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07.10.2008, 00:06
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 848
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Heute, 6. 10.. 2008, ging der DAX also 7 Prozent runter und jede Menge "kleine Leute", auch solche die ganz einfach Aktien als Alterssicherung kauften, haben eine Menge Geld verloren. Es ist in der Kettenreaktion eine Folge der US-Finanzkrise. Natürlich gehen die Werte auch wieder hinauf, aber es ist zu befürchten, dass manche "kleine Leute" Panik bekommen und jetzt, zum falschen Zeitpunkt, ihre Aktien verkaufen. Gewinner wären wieder die Banken ...
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07.10.2008, 00:25
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Gesperrt
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Registriert seit: 29.07.2008
Beiträge: 410
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Zitat von Sokotra
Heute, 6. 10.. 2008, ging der DAX also 7 Prozent runter und jede Menge "kleine Leute", auch solche die ganz einfach Aktien als Alterssicherung kauften, haben eine Menge Geld verloren. Es ist in der Kettenreaktion eine Folge der US-Finanzkrise. Natürlich gehen die Werte auch wieder hinauf, aber es ist zu befürchten, dass manche "kleine Leute" Panik bekommen und jetzt, zum falschen Zeitpunkt, ihre Aktien verkaufen. Gewinner wären wieder die Banken ...
Kann doch gar nix passieren. Unser aller Angela hat doch für uns alle mit mehr als 1000 Mrd. Euro gebürgt
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07.10.2008, 10:08
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 351
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Fazit ist, dass nach dem Niedergang des Kommunismus auch der Kapitalismus mehr oder weniger am Ende angekommen ist.
Da wir eine Änderung der herrschenden Verhältnisse nicht plötzlich vornehmen können, muß langsam und mit langem Atem umgesteuert werden.
__________________
Nichts ist unmöglich
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07.10.2008, 12:21
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Patriot
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Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Heikendorf, nahe Kiel
Beiträge: 624
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Deutschlands Einigkeit, meine Stärke
Meine Stärke, Deutschlands Macht.
Freund der Freiheit
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07.10.2008, 12:34
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Spender
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Registriert seit: 27.10.2007
Ort: Raum Nürnberg
Beiträge: 848
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Zitat von Jan
Naaaaaaaja, ich denke nicht, dass man gleich bei jeder kleinen Krise sofort vom Ende des Kapitalismus phantasieren sollte. 
Dieses System hat schon ganz andere Situationen überstanden und wird auch diese überstehen ...
Es handelt sich wohl schon um mehr als eine "kleine Krise". Aber der Kapitalismus ist (ebenso wie es der Kommunismus war) in der Theorie das eine, in der Praxis das andere. Die Krise (wie groß auch immer) ist gekommen durch einen hemmungslosen (übersteigerten) Kapitalismus (es gibt auch Begriffe wie Casino-Kapitalismus). Jetzt haben wir die Chance, dies zu begreifen und daraus zu lernen. Interessant ist, dass jetzt plötzlich Politiker, die stets Propheten des freien Spiels des Systems auftraten, plötzlich nach dem Eingriff des Staates (meinetwegen: dessen Reparaturbetrieb) rufen.
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07.10.2008, 13:04
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Plebejer
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Registriert seit: 15.09.2008
Beiträge: 20
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Zitat von Jan
Dieses System hat schon ganz andere Situationen überstanden und wird auch diese überstehen - und das ist sehr gut, immerhin hat der Kapitalismus einige sehr schöne "Nebenwirkungen", wie Demokratie, Menschenrechte, persönliche Freiheit und solche Dinge, die der Kommunismus niemals auch nur im Ansatz gezeigt hat. 
Dafür sind ja China, Russland, die arabischen Staaten ganz tolle Beispiele. Ich denke wir müssen uns von dem Gedanken Kapitalismus = automatisch Demokratie verabschieden.
die 700 Mrd sind ja auch nicht weg..der amerikanische Staat kann die Schulden ja irgendwann vielleicht eintreiben. zum Teil jedenfalls. und bei der HypoReal sind es-korrigiert mich bitte wenn ich mich irre- bisher auch nur Bürgschaften, die nicht notwendigerweise fällig werden müssen.
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07.10.2008, 15:30
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 351
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Zitat von Jan
Naaaaaaaja, ich denke nicht, dass man gleich bei jeder kleinen Krise sofort vom Ende des Kapitalismus phantasieren sollte. 
Dieses System hat schon ganz andere Situationen überstanden und wird auch diese überstehen - und das ist sehr gut, immerhin hat der Kapitalismus einige sehr schöne "Nebenwirkungen", wie Demokratie, Menschenrechte, persönliche Freiheit und solche Dinge, die der Kommunismus niemals auch nur im Ansatz gezeigt hat. 
Lieber Freund der Freiheit,
was hat Kapitalismus mit Menschenrechten und Demokratie zu tun? Ich kenne einige Länder, die eine Diktatur haben oder hatten und trotzdem den Kapitlismus haben. 
Auch China, wo ich 2001 als Tourist war und eine Diktatur ist, hat ein kapitalistisches System, wovon ich mich bei verschiedenen Anlässen überzeugen konnte. 
Die Finanzkrise, welche wir augenblickjich haben, ist die schlimmste seit 1929.
__________________
Nichts ist unmöglich
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07.10.2008, 15:39
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.598
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Ich wollt grad sagen, also so ziemlich in jedem fernöstlichen land regiert ja wohl der hammerharte raubtierkapitalismus in seiner bösesten form und es sind eben viele keine freiheitlich-rechtsstaatliche-demokratien.
Ich denke nicht dass der kapitalismus automatisch die demokratie und freiheit des einzelnen mit sich zieht, genauso wenig wie es beim kommunismus der fall war
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07.10.2008, 20:11
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Gesperrt
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Registriert seit: 29.07.2008
Beiträge: 410
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So, der ganze Spaß hat uns bis heute geschätzte 1,4 Billionen Dollar gekostet.
1.400.000.000.000 Dollar!
Natürlich hat das keinerlei konsequenzen für die Verantwortlichen. Und die wenigen, die ihren Hut doch nehmen müssen, bestrafen wir noch schnell mit hohen Abfindungen und Pensionen. So, wetten das die nie wieder so was blödes anstellen werden und uns in eine Weltwirtschaftskrise stürzen werden!
Finanzkrise: IWF rechnet mit Schaden von 1.400.000.000.000 Dollar - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
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08.10.2008, 01:59
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Quaestor
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Registriert seit: 23.01.2008
Beiträge: 189
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Zitat von mozart2
So, der ganze Spaß hat uns bis heute geschätzte 1,4 Billionen Dollar gekostet. 1.400.000.000.000 Dollar!
Interessanter ist die Frage, wo ist die ganze Kohle hingewandert? Denn wo "wir" 1,4 Bio verlieren, muß ja ein anderer 1,4 Bio gewinnen. Jedenfalls wenn es sich um die Übertragung "realer" Werte handelt und nicht nur um Zahlenspielereien.
__________________
"Eine Kuh kann nicht wiehern und ein Pferd hat kein Euter" - Kord der Suchende
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08.10.2008, 12:04
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Administrator
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Registriert seit: 04.03.2005
Ort: München/Hannover
Beiträge: 2.598
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Jeder aktienkurs ist in erster linie ein fiktiver wert, dh diese 1,4bio dollar dürften zum großteil kursverluste sein und da triffts halt letztlich die anleger.
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08.10.2008, 12:52
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Gesperrt
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Registriert seit: 29.07.2008
Beiträge: 410
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08.10.2008, 13:05
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Nur ein Mensch.
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Registriert seit: 26.12.2007
Beiträge: 211
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Die frage ist doch, ob man die denkfigur von Adam Smith teilt, wonach der egoismus vieler einzelner zum wohl der gesamtheit führen muss.
Hält man sie für richtig, kann es keinen "übersteigerten" kapitalismus geben- denn wie sollte die steigerung von etwas gutem plötzlich schlecht sein? Dann ist logisch dafür einzutreten, möglichst alle menschlichen beziehungen der "unsichtbaren hand" des marktes zu überlassen.
Hält man sie- aus guten gründen- für zu kurz gegriffen, dann hilft auch eine unterscheidung zwischen "realer" und "spekulativer" wirtschaft* nicht weiter- beides gehört zusammen wie der eiter zum furunkel. Konsequenz wäre dann, dass die gesellschaft und/oder der staat zum eingreifen verpflichtet sind, wenn der egoismus vieler nur den egoisten nutzt, dass nicht nur verluste, sondern auch gewinne sozialisiert gehören.
(*wäre man gemein, könnte man das jetzt mit der "differenzierung" zwischen "schaffendem" und "raffendem" kapital vergleichen ...)
Geändert von LCF (08.10.2008 um 13:07 Uhr)
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08.10.2008, 13:33
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Mensch
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Registriert seit: 09.01.2008
Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 351
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Zitat von LCF
(*wäre man gemein, könnte man das jetzt mit der "differenzierung" zwischen "schaffendem" und "raffendem" kapital vergleichen ...)
Es gibt nur einen raffenden Kapitalismus
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Nichts ist unmöglich
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08.10.2008, 13:57
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Demokrat
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Registriert seit: 08.06.2005
Ort: Zürich, Schweiz
Beiträge: 331
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Zitat von EL_Mercenario
Interessanter ist die Frage, wo ist die ganze Kohle hingewandert? Denn wo "wir" 1,4 Bio verlieren, muß ja ein anderer 1,4 Bio gewinnen. Jedenfalls wenn es sich um die Übertragung "realer" Werte handelt und nicht nur um Zahlenspielereien.
Dieses Geld ist weg! Schlicht und ergreifend.
Es handelt sich grösstenteils um Investitionen von Anlegern in Aktientitel etc., die beim Zeitpunkt der Investition vor einigen Jahren eine bestimmte Grösse hatten (einen Wert). Diese Grösse hat sich durch die fallenden Aktienkurse nun rapide verringert.
Beispiel: Wenn ich vor 5 Jahren Aktien im Wert von 100 Euro eines bestimmten Titels besass und der Wert dieses Titels nun um 50 Prozent gefallen ist, habe ich heute noch 50 Euro. Nun muss man dies noch global x-tausendfach multiplizieren und dann kommt man rasch einmal auf derartige Verluste.
Es handelt sich also streng genommen nicht um fiktives Geld, das hier vernichtet wird. Vielmehr wurden diese Beträge ja einst investiert. Derjenige, der diese Investition getätigt hat, verliert also effektiv Geld und das ist äusserst schmerzhaft.
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Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. Mark Twain, 30.11.1835 bis 21.04.1910
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