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03.01.2008, 22:54
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.248
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Das hält sich noch in Grenzen. Im Fall von Belutschistan wollen sich meines Wissens nach lokale Clanchefs einfach nicht der Zentralregierung unterordnen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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29.01.2008, 09:31
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 303
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1967
Gründung der Pakistan People`s Party (PPP) durch Zulfikar Ali Bhutto.
1969
Machtübernahme durch General Yahya Khan.
1971
Dritter indisch-pakistanischer Krieg. Ostpakistan wird am 26.3. als Bangldesch selbständiger Staat.Nach schweren Unruhen übergibt das Militär die macht an Zufikar Ali Bhutto.
1972
Bhutto startet das Atomprogramm.
1977
Staatsstreich unter Generalstabschef Zia ul-Hag; Ministerpräsident Bhutto wird verhaftet das Kriegsrecht verhängt.
1979
Bhutto wird am 4.4. hingerichtet; die Militärregierung unter Staatspräsident ul-Hag verfolgt eine stärkere Islamisierung.
Quelle: Der Spiegel
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Nichts ist unmöglich
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30.01.2008, 09:24
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
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1985
Mohammed Khan Junejo wird ziviler Premieminister, am 30.12. werden Ausnahmezustand und Kriegsrecht aufgehoben.
1986
Benazi Bhutto, Tochtrt des hingerichteten Premieministers Ali Bhutto, kehrt am 10.4. aus dem Exil zurück und fordert Neuwahlen
1988
Statschef Zia ul-Hag kommt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. bei den Neuwahlen wird die PPP stärkste Partei;Benazir Bhutto wird am 2.12. erste Ministerpräsidentin eines islamischen Landes.
1990
Am 6.8. wird Bhutto wegen Koruptionsvorwürfen von PräsidentIshaq Khan abgesetzt. Namaz Sharif wird neuer Ministerpräsident.
1993
Präsident Khan und ministerpräsident Sharif treten am 18.7. zurück. Am 19.10. wird Bhutto zum zweiten Mal Ministerpräsidentin.
Quelle: Der Spiegel
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Nichts ist unmöglich
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31.01.2008, 09:34
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 303
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1996
Bhutto wird erneut abgesetzt. Sharif wird im Jahr darauf wieder Premier. Die von Pakistan geförderte Taliban übernehmen die macht in Afghanistan.
1998
Nukleartests in Indien und Pakistan.
1999
Erneuter Kaschmir-Konflikt mit Indien. General Musharraf wird nach einem Staatsstreich neuer Machthaber Pakistans.
2001
Musharraf unterstüzt offiziell den Anti-Terror-Kampf der USA.
2007
Im März setzt Musharraf den Obersten Richter des Landes ab, weil er eine Verlängerung der Amtszeit verweigrt.Die Wahlversammlung bestätigt im Oktober Musharraf als Präsidenten trotz eines Boykotts der Opposition. Bhutto kehrt am 18.10. aus dem Exil zurück und überlebt einb Selbstmordattentat unverletzt. Musharraf rufr am 3.11. den Ausnahmezustand aus, setzt die Verfassung außer Kraft und suspendiert den Obersten Richter erneut.
Am 9.11. wird Bhutto unter Hausarrest gestellt. Auf einer Wahlkampfversammlung wird sie am 27.12. bei einem Attentat getötet.
Quelle: Der Spiegel
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Nichts ist unmöglich
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16.08.2008, 00:12
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 684
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Pulverfass Pakistan - Ich greif's mal wieder auf, weil es so typisch ist: Die Karawane der Schlagzeilenmacher (ich bin ja selber einer) zieht weiter, und richtet den Blick auf Tibet, auf Süd-Ossetien, und lässt andere Brandherde weiter schmoren, ohne sich darum zu kümmern. Aber ich sage voraus: Pakistan kommt bald wieder dran. Die internationalen Agenturen melden jedenfalls: "President Pervez Musharraf is facing impeachment proceedings, a move that would likely deepen political uncertainty in Pakistan."
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16.08.2008, 09:28
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Konsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 914
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Könnte man fragen, ob es manchmal nicht besser wäre die Menschen dort einfach selbst entscheiden zu lassen, wie sich das Land entwickelt. Auch wenns halt eine islamische Republik wird und ein Mc Donalds und die Coke mal nicht verkauft werden.
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16.08.2008, 12:51
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.248
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Zitat von Titus_Livius
Könnte man fragen, ob es manchmal nicht besser wäre die Menschen dort einfach selbst entscheiden zu lassen, wie sich das Land entwickelt. Auch wenns halt eine islamische Republik wird und ein Mc Donalds und die Coke mal nicht verkauft werden.
Im Prinzip hast du ja recht, das Problem dabei sind nur die Nuklearwaffen.
Was den Abgang von Präsident Musharraf betrifft. Im Prinzip ein sehr demokratischer Prozess, das Problem ist nur, dass beide Regierungsparteien die Lücke nicht füllen können, die er hinterlassen wird.
Ich prognostiziere den nächsten Militärputsch innerhalb von Monaten und nicht Jahren, dafür würde es schon reichen wenn das Militär beschnitten wird oder die Islamisten in die Offensive gehen. Vielleicht auch ein kleiner Zwischenfall in Kaschmir und schon wird das Militär sich wieder "gezwungen" sehen die Schaltstellen der Macht zu besetzen.
Im Übrigen würde ich noch anmerken wollen, dass ein Abgang des Präsidenten den Amerikanern auf lange Sicht wohl helfen wird. Musharraf war immer der große Verbündete der USA, was z.B. eigenmächtige Aktionen auf pakistanischem Staatsgebiet immer in engen Grenzen gehalten hat, um seine Autorität nicht zu untergraben. Ein schwacher Musharraf hat sich in den letzten Monaten zudem zusehends als Belastung erwiesen.
Für einen Obama - aber auch einen McCain - gäbe es nun kein Hinderniss mehr in den Stammesgebieten ordentlich mit zu mischen.
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Demokratie heißt die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt werden.
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16.08.2008, 17:47
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Konsul
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Registriert seit: 04.08.2007
Ort: da, wo Deutschland am Schönsten ist
Beiträge: 914
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Im Prinzip hast du ja recht, das Problem dabei sind nur die Nuklearwaffen.
Ob der Fanatiker nun in Washington, Moskau, Paris, Dehli, London, Peking oder Islamabad sitzt und auf den Knopf drückt macht doch keinen Unterschied.
Dazu kommt: Was nützt selbst dem größten Fanatiker die Herrschaft über ein Land, wo es keine Bevölkerung, keine Industrie, keine Tiere- schlicht nichtsmehr außer radioaktiv verseuchte Erde mehr gibt?
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18.08.2008, 11:13
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 684
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Pakistan nach Muscharrafs Rücktritt heute: Ich glaube nicht, dass das zur Stabilität des Landes beiträgt - ich hänge mich mal weit aus dem Fenster und sage voraus, dass es innerhalb eines Jahres einen Militärputsch im Lande gibt.
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18.08.2008, 12:10
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
Ort: Bremen
Beiträge: 6.248
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Hatte ich ja bereits oben erwähnt. Doch letztendlich muss man den Rücktritt - auch wenn es negative Folgen hat - als Volkswillen akzeptieren. Seine Popularitätswerte lagen ja am Schluss irgendwo jenseits von Gut und Böse. Zudem ist die jetztige Regierung wenigstens in halbwegs freien und fairen Wahlen gewählt worden.
Die Frage ist nur ob sich im Falle Pakistans zeigt, dass Demokratien nicht geeignet sind ein derart instabiles Land zu regieren. Vielleicht existieren aber auch schlicht nicht die Voraussetzungen dafür, ein Geheimdienst und ein Militär, das den Staat dominiert und unterwandert hat sind sicherlich keine Idealbedingungen.
Auf Pakistan kommen jetzt allerdings schwierige Zeiten zu. Die Feindschaft zum Präsidenten war der kleinste gemeinsame Nenner der Regierungskoalition. Wenn dort bald wieder alles in Korruption und Blockade versinkt, wird das Militär das Heft des Handelns wieder in die Hand nehmen.
Eine Offensive der Islamisten und die Regierung fällt, so lautet jedenfalls meine Prognose.
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18.08.2008, 21:56
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Konsul
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Registriert seit: 04.08.2007
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Kurioserweise lese und höre ich nirgend etwas über Pakistans Atomwaffen. Oder qualmen den Strategen doch schon intern die Köpfe darüber?
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18.08.2008, 22:08
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.248
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Zitat von Titus_Livius
Kurioserweise lese und höre ich nirgend etwas über Pakistans Atomwaffen. Oder qualmen den Strategen doch schon intern die Köpfe darüber?
Ich denke, dass sich jeder Stratege intern permanent Gedanken über die pakistanischen Atomwaffen macht.
Allerdings unterstehen diese dem pakistanischen Militär und das ist mit den Niederungen pakistanischer Politik ja augenblicklich ausmahmsweise nicht befasst - jedenfalls offiziell. Oder anders gesagt, selbst wenn die Islamisten den nächsten Präsidenten stellen (was sie höchstwahrscheinlich nicht tun werden) haben sie damit noch lange keine Kontrolle über das Miltär und die Kernwaffen.
Ein anderes Problem ist allerdings, dass Musharraf als General und militiärischer Oberbefehlshaber das Militär wenigstens zeitweilig halbwegs im Griff hatte. Mal sehen wann die nächste Bombe vor einer indischen Botschaft hochgeht, ohne dass pakistanische Politiker informiert wurden...
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18.08.2008, 22:47
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Konsul
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Registriert seit: 04.08.2007
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Eigentlich ist es ja egal wer Präsident wird. Oberbefehlshaber ist er so und so. Und as Militär hat dann eigentlich nur 3 Möglichkeiten die mir spontan einfallen:
1:Lieb Kind machen
2:protestieren und gegangen (ausgetauscht) werden
3: Umsturz
Naja, ich vertrau mal lieber darauf, daß jeder dort weiß, daß andere Atomraketen auch gestartet werden können und ihre Ziele finden. Zeigt sich mal wieder, daß man das Zeugs am Besten abschaffen sollte, was aber reines Wunschdenken bleiben wird.
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19.08.2008, 10:25
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The Censor
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Registriert seit: 29.01.2005
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Beiträge: 6.248
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Aber nicht militärischer Oberbefehlshaber und du verkennst die Lage in Pakistan ein wenig. Wenn der Präsident auch ohne Militärrang so einen Einfluss hätte, dann hätte Musharraf nicht ein Jahrzehnte versucht die Uniform anzubehalten.
Das Militär hat diesen Staat nicht nur die meiste Zeit regiert, es ist meines Wissens nach auch der größte Kapitaleigner des Landes. Laut diversen Berichten hat es in jeder kleinen und großen Firma irgendwie die Hände drin.
Das Militär braucht gar nicht regieren, es muss nur drohen. Hat man ja kürzlich bei der Kurzzeitunterstellung des Geheimdienstes ins Innenministerium gesehen.
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04.09.2008, 14:36
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The Censor
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