuhr: statt diese vor das Kriegsgericht zu ziehen, kaufte man sich einfach das "Know-how" ab, um es später selbst zum Einsatz zu bringen, z.B. im Vitnamkrieg zur Entlaubung.
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  #8  
Alt 19.10.2007, 06:33
Benutzerbild von Wulfnoth
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Zitat von dora Beitrag anzeigen
Was die Territorialfrage anbelangt so muss ich nochmal zum Verständnis nachfragen.
Wenn hier in den vorangegangen Beiträgen davon gesprochen wird, dass die Territorialansprüche auf den Stand von 1854 zurückgebracht wurden, bezieht sich dass dann auf die USA oder die UdSSR? Irgendwie ist mir das gerade nicht ganz klar.
Das bezog sich meines Wissens nach auf Japan, dass ja bereits vor dem zweiten Weltkrieg immense Annexionen durchführte.
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  #9  
Alt 19.10.2007, 08:35
Plebejer
 
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Beiträge: 32
Mhm, da hab ich mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt.
Das sich das auf Japan bezog ist mir schon klar.
Die Frage bezog sich darauf, von welcher Seite es auf den Stand von 1854 zurückgebracht wurde. Wie geschrieben stellte und stellt immer noch gerade die Territorialfrage eine gewichtige und offene Fragen zwischen Russland und Japan dar. Hier könnte man sagen, dass Japan von den UdSSR auf einen Stand von 1854 zurückgedrängt wurde, da die Südkurilen seit 1855 völkerrechtlich eigentlich zu Japan gehörten.
Grileg hat in seinem Beitrag geschrieben, dass bei "sämtlichen" Territorialfragen der Stand auf 1854 zurückgedreht wurde.
Da ja die USA auch japanische Inseln besetzt hatten, wollte ich eigentlich auf die Frage hinaus, ob es mit den USA ähnliche Probleme in der Territorialfrage gab wie mit Russland bzw. ob es eine solche in diesem Verhältnis überhaupt gab?

Geändert von dora (19.10.2007 um 08:46 Uhr).
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  #10  
Alt 19.10.2007, 10:30
Benutzerbild von Wulfnoth
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Zitat von dora Beitrag anzeigen
Mhm, da hab ich mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt.
Das sich das auf Japan bezog ist mir schon klar.
Die Frage bezog sich darauf, von welcher Seite es auf den Stand von 1854 zurückgebracht wurde. Wie geschrieben stellte und stellt immer noch gerade die Territorialfrage eine gewichtige und offene Fragen zwischen Russland und Japan dar. Hier könnte man sagen, dass Japan von den UdSSR auf einen Stand von 1854 zurückgedrängt wurde, da die Südkurilen seit 1855 völkerrechtlich eigentlich zu Japan gehörten.
Grileg hat in seinem Beitrag geschrieben, dass bei "sämtlichen" Territorialfragen der Stand auf 1854 zurückgedreht wurde.
Da ja die USA auch japanische Inseln besetzt hatten, wollte ich eigentlich auf die Frage hinaus, ob es mit den USA ähnliche Probleme in der Territorialfrage gab wie mit Russland bzw. ob es eine solche in diesem Verhältnis überhaupt gab?
Natürlich Japan, wer denn sonst? Es gab ja keinen anderen Kriegsverlierer in dem Raum.
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  #11  
Alt 19.10.2007, 12:35
Plebejer
 
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Beiträge: 32
Ich hab das dumpfe Gefühl wir reden aneinander vorbei.
Mhm..also ich versuch mal die Frage besser auf den Punkt zu bringen:
Auf welche Gebiete, die Japan abgeben musste, traf der Aspekt zu, dass damit ein Stand von 1854 wieder erreicht wurde?
Und: gab es mit den USA ähnliche Konflikte wie mit der UdSSR was das Thema der Gebietsabtretungen betraf?
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  #12  
Alt 19.10.2007, 13:10
Benutzerbild von Wulfnoth
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Beiträge: 6.223
Zitat von dora Beitrag anzeigen
Ich hab das dumpfe Gefühl wir reden aneinander vorbei.
Mhm..also ich versuch mal die Frage besser auf den Punkt zu bringen:
Auf welche Gebiete, die Japan abgeben musste, traf der Aspekt zu, dass damit ein Stand von 1854 wieder erreicht wurde?
Schau dir doch einfach mal die Annexionen Japans an, dann weißt du was die alles abtreten mussten. Im Prinzip alles bis auf die japanischen Inseln.

Zitat von dora Beitrag anzeigen
Und: gab es mit den USA ähnliche Konflikte wie mit der UdSSR was das Thema der Gebietsabtretungen betraf?
Das mit der UdSSR bzw. heute Russland ist was ganz anderes. Als der Sieg der Amerikaner nahe war stieß Stalin mit allen verfügbaren Mitteln nach Süden vor, obwohl die UdSSR bis kurz vor Kriegsende ein Waffenstillstandsabkommen mit Japan hatte. Bei dieser Aktion wurden auch die Kurillen besetzt und nebenbei die Teilung Koreas besiegelt.
Nordkorea war nicht so das Problem, weil hierbei eh klar war, dass Japan diese Gebiete abgeben musste, die südlichen Kurillen hingegen waren seit dem russisch-japanischen Abkommen von 1855 Teil Japans und sollten dies eigentlich auch bleiben.
Wir haben hier eigentlich etwas ähnliches wie die deutschen Ostgebiete. Die UdSSR hat hier eigenmächtige Grenzziehung betrieben ohne die anderen Alliierten mit einzubeziehen. Natürlich kann man die Kurillen und ie Ostgebiete allein schon wegen des Umfangs nicht wirklich miteinander vergleichen.
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  #13  
Alt 22.10.2007, 19:50
Plebejer
 
Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 32
Natürlich hat die UdSSR das geschickt eingefädelt, um sich in letzter Sekunde auch noch ein Stück vom Kuchen zu sichern.
Unabhängig von dieser Vorgehensweise, hätte Japan ja auch mit anderen Staaten ähnliche Probleme in bestimmten Territorialfragen entwickeln können.
Aber einscheind beschränkte sich eine solche Problematik doch nur auf das russisch-japanische Verhältnis.
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  #14  
Alt 23.10.2007, 09:42
Thete
 
Registriert seit: 02.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 730
Zum Tenno:

Ich muss Wulfnoth widersprechen, Staatsoberhaupt ist der Kaiser mW imm noch; allerdings ein ähnlich machtloses wie unser Bundespräsident...

Außerdem musste er auf seinen Status als "Gott" verzichten, was wohl ein schwerer Schlag für das Kaiserhaus und alle konservativen Japaner war. Dabei muss man bedenken, dass das japanische Kaiserhaus das mit Abstand am längsten regierende Geschlecht der Welt ist, das seinen Ursprung direkt auf eine Göttin zurückführt, die in grauer Vorzeit die japanisc´hen Inseln geschaffen haben soll.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tenno
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  #15  
Alt 23.10.2007, 09:57
Benutzerbild von Wulfnoth
The Censor
 
Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.223
Zitat von Thersites Beitrag anzeigen
Ich muss Wulfnoth widersprechen, Staatsoberhaupt ist der Kaiser mW imm noch; allerdings ein ähnlich machtloses wie unser Bundespräsident...
Nein eben nicht wirklich. Das ist eine wirklich komplizierte Geschichte aber wo du schon Wikipedia zitierst, zitier ich es jetzt einfach auch mal.

Zitat Wikipedia:
„Symbol des Staates und der Einheit des Japanischen Volkes“ ist Akihito, der 125. Tennō (dt.: Kaiser, wörtlich „vom Himmel (gesandter) Herrscher“). Rechtlich gilt er nicht als Staatsoberhaupt und die souveräne Macht liegt allein beim Volk.
http://de.wikipedia.org/wiki/Japan

Zitat von dora Beitrag anzeigen
Aber einscheind beschränkte sich eine solche Problematik doch nur auf das russisch-japanische Verhältnis.
Was die logische Konsequenz aus dem Frieden ist.
Die USA hat Japan besiegt und Japan kapitulierte bedinungenlos. Auch wenn Japan mit der Aufarbeitung große Schwierigkeiten hat, so würde trotzdem nur ein vollkommener Idiot die Niederlage gegen die USA bestreiten. Soweit ich weiß existiert deshalb auch ein Konsens darüber, dass die Gebietsabtretungen die von den USA gefordert wurden rechtens sind.
Die UdSSR veriet Japan kurz vor Kriegsende aus Sicht der Japaner hingegen schmählich. Nur um seinen Teil vom Kuchen abzubekommen brach Stalin den Nichtangriffspakt und marschierte nach Süden. Die UdSSR war eigentlich kein Kriegsgegner Japans und deshalb sieht man nicht wieso die UdSSR Gebiete annektiert hat.
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